Ghost Avenue – Even Angels Fail

Old School Klänge aus Norwegen

Artist: Ghost Avenue

Herkunft: Oslo/Follo, Norwegen

Album: Even Angels Fail

Spiellänge: 50:43 Minuten

Genre: Hardrock, NWoTHM, Melodic Hardrock

Release: 07.08.2020

Label: Eigenproduktion

Links: http://www.ghostavenue.com/
www.facebook.com/ghostavenue

Bandmitglieder:

Gesang – Kim Sandvik
Gitarre und Backgroundgesang – André Berger
Gitarre – Thomas Eljarbø
Bassgitarre – Magnus Liseter
Schlagzeug – Petter Lein

Tracklist:

  1. Best Of The Best
  2. Breakdown
  3. Wasted Generation
  4. The Fallen
  5. Still Craving
  6. Take Cover
  7. Northman
  8. Hero
  9. A Violent Disturbance Of The Peace
  10. Even Angels Fail

Eine Band mit Namen Ghost Avenue aus Norwegen, dazu Hard Rock und NWoTHM? Wo waren die denn bisher? Seit 2002 existiert die Truppe bereits, inspiriert von den Sounds aus den 80ern. 2005 gab es mit Time Will Tell eine erste Demo gefolgt von der EP Days Undercover 2009. Ein Jahr später die erste volle Scheibe Namens The Engraving. Zwei weitere Langeisen warf man noch auf den Markt (Ghost Avenue (2013) und Impact (2017)) bevor nun Even Angels Fail 2020 die Welt erblickt. Bis zu dem Release von Ghost Avenue war man als Ghost unterwegs, sehr passend wie ich finde – Geister treten ja selten in Erscheinung. Das trifft auf das Quintett aus dem Großraum Oslo ebenfalls bisher zu, aber wer weiß, evtl. ändert sich das ja zukünftig. Das Release der neuen Scheibe führte man in Eigenregie durch. Textlich beschäftigt man sich mit dem Alltag des täglichen Lebens wie verlorene Liebe, Veränderungen in der Gesellschaft oder Religion. Aufgenommen in den Lionheart Studios in Oslo, gemixt von Øyvind Voldmo Larsen und das finale Mastering erfolgte bei The Panic Room in Skövde, Schweden. Die bisherigen Live-Aktivitäten beschränkten sich primär auf Support Slots in Norwegen und Schweden, u.a. für Anvil und Jorn.

Was ist auf dem Album zu hören? Best Of The Best ist ein melodischer 80er-Jahre Klassiker von Sound und Rhythmus, irgendwo zwischen Judas Priest und Saxon und für jede Headbanger Party geeignet. Breakdown geht im ähnlichen Style weiter, einen kleinen Tick mehr in die Hardrock Richtung, aber ansonsten genauso gut zu hören wie sein Vorgänger. Dazu lässt man etwas mehr Space für Soli der Saitenbearbeiter. Wasted Generation kommt mit melodischem Rock um die Ecke, The Fallen erinnert schon derart stark an die 80er Sachen von Saxon, da könnte man schon auf die Idee kommen, dass es ein Cover wäre. Still Craving startet zunächst mal balladesk, dreht aber dann in einen unterhaltsamen 80er-Jahre Hardrocker. Take Cover bewegt sich wieder etwas mehr auf der NWoTHM Schiene, Northman wieder ein wenig mehr hin zum melodischen Hardrock. Hero bleibt bei melodischem Hardrock, A Violent Disturbance Of The Peace greift wieder mehr in die Metal Kiste der 80er-Jahre inkl. intensivem Schrubben der Gitarren. Der Titeltrack verabschiedet den Hörer aus dem Werk der Norweger mit ca. sechseinhalb Minuten Old School Metal bzw. Hardrock. Nach einem akustischen Gitarrenintro gibt es einen netten Nackenbrecher, den ich mal gerne live erleben möchte – und wer weiß – evtl. tauchen die Geister ja auch mal in Germany auf, vor allem, da jetzt ja eine breite Allee im Namen vorhanden ist.

Ghost Avenue – Even Angels Fail
Fazit
Eine coole Scheibe kommt da mal wieder aus Norwegen. Natürlich haben die Herren das Rad nicht neu erfunden, liefern aber für jeden Freund von traditionellen Klängen zwischen Hardrock und Heavy Metal der 80er und 90er eine sehr gut hörbare Scheibe ab. Die Truppe klingt mehr nach True Metal als viele Releases von Bands, welche zu der Zeit bereits aktiv waren. Es gibt den einen oder anderen Track, der nicht sofort zündet, und es sind nicht alles Killertracks, aber unterhaltsam und zum Headbangen geeignet. Der Sound ist kein Hochglanz, passt aber gut zur Musik. Das Teil ist eine Empfehlung an alle Traditionalisten, die in das Werk mal ein Ohr reinhalten sollten.

Anspieltipps: Best Of The Best, The Fallen und Even Angels Fail
Jürgen F.
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