Kurz Und Knackig: Künstler lassen die musikalischen Hosen runter Vol. 33

Heute mit Jan Bünning von Paragon

Bei Kurz Und Knackig geht es einfach darum, dass Musiker innerhalb kürzester Zeit 30 Fragen zum Thema Musik im Allgemeinen beantworten. In kurzen Abständen werden immer wieder die unterschiedlichsten Künstler ihre musikalischen Hosen vor euch runterlassen.

Heute stand uns Jan Bünning von Paragon Rede und Antwort.

 

Meine früheste Kindheitserinnerung, die etwas mit Musik zu tun hat, war:
– Puh, schwer zu sagen. Meine Eltern haben irgendwie nicht viel Musik gehört, wenn überhaupt. Meine Schwester aber und da erinnere ich mich an The Sweet, Smokie, The Teens und natürlich Abba.

An dieses Schätzchen aus der Musiksammlung meiner Eltern kann ich mich erinnern:
– Ich sag ja, da gab‘s nix. Meine Mutter stand aber später auf Queen.

Mein Vater quälte mich oft mit der Musik von:
– Ich glaube, er freute sich, wenn Hans Albers oder Freddy Quinn im Fernsehen oder so liefen. Finde ich als Hamburger mit der Liebe zum Wasser und zur See aber auch ok. Mein Vater ist selber eine Zeit lang zur See gefahren.

Diese Musikposter/Bandposter hingen in meinem Kinder-/Jugendzimmer:
– Ich glaube, so was hatte ich gar nicht. Ich interessierte mich aber schon recht früh für Bilder von nackten Damen. Aber die hingen natürlich nicht bei mir an der Wand, sondern wurden unterm Bett versteckt. 😉

Mein erstes selbst gekauftes Album war:
– Wahrscheinlich in den 70ern Hörspiele von Hui Buh, Commander Perkins und Star Wars. Das erste richtige Musikalbum müsste der Soundtrack von Star Wars gewesen sein. Oder der zu Saturday Night Fever/The Bee Gees, ha ha!

Diesen Song aus meiner Kindheit mag ich auch heute noch hören:
– Wahrscheinlich fast alles! How Deep Is Your Love von den The Bee Gees ist immer noch gut in Erinnerung, weil ich dazu meinen ersten Engtanz hatte.

Mein erstes besuchtes Konzert war:
– Ich glaube Rainbow in Hamburg 1982 in der Ernst-Merck-Halle.

Meine ersten eigenen Gehversuche an einem Instrument waren:
– 1983 Bass in einer Punkband. 1985 wurde es dann ernster mit Black Laws, aus denen dann Erosion wurden, mit denen ich dann 1988 mein erstes professionelles Album gemacht habe.

Mein absoluter Lieblingssong ist:
– Es gibt so viele, aber vielleicht Judas Priest, Defenders Of The Faith.

Meine erste Berührung mit Rock/Metal war:
AC/DC in den späten 70ern auf einer Schulfete.

Außer Rock/Metal mag ich noch:
– Soundtracks, Wave, Gothic, Post Punk, Alternative, Klassik, ruhiger Jazz und mittlerweile sogar (düsteren) Country. Hauptsache, es hat eine aggressive oder düstere Note und klingt echt.

Beim Autofahren höre ich:
– Nix. Habe weder einen Lappen noch ein Auto. Aber auf dem Fahrrad oder in der Bahn meistens aktuelle Sachen quer durch den Garten, die ich gerade gekauft habe.

Zu einem romantischen Abend gehört Musik von:
– Wohl irgendein ruhiger Soundtrack von Angelo Badalamenti, oder auch Dead Can Dance.

Beim Sex mag ich die musikalische Untermalung von … überhaupt nicht:
– Da mag ich wohl am liebsten den Sound meiner Partnerin. Wenn es ein Song sein muss, wohl Danzig mit Dirty Black Summer.

Auf meiner Hochzeit läuft/lief:
– Der Marsch vom Schluss des ersten Star Wars.

Auf meiner Beerdigung soll … laufen:
– Entweder Max Richter mit On The Nature Of Daylight, oder Samuel Barber mit Adagio For Strings. Auf dass alle ordentlich losheulen! Ok, die Metalvariante wäre Anvil mit Free As The Wind, Ozzy Osbourne mit You Can‘t Kill Rock‘n‘Roll, oder irgendwas von Judas Priest. Da geht alles!

Diese(r) Band/Künstler ist zum Abgewöhnen?
Sabaton. Zumindest musikalisch. Ihren Durchhaltewillen und Arbeitseifer weiß ich sehr zu schätzen!

Meine Lieblingsband ist:
– Ohne Zweifel Judas Priest! Abwechslungsreich, die absolute Verkörperung des Heavy Metal und Rob Halford berührt mich wie kein anderer Sänger und ist für mich auch der mit Abstand beste Sänger überhaupt!

Die unterbewertetste Band aller Zeiten ist:
– Da gibt’s sicher so einige. Ich weiß ja auch, Eigenlob stinkt, aber Paragon könnte man gut dazuzählen, ha ha.

Dieses peinliche Album befindet sich in meiner Sammlung:
– Da sollte mir nichts peinlich sein. Was andere über mich oder meinen Geschmack denken, ist mir wumpe!

Auf dieses Schätzchen in meiner Musiksammlung bin ich besonders stolz:
– Ich habe mir mal die ganzen Doppel-Vinyl-Re-Releases von Judas Priest gekauft, 2017. Die sind, glaube ich, alle recht rar!

Das Konzert dieser Band würde ich zuliebe meine(s/r) Partners/Partnerin besuchen:
Blind Guardian. Ich finde die Band gut, aber ich glaube, alleine würde ich nicht unbedingt hingehen. Aber sie ist großer Fan.

Unter der Dusche singe ich gerne diesen Song:
QueenWho Wants To Live Forever

Mein bestes besuchtes Konzert war:
– Puh, schwer. Vielleicht Accept in den 80ern zu Restless And Wild-Zeiten in der Markthalle Hamburg und U.D.O. mit der Accept-Setlist an gleicher Stelle vor ein paar Jahren. Und natürlich immer Judas Priest! 😉

Dies Konzert abseits von Rock/Metal habe ich besucht:
– So einige. Die letzten Jahre viel Post Punk wie Beastmilk, Then Comes Silence … usw.

Ein Konzert diese(r/s) Band/Künstlers brauche ich nicht noch einmal:
– Puh, gute Frage. Fällt mir gerade nix ein!

Stillstehen kann ich nicht bei einem Konzert von:
– Die Zeiten, wo ich vor der Bühne hart abgerockt habe, sind eigentlich vorbei, aber bei Slayer oder auch Exodus ging es/geht‘s immer gut. Auf der Bühne ist es da schon noch anders!

Auf einem perfekten Mix-Tape dürfen diese drei Songs nicht fehlen:
Judas PriestThe Sentinel
Iron MaidenPurgatory
Black SabbathThe Sign Of The Southern Cross
– Bonus: W.A.S.P.The Idol

Drei Alben, die ich mitnehme auf eine einsame Insel:
Judas PriestDefenders Of The Faith
Iron MaidenKillers
Black SabbathMob Rules
– Bonus: W.A.S.P.The Crimson Idol

Diesen Schlagersong gröle ich begeistert mit, wenn ich besoffen bin:
– Keinen! So viel Selbstachtung muss sein!

 

Ihr habt die bisherigen Folgen unserer Kurz Und Knackig Interviews verpasst? Kein Problem, hier könnt ihr sie jederzeit alle nachlesen.

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