Sulphur Aeon – Swallowed By The Ocean´s Tide

„Neu und trotzdem gut“

Artist: Sulphur Aeon

Herkunft: NRW, Deutschland

Album: Swallowed By The Ocean´s Tide

Spiellänge: 44:44 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 11.01.2013

Label: FDA Rekotz

Link: https://www.facebook.com/SulphurAeon

Bandmitglieder:

Gesang – M.
Gitarre, Bass – T.
Schlagzeug – D.

Tracklist:

  1. Cthulu Rites
  2. Incantation
  3. Inexorable Spirits
  4. The Devil´s Gorge
  5. Where Black Ships Sail
  6. Swallowed By The Ocean´s Tide
  7. Monolithic
  8. From The Stars To The Sea
  9. Those Who Dwell In Stellar Void
  10. Beneath.Below.Beyond.Above
  11. Zombi

Sulphur Aeon - Swallowed By The Ocean´s Tide

Sulphur Aeon dürften laut meiner Quellen bei mir “direkt um die Ecke” wohnen, auch wenn sich mein Wissen über ihren Wohnsitz nur auf „NRW“ bezieht. Wenn es also in nächster Zeit keine Reviews mehr von mir geben sollte, dann nur, weil die Band die Nähe genutzt hat, um sich für ein eventuelles schlechtes Review zu rächen.

Mit Angstschweiß und übertriebener Paranoia lausche ich also den Klängen der Quasi-Newcomer, die im Gründungsjahr eine Demo veröffentlicht und dann zwei Jahre später eine EP nachgeschoben haben. Beim Verfassen dieser Zeilen ist ihre Platte seit 17 Stunden käuflich zu erwerben und, um die Bombe platzen zu lassen: Es lohnt sich, zuzugreifen! Das sage ich jetzt nicht nur, weil ich noch ein paar Jahre auf diesem Planeten geplant habe 😉
Sulphur Aeon haben sich im Gegensatz zu vielen anderen neueren Metalbands nicht dazu entschieden, Konservenmist mit Plastiksound zu produzieren, wofür meine Ohren an dieser Stelle danken möchten. Viel mehr setzt man auf Atmosphäre, die man durch extrem halligen Sound auch erzeugt. Grandioser Weise gesellt sich zu der klugen Entscheidung auch kluges Songwriting, das unter anderem dazu führt, dass die Lieder, so wie es eigentlich immer auf einem Album sein sollte, oft ineinander übergehen, aber immer eine sinnvolle Fortführung des Vorhergegangenen zu sein scheinen.

Fazit: Das Album ist für mich der erste Hoffnungsträger des Jahres, dass es auch in ein paar Jahren noch ordentlichen Metal geben wird, fernab der ganzen We Butter The Bread With Butter und Konsorten-Peinlichkeiten, weit weg vom ewig gleichen Liedaufbau und gezieltem Erschließen von neuen Käuferschichten.Swallowed By The Ocean´s Tide ist definitiv keine leichte Kost, Fast Food-Fanatiker sollten besser auf die nächste "wasweißich-Core"-Scheibe warten und keinen Gedanken daran verschwenden, wieso man solche Musik produzieren sollte. Death und auch Black Metal-Fans werden ihre Freude haben. Jungs, hoffentlich gibt’s euch demnächst live zu sehen! Anspieltipps: Incantation, Zombi
Gordon E.
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