David Hasselhoff: will die Metalszene aufmischen

Heavy Metal Bademeister Buchannon macht gemeinsame Sache mit den Österreichern CueStack

Der US-amerikanische Schauspieler und Sänger David Hasselhoff, der mit TV-Serien wie Baywatch und Knight Rider Fernsehgeschichte und mit der Wiedervereinigungshymne Looking For Freedom Popgeschichte schrieb, versucht sich aktuell in völlig fremden Betätigungsfeldern und lässt den beinharten Rocker raushängen. Man muss den mittlerweile 68-Jährigen nicht unbedingt mögen, jedoch hat er sich in seiner langen Karriere schon oft neu erfunden und das gelingt ihm jetzt im Alter auch noch. Volksmusik-Rocker Heino hat es vor einigen Jahren vorgemacht und hat ein Rockalbum veröffentlicht – jetzt legt The Hoff nach und veröffentlicht gemeinsam mit dem österreichischen Duo CueStack seinen allerersten Heavy Metal Song und umgibt sich anstatt mit sexy Badenixen mit düsteren Gestalten.

Hasselhoffs erster Gehversuch im Hartwurstsektor wird Through The Night heißen und soll bereits am 10. Dezember 2020 erscheinen. Auf YouTube gibt es bereits jetzt erste Behind The Scenes-Eindrücke zu sehen, in denen auch verraten wird, dass der Kontakt zwischen Martin Kames und Bernth Brodträger alias CueStack und dem Knight Rider bereits 2018 zustande kam. Seitdem traf man sich und nahm gemeinsam eine ganze Reihe von Demos auf, bis man dann im letzten Jahr Through The Night in Wien aufnahm und ein Musikvideo dazu drehte. Die CueStack Musiker outen sich dabei auch als eingefleischte Hoff-Fans, die nun unbedingt die harte Seite des alternden Bademeisters zeigen wollen.

Bevor Through The Night aber am 10. Dezember Premiere feiern kann, sind noch ein paar Spenden nötig. Um die kostspielige Produktion zu refinanzieren, haben die Österreicher eine Crowdfunding-Kampangne auf Kickstarter in Gang gebracht. Mit dem dort eingetragenen Ziel von 6.000 € soll das finale Editing des Videoclips und einer Making-Of-Doku finanziert werden. Um die gesamten Kosten des Projektes zu decken, müssten laut Band jedoch satte 40.000 € zusammenkommen.

„Wir, Cuestack, haben das ganze Projekt bis jetzt selbst finanziert, um zu vermeiden, jegliche künstlerische Freiheit aufzugeben, was Song und Video angeht. Die finale Mission: Den Schnitt des cineastischen Videos fertigstellen, das den Song begleitet. Mit einem begrenzten Budget und Zeitplan mussten wir das Video in lediglich einem Tag drehen. Das hieß, dass wir kleinere Versionen des Sets bauen mussten, als wir uns eigentlich vorgestellt hatten. Um diese dystopische Sci-Fi/Cyberpunk-Vision zu verwirklichen, ist jetzt ein enormer Post-Produktionsaufwand vonnöten, damit sich diese einfachen Sets cineastische, futuristische, lebende Welten verwandeln.“

Wer das einzig wahre Heavy Metal-Projekt unterstützen möchte, kann das hier tun und sich u.a. signiertes Merch des ehemaligen Heavy Metal-Bademeisters sichern.

Ganz überraschend kommt die Pop meets Metal Zusammenarbeit übrigens nicht daher, denn immer wieder kündigte Hasselhoff in früheren Interviews an, zukünftig alle Genregrenzen sprengen zu wollen. Ob in The Hoff wahrhaftig ein waschechter Metalhead schlummert, oder ob das Ganze nicht doch ein wohldurchdachter Schachzug ist, um den alternden Bademeister mal wieder in die Medien zu bringen, ist derzeit nicht bekannt. Letzteres liegt zumindest nahe, oder wie sonst soll man sonst die letztjährige Zusammenarbeit mit Jasmin „Blümchen“ Wagner einstufen? Auch darüber, ob Hasselhoff es dem deutschen Vorzeigevolksmusiker Heino gleichtut und im nächsten Jahr auf der Wacken Bühne zu sehen sein wird, kann derzeit nur spekuliert werden. In Zeiten von Corona muss man auf alles gefasst sein …

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