“Eine saubere Eigenproduktion!“

Artist: Jacobs Moor

Herkunft: Wien, Österreich

Album: Self

Spiellänge: 60:03 Minuten

Genre: Heavy Metal, Progressive Metal, Power Metal, Thrash Metal

Release: 20.10.2017

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/pg/JacobsMoorBand/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang – Richard Krenmaier
Gitarre – Rupert Träxler
Gitarre – Johannes Pichler
Bassgitarre – Stephan Först
Schlagzeug – Rainer Lidauer

Tracklist:

  1. March Of The Flies
  2. Watching Atrocities
  3. The Absence Of Me
  4. Self
  5. Falling To Pieces
  6. Distance
  7. Neglacting The Path Of The Sun
  8. Delusion
  9. Hate Of A New Kind
  10. Hopeless Endeavour

Nach dem Debüt All That Starts und der im Anschluss folgenden EP The Evil In Me wurde es im Oktober zum dritten Mal laut um die Wiener Band Jacobs Moor. Mit Self haben die fünf Musiker aus der österreichischen Hauptstadt ein sechzig Minuten starkes Langeisen aufgezogen, um die ersten Klänge von vor zwei bzw. drei Jahren abzulösen. Als Eigenproduktion steht der zehn Track starke Silberling auf Säulen diverser Subgenres. Neben klassischem Heavy Metal oder Thrash Metal Riffs findet man progressive Elemente oder mal einen Ritt durch die Weiten des Power Metals. Gesanglich beweist Richard Krenmaier genug Breite, um allen Stafetten gerecht zu werden.

Mit einem Kopfsprung ins kühle Nass landet man beim Opener Watching Atrocities, dem das Intro March Of The Flies vorweggeht. Da habe ich wirklich schon belanglosere und langweiligere Starts in neue Werke erlebt. Das Intro offenbart zwar nicht wohin die Reise gehen soll, hält den Hörer in den fast zwei Minuten aber bei Laune und man möchte endlich den ersten eigentlichen Titel erleben. Schwungvoll startet Watching Atrocities mit einer Thrashsalve, um gleich mal das Grundtempo anzuziehen. Neben den flinken Melodien bleibt immer Platz für starke Gitarrenarbeit der beiden Protagonisten Rupert Träxler und Johannes Pichler. Die Double Base von Rainer Lidauer treibt punktgenau an und Stephan Först sorgt hinterm Bass für den gewünschten Druck. Herzstück neben den Gitarren bleibt natürlich Frontmann Richard Krenmaier, der mir ganz gut gefällt. Die einen oder anderen Cleanvocals hätte man vielleicht auch anders umsetzen können – im Grundsatz hat er aber eine spannende Struktur und viele angenehme Gesangsfarben. Die Power Metal Elemente bleiben der geringste Faktor, viel basiert auf typischen Thrash Metal Handschriften, die eins zu eins mit dem Heavy Metal gleichziehen. Refrains werden angeschlagen, Songs wie The Absence Of Me leben von einem dynamischen Einklang unter den Musikern. Für eine Eigenproduktion nicht zu verachten und völlig verdient stehen Jacobs Moor nun bei Bleedingstar Records, dem heimischen Label, unter Vertrag. Höhepunkte bilden der Titeltrack Self, der gut im Ohr bleibt, sowie Distance oder Delusion.

Jacobs Moor - Self
Fazit: Manchmal fehlt mir persönlich der ganz große zwingende Zugriff auf die Kunst der Österreicher. Dafür bleiben Tracks wie Falling To Pieces sofort hängen. Modern, frisch und mit dem gewissen Selbstvertrauen darf man Self von Jacobs Moor ohne Probleme loben und als Hörprobe anpreisen. Als Eigenproduktion können sich diverse Mitstreiter eine Scheibe abschneiden. Soll sollte ein Heavy Metal Album klingen, wenn man für größere Aufgaben die Aufmerksamkeit erhalten möchte!

Anspieltipps: Self und Distance
Rene W.8
8Gesamtwertung
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