Carnal Forge – The Fractured Process (EP)

Neues Lebenszeicher der schwedischen Meldodic Thrash Deather. Ready To Burn!

Artist: Carnal Forge

Herkunft: Schweden

Album: The Fractured Process (EP)

Spiellänge: 10:49 Minuten

Genre: Thrash Metal, Melodischer Death Metal

Release: 07.03.2025

Label: ViciSolum Productions

Link: https://www.facebook.com/carnalforge

Bandmitglieder:

Gesang – Peter Tutill
Gitarre – Dino Medanhodzic
Gitarre – Petri Kuusisto
Bassgitarre – Lars Linden
Schlagzeug – Stefan Westerberg

Tracklist:

1. The Final Enemy
2. Fragment Of Sanity
3. Ready To Burn

Carnal Forge aus Schweden sind gefühlt auch schon immer dabei und vergleicht man sie mit anderen schwedischen Bands, muss man sagen, dass die Band, die sich im Jahre 1997 gründete und seitdem eigentlich immer dabei ist (bis auf drei Jahre), so gar nicht in die Region passt, musikalisch gesehen. Bis zum Jahre 2007 haute man sechs Alben heraus, aber dann wurde es ein wenig ruhig um die Combo. Sparsam beschenkte man die Fans. 2010 eine Single, 2014 eine Single und 2019 eine Single und dann Album Nummer sieben im selben Jahr namens Gun To Mouth Salvation. Und nun ist man mit einer neuen, drei Songs starken EP wieder da. Mal sehen, ob sie gekommen sind, um zu bleiben. Das wird die Zukunft mit sich bringen.

Los geht es mit The Final Enemy. Schauen und hören wir mal, ob Carnal Forge den Endgegner besiegen können. Zügig rattert ein melodisches und thrashiges Riff los und man wechselt gleich in einen melodischen Part, fügt ein Break ein und wiederholt den Anfang. So ballert man sich erst einmal durch das Universum, lässt dann die Gitarre vorweg spielen und knallt einen groovigen Death-Metal-Moment heraus, um ein melodisches Solo auf die Meute loszulassen. Kleine technische Spielchen, Break und wieder die thrashige Attacke. Der Groove und der melodische Part folgen, der dann heroisch ausgebaut wird. Sehr fett. Auch das anschließende Solo hat es absolut in sich. Jawohl. Gitarre wieder vorweg und dann ein langsamer und druckvoller Groovepart und fertig ist der Spaß und man schickt den Endgegner nach Hause. Mission erfolgreich erledigt, würde ich mal sagen. Der Song bleibt unter vier Minuten, wie alle Songs auf dieser EP und das ist auch gut so, denn so hat man das angenehme Gefühl, dass die Songs nicht unnötig in die Länge gezogen werden.

Bei Fragments Of Sanity zockelt die Gitarre los, ein thrashigs Riff und ein kleines melodisches Spielchen und ab dafür. Ein thrashiger Anfang, der druckvoll im Midtempo aus den Boxen knallt, wird dann mit einem Death-Metal-Part kombiniert. Ein Solo verdunkelt den Raum, eine kleine Melodie erklingt, wieder die thrashige Gitarre vorweg und man nimmt erneut Fahrt auf. Ja, das hat Hand und Fuß, auch wenn man diese Kombination nicht so oft hört. Dann kommt der melodische Teil inklusive Solo und Sprachgesangeinlage, die auch schon vorher auftauchte. Interessant, gar keine Frage, aber so ganz ist das Feuer bei mir noch nicht entfacht. Man kommt dann zum Ende und ich finde, der Endgegner hat noch Luft zum Atmen. Nach dreimaligem Durchhören entfacht sich der Song aber komischerweise besser bei mir.

Ready To Burn kommt mir da schon mehr entgegen, denn hier ist man ordentlich auf Krawall gebürstet und knüppelt sich ordentlich die Seele aus dem Leib. Straight forward Thrash Metal mit melodischem Unterton und feinen, aggressiven Shouts. Ja, das Ding ist absolut interessant und meins. Das Teil macht Laune. Selbst der groovige Moment ist Attacke – geil. Mit geilen Riffs versehen, brettern sie den Song herunter und nehmen keine Rücksicht auf ihre eigenen Gefühle und Gefangene werden eh nicht gemacht. Am Ende kommen dann noch eine absolut geile Melodie und ein schon fast hypnotischer Gitarrenpart. Kracher.

Drei neue Songs in knappen elf Minuten, die mich durchaus überzeugen können. Da kann man hoffen, dass die Burschen in dieser Richtung weitermachen. Ich tue es zumindest.

Carnal Forge – The Fractured Process (EP)
Fazit
Musikalisch hat sich bei den Schweden von Carnal Forge nichts geändert. Wer die Band bis dato geil fand, wird auch diese drei Songs mögen. Ihre schwedisch untypische Mischung aus melodischem Death Metal und Thrash Metal macht absolut Laune und man darf und kann nur hoffen, dass diese EP ein Vorgeschmack für das nächste Album ist, welches dann hoffentlich vor 2030 erscheint.

Anspieltipps: The Final Enemy und Ready To Burn
Michael E.
8
Leserbewertung0 Bewertungen
0
8
Punkte