Artist: Sober Truth
Herkunft: Siegburg, Deutschland
Album: Goddess
Genre: Progressive Rock/Metal, Groove Metal, Thrash Metal
Spiellänge: 39:26 Minuten
Release: 04.04.2025
Label: Taktart Records
Link: www.sober-truth.com
Bandmitglieder:
Gesang, Gitarre — Torsten Schramm
Bass – Jules Rockwell
Gitarre – Nils Spantig
Schlagzeug – Adrian Conzen
Tracklist:
- Who Am I
- Shining
- Pathfinder
- Forbidden
- Stunned
- Embryonic 1
- Embryonic 2
- Abyss
- The Origin
- Goddess
Nachdem die Siegburger Sober Truth vor fast vier Jahren mit Laissez Faire, Lucifer! [ lɛseˈfɛʀ, ˈluːsɪfə(r)!] in teuflische Verwirrungen gerieten, sind sie nun zurück, um der Göttin zu huldigen. Zumindest ist Goddess der Name ihres neuen Albums, welches am 04.04.2025 über Taktart Records als CD erscheint und am gleichen Tag in einer großen Releaseparty in der Groove Bar in Porz gefeiert wird. Wer kann, sollte diese Party nicht versäumen.
Wie bei Sober Truth fast üblich, hat sich in den letzten Jahren auch Bandtechnisch wieder einiges getan. Neben Mastermind und Tausendsassa Torsten Schramm ist nur noch Bass Goddess Jules Rockwell übriggeblieben. Neu dabei am Sechssaiter ist Nils Spantig und an den Kesseln Adrian Conzen. Man kann bei Sober Truth und ihrem neuen Album Goddess festhalten, dass auch der erneute Besetzungswechsel der Band nichts angetan hat. Torsten Schramm ist halt ein Urgestein in der Metal Undergroundszene und schafft es immer wieder, neue begeisterungsfähige junge Musiker dazu zu bewegen, bei Sober Truth einzusteigen. Das ist Sober Truth, also die nüchterne Wahrheit!
Who Am I, der erste Song auf dem aktuellen Album Goddess, wurde bereits Mitte letzten Jahres als Single veröffentlicht. „Who Am I ist eine Einladung, sich selbst zu finden und die eigene Identität zu erkunden. Lasst euch inspirieren, während die Band gemeinsam auf eine Reise durch ihre innersten Gedanken und Emotionen geht.“ So hieß es damals und so heißt es auch heute. Schaut euch doch einfach mal das Video zu Who Am I an.
Nicht nur der direkt darauffolgende Song Shining ist typisch für Sober Truth: „Das Ändern mit Leidenschaft Leben.“ Experimentierfreudig. Genreübergreifend. Unkonventionell: Eine kleine Auswahl jener Charakteristika, die den Sound von Sober Truth ausmachen. Sober Truth lassen sich nicht in eine Schublade stecken und stehen für einen einzigartigen Stil, der verschiedene musikalische Einflüsse aufgreift und gekonnt miteinander verbindet. Obwohl Sober Truth experimentierfreudig sind, hat die Band schon lange ihren Pfad gefunden, da sind Sober Truth richtige Pathfinder. Das ist der dritte Song auf dem Album und ebenso wie die bereits beiden erwähnten Songs eine Vorabsingleauskopplung.
Bei Sober Truth gibt es keine Verbote, was ihre musikalische Ausrichtung angeht, da ist solch ein Song wie Forbidden schon eine richtige Ansage. Das zieht sich wie eine rote Schnur auch durch dieses Album. Klar, man kann sich mit ihrer Mucke auch betäuben, wenn man möchte. Allerdings kann man Goddess betäubt (Stunned) nicht so wirklich genießen, wie es sein sollte. Also Augen bzw. Ohren auf und zieht euch die Doppelnummer Embryonic rein.
Trotz der wechselnden Bandbesetzungen haben Sober Truth aus meiner Sicht nie am Abgrund gestanden. Oder doch? Auf jeden Fall hat Mastermind Torsten Sober Truth immer wieder davor bewahrt, in den Abgrund zu stürzen. So hat es natürlich auch eine Berechtigung für Sober Truth, einen Song wie Abyss zu präsentieren.
Nach The Origin darf die Goddess ihre Saiten im Titelsong schwingen lassen. Dabei stellt sich Goddess als ein (schönes) rein instrumentales, zweiminütiges Outro heraus.