S.O.R.M – Hellraiser (EP)

Hardrock aus Skandinavien funktioniert irgendwie immer

Artist: S.O.R.M

Herkunft: Schweden

Album: Hellraiser (EP)

Spiellänge: 21:30 Minuten

Genre: Hardrock

Release: 04.12.2020

Label: Noble Demon

Link: facebook.com/SORMsweden

Bandmitglieder:

Gesang, Leadgitarre – Micke Holm
Drums – Robin Wernebratt
Bass – Johan Östmann

Tracklist:

  1. Gypsy Queen
  2. Brick By Brick
  3. Hellraiser
  4. House Of The Rising Sun

Manchmal kommt man zu Reviews ja wie diese Maria zu ihrem ominösen Kind.

Eigentlich war ich auf der Suche nach der White Buffalo-Version von House Of The Rising Sun aus der Serie Sons Of Anarchy und bin dann zufällig auf S.O.R.M gestoßen. Die haben den Song nämlich auch gecovert und als Video veröffentlicht.
Weitaus doomiger und rockiger als die von mir gesuchte Version, erinnert mich das Ganze etwas an HIM. Nur ohne diese jammernden Vocalfetzen eines Ville Valo.
Und siehe da, die aktuelle EP Hellraiser des Schwedentrios liegt in unserem Promopool und ist bereit, rezensiert zu werden.

Der Anfang rockt dann auch gleich richtig knackig aus den Boxen. Reibeisen Micke Holm verleiht dem Hüftschwinger Gypsy Queen sofort einen rauchigen Touch und platziert den Song irgendwo zwischen straighten Monster Magnet, Deep Purple und Grand Magus.

Die Scheibe wurde 2018 schon einmal veröffentlicht, dann aber von der Band wieder vom Markt genommen und komplett neu eingespielt. Auf Spotify ist zum Vergleich auch noch die alte Version von Gypsy Queen zu finden. Natürlich klingt die Neuaufnahme deutlich fetter und kräftiger. Vom daher: Alles richtig gemacht.

Brick By Brick ist getragener und schwerer als der Opener und atmet ein bisschen Alice In Chains. Wirkliche Akzente kann der Song in seinen knapp viereinhalb Minuten aber nicht setzen.
Das sieht beim Titeltrack Hellraiser dann wieder etwas anders aus. Die Keyboards erinnern etwas an Ghost; ansonsten haben wir hier wieder charmanten Retro-Hardrock mit einem live (seufz..) wahrscheinlich extrem spaßigen OhOhOh-Part. Schönet Ding!

Der Letzte macht das Licht aus – und das ist diesem Fall eben das House Of The Rising Sun-Cover.

Kurzer Fakten-Overload:
Das Original von The Animals schlägt mit einer Länge von viereinhalb Minuten zu Buche. Kollege White Buffalo hat es etwas ausufern lassen und kommt auf knapp fünfeinhalb Minuten.

Wen haben wir denn da noch?

Ach ja, Five Finger Death Punch hatten keine Zeit und landen bei etwas mehr als vier Minuten. Walls Of Jericho ebenso.
Krokus: Vier Minuten und zweiundzwanzig Sekunden. Skinhead..äh.. Sinéad O’Connor kommt auch gerade so auf etwas mehr als fünf Minuten und Helge Schneider rumpelnervt sein I Am The House Of New Orleans in 3:42 runter.

S.O.R.M können darüber nur lachen und ziehen den Welthit mal eben so auf knapp neun Minuten.
Das Gute daran: Es wird nicht langweilig, es hat keine unnötigen Längen und bleibt durchgehend intensiv.
M.E.G.A.!

 

S.O.R.M – Hellraiser (EP)
Fazit
Die neu aufgenommene und wiederveröffentlichte EP Hellraiser des Schwedentrios lebt vor allem vom Opener und der grandiosen Coverversion von House Of The Rising Sun.
Die beiden anderen Songs sind ok bis gut, verblassen aber etwas gegenüber den restlichen 50%.
Dennoch möchte ich hier acht Punkte vergeben, schließlich weiß die andere Hälfte sehr zu überzeugen.

Anspieltipps: Gypsy Queen und House Of The Rising Sun
Andreas B.
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8
Punkte
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