Tony Martin: reformiert The Alliance nach über 30 Jahren

Hardrock Band hat über 30 teils unveröffentlichte Songs in petto

Anthony Philip Harford alias Tony Martin (ex-Black Sabbath, ex-Candlemass, ex-Blue Murder, ex-Cozy Powell`s Hammer …) war schon immer für Überraschungen gut und eine solche hat der charismatische Brite nun auch wieder in der Hinterhand.

Einen Namen machte Tony Martin sich natürlich als ehemaliger Sänger bei den Birminghamer Doom Metal Helden Black Sabbath, wo er von 1987 bis 1991 und von 1992 bis 1997 die Studioalben The Eternal Idol, Headless Cross, Tyr, Cross Purposes und Forbidden stimmlich veredelte. Doch natürlich war und ist der mittlerweile 63-Jährige vor und nach Black Sabbath immer in einer ganzen Reihe von Bands aktiv gewesen, darunter auch Bailey`s Comet, Empire, Tobruk, Rondinelli, The Cage, M3 und auch The Alliance.

The Alliance war eine britische Hardrock Band der 1980er-Jahre aus Birmingham, deren erste Besetzung wohl aus Tony Martin (Vocals), Ace Kefford (Bass) und Barry Scrannage (Drums) bestand. Später stießen Adrian Dawson (Guitars), Tim Kelly (Bass), Mitch Archer (Drums) und Eddie George (Keyboards) zur Band, doch die Zusammenhänge lassen sich nur sehr schwer recherchieren. Mitte der 1980er-Jahre stand der Band die eine oder andere Tür offen, so bekamen sie die Chance, drei Songs (Strangers, Trying To Forget, No Broken Hearts) für Tommy Vances BBC-Radioshow Friday Rock Show aufzunehmen. In Folge unterschrieb die Band einen Vertrag mit Warner Bros Records und nahm weitere Songs als Demo-Version auf, doch bevor der Stein richtig ins Rollen kam, verließen die Ratten das sinkende Schiff, bis nur noch Tony Martin die The Alliance-Flagge hoch hielt. Ex-Whitesnake Gitarrist Bernie Marsden wollte Martin damals für seine Band Alaska gewinnen, doch Tony Martin hielt noch an The Alliance fest. Mit Mischa Calvin kam ein neuer talentierter Gitarrist in die Band, doch so richtig kam man nicht mehr in Gang, bis Tony Martin 1987 die Band auflöste, einige Demo-Songs mit Tobruk aufnahm und dann zu Black Sabbath ging, um Ozzy Osbourne zu ersetzen.

Es heißt, dass sich The Alliance später noch einmal zusammentun wollten und sich an den ursprünglichen Judas Priest Sänger Al Atkins für den Sängerposten wandten, doch wenn dem tatsächlich so ist, so ist es bei dem Versuch geblieben. Erst 1993 sollten es einige The Alliance Songs auf ein Album schaffen, denn Gitarrist Mischa Calvin veröffentliche via Vienna Records das Album Evolution. Als Musiker wurden Tony Martin (Vocals), Ian Parry (Vocals), Mischa Calvin (Guitars), Steve Dunning (Bass), Martin Lister (Keyboards) und Pete Barnacle (Drums) aufgeführt. Offenbar hatte Calvin die Gitarrenparts der alten Demos gelöscht, seine eigenen aufgenommen und das Ganze als Mischa Calvin veröffentlicht.

Tracklist Evolution:

01. Strangers (Vocals by Tony Martin)
02. Ready Or Not (Vocals by Tony Martin)
03. Put A Little Faith In Me (Vocals by Tony Martin)
04. Valhalla (Instrumental)
05. Reaper (Vocals by Tony Martin)
06. Don’t Let Go (Vocals by Ian Parry)
07. Can’t Hold Me (Vocals by Ian Parry)
08. Evolution (Instrumental)
09. Here I Am (Vocals by Tony Martin)
10. Heaven Only Knows (Vocals by Ian Parry)

Das Album wurde 2001 via Panoramic Music und 2004 via Majestic Rock mit Bonusmaterial wiederveröffentlicht.

Nun, nach fast 35 Jahren Pause, melden sich The Alliance zurück, wie Tony Martin via Facebook und Twitter bekannt gab. Passend dazu wurde ein Foto der wiedervereinten Band präsentiert.

Demnach hat man bereits 35 alte, größtenteils unveröffentlichte Songs wieder ausgegraben, welche Material für drei Albumveröffentlichungen hergeben würden. Tony Martin dazu: „Its really exciting to be doing this .. the virus has thrown some challenges down but it’s still working. We have discovered potentially 35 songs, which could mean three albums worth of material, mostly previously un released so it only depends on getting them all into a state that we can present them. Apart from that it’s all good.! 🙂 Rock on!!“ Man darf gespannt sein, was da kommt.

Weitere Beiträge
Generation Steel: geben Albumdetails bekannt