Gargoyl – Gargoyl

Gleich mit dem Debüt fährt man gen Prog Rock Himmel

Artist: Gargoyl

Herkunft: USA/Kanada

Album: Gargoyl

Spiellänge: 52:23 Minuten

Genre: Progressive Grunge Rock, Art Rock, Progressive Metal, Prog Rock

Release: 09.10.2020

Label: Season Of Mist

Link: www.facebook.com/GargoylBand

Bandmitglieder:

Gitarre, Gesang – Luke Roberts
Gitarre – David Davidson
Bass – Brett Leier
Schlagzeug – James Knoerl

Gäste

Hintergrundgesang (Ophidian, Nightmare Conspiracy,  und Ambivalent I) – Jocelyn Barth
Saxophon (Acid Crown) – Erik Van Dam

Tracklist:

  1. Truth Of A Tyrant
  2. Plastic Nothing
  3. Cursed Generation
  4. Electrical Sickness
  5. Wraith
  6. Ophidian
  7. Nightmare Conspiracy
  8. Waltz Dystopia
  9. Ambivalent I
  10. Acid Crown
  11. Asphyxia

Gargoyl haben ihr selbst betiteltes Debüt bereits am 09.10.2020 über Season Of Mist herausgebracht. Die Platte ist mir beim Umstülpen unseres Reviewpools erst jetzt am Ende des Jahres in die Hände gefallen. Wenn ich diese Platte verpasst hätte, könnte ich mir das nun wirklich nicht verzeihen.

Nachdem Gargoyl im Januar 2020 den Vertrag mit Season Of Mist unterschrieben haben, nun also das selbst betitelte Debüt. Erhältlich ist das Album als CD und in den Vinylvarianten Black (300 Stück) und Pink, Purple & White mixed (350 Stück).

Gargoyl enstanden 2018 als gemeinsames Projekt von Gitarrist Dave Davidson (Revocation) und Gitarrist/Sänger Luke Roberts (Ayahuasca), nachdem die beiden sich auf einer vorangegangenen Tour begegnet sind. Der eine (Dave Davidson) hat Technicial Death Thrash als Background, der andere (Luke Roberts) kommt von einem Sludge/Grunge Trio. Was soll denn dabei rauskommen? Genau, Progressive (Grunge) Rock, wie sie es selbst nennen. Ich würde fast noch ein Stück weiter gehen und das Ganze einen Progressiven Art Rock nennen. Komplettiert wird die Band durch die ebenso genialen Brett Leier (Bass) und James Knoerl (Schlagzeug).

Ich kann es jetzt auch nicht mehr zurückhalten, sondern muss es direkt loswerden: Wenn ich die Scheibe früher in der Hand gehabt hätte, wäre sie bestimmt ein Kandidat meiner Top 5 in diesem Jahr gewesen. Die ist aber ja schon in unserem Magazin durch (klick). Dann schiebe ich Gargoyl außer Konkurrenz eben einfach noch mal hinterher, basta!!!

Das Quartett entpuppt sich als äußerst geniale und kreative Truppe, die in ihrer Virtuosität durchaus mit älteren Prog Rock Gruppen mithalten kann. Ach was, ich gehe mal weiter und behaupte, dass dieses Quartett diese noch übertrifft, denn Gargoyle spielen wirklich unbefangen und frei auf ihrem Debütalbum auf. Dabei stilisiert sich insbesondere der kongeniale Gesang von Luke Roberts heraus. Dahinter machen die Instrumente ihr eigenes (manchmal verrücktes) Ding, so meint man. Aber nein, das ganze Zusammenspiel ist dermaßen genial ausgeklügelt, dass es wieder passt. Unorthodox und doch technisch genial kommt das Quartett daher. Innerhalb der einzelnen Songs, die alle progressiv rüberkommen, sind jazzige Elemente unverkennbar und nicht zu übersehen. Manchmal komme ich beim Hören der Songs nicht umhin, an die progressiven Eskapaden von Voivod zu denken. Aber auch noch ganz andere Einflüsse sind wahrzunehmen und natürlich auch grungige. Vielleicht würden Alice In Chains heute so klingen, wenn sie sich jazzigeren Nuancen geöffnet hätten, wer weiß!?

Wie ich ja bereits weiter oben angemerkt habe, bin ich von Gargoyl ganz fasziniert. Die Songs nehmen, wie im Prog Rock üblich, sehr oft unverhoffte Wendungen. Jeder einzelne Song auf diesem Album hat was und kann überzeugen, selbst der Opener, der eigentlich nur zweieinhalb Minuten Gesang mit einer Menge Chorus ist. Zunächst muss ich überlegen, ob der überhaupt zu den anderen Songs auf dem Album passt. Anfänglich bin ich da recht unentschlossen, muss nach mehrmaligem Hören jedoch eingestehen: aber ja doch! Es fällt mir ganz schwer, einen Track auf diesem Meisterwerk wirklich hervorzuheben. Und doch gibt es einen absoluten Favoriten für mich. Das ist der geniale Acid Crown, in dem Erik Van Dam am Saxophon als Gast einen tollen Auftritt hat.

Gargoyl – Gargoyl
Fazit
Gargoyl ist ein total geiles Progressive (Grunge) Rock /Art Rock Projekt. Das Projekt um Dave Davidson (Revocation) und Luke Roberts (Ayahuasca) hinterlässt bereits mit seinem Debütalbum mächtig Eindruck und Fußstapfen. Top Empfehlung für alle Prog Rock / Metal Fans!

Anspieltipps: Plastic Nothing, Nightmare Conspiracy und Acid Crown
Juergen S.
10
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10
Punkte
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