”Ragnarök Festival vom 05.04.2013 – 06.04.2013!”

Bands: Abinchova, Agrypnie, Asenblut, Ava Inferi, Carpathian Forest, Darkest Era, Der Weg einer Freiheit, Dornenreich, Eïs, Eluveitie, Fjoergyn, Helrunar, Heretoir, In Vain, Maladie, Menhir, Nocte Obducta, Nothgard, Obscurity, Riger, Secrets of the Moon, Shining, Solefald, Under That Spell, Vreid

Location: Stadthalle Lichtenfels

Homepage: www.ragnaroek-festival.com

Datum: 05.04.2013 – 06.04.2013

Kosten: VVK: 42,50 € Eintritt, 7 € Camping, 12 € Schlafhalle

Veranstalter: Nemeton Event GmbH

Es gibt Veranstaltungen, da fährt man hin, weil man unbedingt die eine Band sehen möchte, die einen während der vielen Jahre auf Reisen durch das Land (und Umfeld) immer entgangen ist. Den Rest ignoriert man. Das Line-Up des Ragnarök Festival 2013 kann darüber nur müde lächeln.

Ich erinnere mich noch an die 2007er Ausgabe, als sei es gestern gewesen: Zusammen mit einem Kollegen, der mittlerweile in Mexiko sein Studium zu Ende führt und aller Wahrscheinlichkeit nach auch dort sein Leben verbringen möchte (Masochismus pur bei der Hitze…), hatten wir uns mehr oder weniger spontan dazu entschieden, das Festival zu besuchen. Damals, als Varg noch gut, Fjoergyn ein unbeschriebenes Blatt und Swallow The Sun noch nicht ihr Überalbum veröffentlicht hatten und ich noch nicht wusste, dass man mit knapp 400 Metalheads in einer Sporthalle pennen kann, ohne am nächsten Morgen Schlafentzug zu haben.

Mit weniger Haaren auf dem Kopf, aber mehr Haaren am Kopf folgt für mich dieses Jahr eine Wiederholungstat: Sechs Jahre später geht es wieder nach Lichtenfels, wieder in die äußerst empfehlenswerte Schlafhalle (wer bei dem Wetter zelten will – bitte…) und wieder in die Stadthalle, die den Eindruck macht, nur für dieses Festival gebaut worden zu sein. Gemäß dem Fall, dass sich nichts verändert hat, bietet die Stadthalle den Vorteil, dass man auf einer erhöhten Tribüne sitzen kann, falls man keine Lust hat, sich in die Massen zu stürzen. Die Sitzmöglichkeiten sind wohl nicht die bequemsten, aber angenehm genug, um Moonsorrow zu verpennen. Die kamen nämlich 2007 auf die Idee, ein 25-Minuten Lied zu spielen, von dem ich die ersten 30 Sekunden und den Endriff mitbekommen habe.

Kommen wir zurück zum müden Lächeln und dem Grund, warum ich wieder im April hin MUSS: Werft einen Blick auf die bestätigten Bands. Es gibt gute Line-Ups, es gibt sehr gute Line-Ups und es gibt das Ragnarök Festival 2013. Der schiere Wahnsinn. Da hat der Planer wirklich Geschmack bewiesen. Ich gehe einfach mal alphabetisch die Bands durch, die ich sehen möchte: Agrypnie, die Nebenband des Sängers Thorsten von Nocte Obducta, die zuletzt ein wirklich starkes Album veröffentlicht haben und auf dem Summer Breeze, abgesehen von den Ansagen, eine gute Show geliefert haben. Carpathian Forest. Zu der Band muss ich eigentlich nichts sagen oder? Lebende Legenden. Die Band, die mir in meiner „Sammlung“ noch fehlt. Vielleicht sogar mit dem einen oder anderen neuen Hit im Gepäck. Garantiert aber mit Vrangsinn an Bord, dem fettesten und nacktesten Bassisten, den es je gegeben hat. Unbedingt die Live-DVD aus dem Jahr 2004 zulegen, dann wisst ihr, warum man die Band live sehen MUSS. Dornenreich geht immer. Ebenso Eluveitie, die ich komischerweise schon 8000 Mal live gesehen habe, ohne mir speziell für diese Band eine Karte zu kaufen. Willkommenes Beiwerk eben. Fjoergyn, man möge ihnen das letzte Album verzeihen, dafür ist der Vorgänger ein Meisterwerk. Testen und kaufen! Helrunar fand ich beim letzten Begutachten wohl nicht so toll, aber die Musik ist einfach zu gut, um sie zu ignorieren. Der Frontmann von Heretoir hat sich letztens bei einem Fäulnis-Konzert rehabilitiert: Wirkte er auf dem ersten Album fast stümperhaft, war sein Livegesang überragend gut. Da kommt garantiert eine geile Show bei raus. Menhir ist ebenfalls Pflichtprogramm, bei Nocte Obducta habe ich Zweifel, ob das neue Studiomaterial live etwas taugt. Man darf gespannt sein. Riger haben sich hoffentlich nicht von Varg anstecken lassen, wenn nicht, ist die Show, wie immer, großartig. Shinings Frontmann Kvarforth ist übrigens mit dem Carpathian Forest-Frontmann Nattefrost befreundet, man darf bei beiden Auftritten gespannt sein, ob sich die beiden Jungs gegenseitig unterstützen. Aber selbst wenn nicht, Shining ist für mich eine DER Livebands überhaupt. Zu Vreid möchte ich an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten, das Review zum aktuellen Output ist noch in Arbeit! Lasst euch überraschen, ob das Album eine Fahrt zum Ragnarök wert ist oder nicht.

Fazit: Wer also auch nur ansatzweise meinen Geschmack teilt, weiß, dass er sich schleunigst eine Karte zulegen muss. Das wird vermutlich das beste Ragnarök Festival. Eine Bandauswahl, über jeden Zweifel erhaben nach dem Motto „No Filler – Just Killer“. Man sieht sich vor Ort!

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