Mit In Sorrow’s Requiem haben Motus Tenebrae am 8. Mai 2026 ihr sechstes Studioalbum über das italienische Label My Kingdom Music veröffentlicht. Erhältlich ist das Album sowohl auf CD als auch als streng limitierte Vinyl-Edition in Schwarz und Gold, jeweils auf 100 Exemplare begrenzt.
Düsteres Comeback nach zehn Jahren
Nach beinahe einem Jahrzehnt melden sich die Italiener aus Pisa eindrucksvoll zurück. Das Trio um Andreas Das Cox (Bass), Daniel Cyranna (Gitarre) und Luis McFadden (Gitarre, Gesang) präsentiert eine atmosphärisch dichte Mischung aus Gothic Metal und Doom, die konsequent auf Melancholie, Schwere und emotionale Tiefe setzt. Statt auf übertriebene Dramatik, bauen Motus Tenebrae ihre Songs mit viel Geduld und Gespür für Stimmung auf.
Zwischen Gothic Metal und Doom
Bereits der Opener Endless Buildings verbindet Piano- und Violinenklänge mit schweren Gitarren und dunklen Harmonien. Dabei lassen sich durchaus Parallelen zu Genregrößen erkennen, ohne dass die Band ihre Eigenständigkeit verliert. Auch die folgenden Songs bleiben dieser Linie treu. Solitude überzeugt mit dezenten Streicherarrangements und markanten Basslinien, während The Dark Machine eine Nuance mehr Dynamik entwickelt. Desolate Place und Fragments setzen dagegen wieder stärker auf schleppende Rhythmen und dichte Atmosphäre.
Der Titeltrack In Sorrow’s Requiem gehört zu den stärksten Momenten des Albums. Ruhige Passagen und hymnische Refrains erzeugen eine intensive, beinahe sakrale Stimmung. Gleichzeitig bringen Songs wie Pulvere Sacro oder Love Damned Of Dead zusätzliche düstere Facetten ins Album. Mit End Begun endet das Album schließlich ebenso dunkel und getragen, wie es begonnen hat.
Atmosphärisch stark produziert
Überzeugend ist die Gesamtwirkung des Albums. Die Songs entfalten ihre Stärke weniger über einzelne Höhepunkte als vielmehr über die konsequent aufgebaute Atmosphäre. Die Produktion klingt druckvoll und klar, gleichzeitig aber angenehm warm und dicht. Vor allem die Gitarrenarbeit sorgt immer wieder für intensive, melancholische Momente, die sich durch das gesamte Album ziehen.
Hier! geht es für weitere Informationen zu Motus Tenebrae – In Sorrow’s Requiem in unserem Time For Metal Release-Kalender.



