Düsseldorf singt: „RACKA TACKA – MASAFACKA“

Band: Van Canto

Vorbands: Orden Ogan & In Legend

Location: Zakk, Düsseldorf

Zugelassen bis zu: 800 Stehplätze

Homepage: http://www.zakk.de/

Datum: 08.01.2012

Einlass: 19:00 Uhr / Konzertbeginn: 20:00 Uhr

Kosten: VVK: 20 € zzgl. Gebühren; AK: Ausverkauft!

Besucher: Ausverkauft!

Veranstalter: Convert Team NRW (http://www.convertteam.de)

Setlisten:

In Legend
Orden Ogan
Van Canto
  1. Heya
  2. Prestinate
  3. Elekbö
  4. Universe
  5. Pandemonium
  6. Starlight
  7. Soul Apart
  8. The Healer
  9. Vortex
  1. To New Shore Of Sadness
  2. The Lords Of The Flies
  3. This World Of Ice
  4. Cold, Dead & Gone
  5. We Are Pirates
  6. Angels War
  1. Intro
  2. Wishmaster (Nightwish Cover)
  3. Neuer Wind
  4. Rebellion (The Clans Are Marching) (Grave Digger Cover)
  5. One To Ten
  6. Last Night Of The Kings
  7. Black Wings Of Hate (Fading Starlight Cover)
  8. Lost Forever
  9. Primo Victoria (Sabaton Cover)
  10. Water. Fire. Heaven. Earth
  11. The Bard’s Song – In The Forest (Blind Guardian Cover)
  12. To Sing A Metal Song
  13. The Mission/ Master Of Puppets – Medley (Metallica Cover)

Zugabe:

  1. Fear Of The Dark (Iron Maiden Cover)
  2. Master Of The Wind (Manowar Cover)

Für uns steht heute das erste Konzert des Jahres 2012 an – und was gibt es zu sehen? Van Canto im Düsseldorfer Zakk. Einlass ist bereits um 19 Uhr, Konzertbeginn ist – so heißt es u.a. auf der Seite des Zakk – um 20 Uhr. So machen sich CyR4S und Piety also um 19 Uhr los, denn der Weg nach Düsseldorf ist für uns nicht allzu weit. Da wir ja etwas „später“ kommen, befürchten wir schon, keinen Parkplatz mehr zu bekommen, doch um das Zakk herum gibt es allerhand Parkmöglichkeiten und so bekommen wir für unser Auto ein Plätzchen in etwa zwei Minuten Entfernung zur Location.

Noch bevor wir vor die Türen des Zakk kommen, werden wir von mehreren Leuten angesprochen, ob wir noch Karten über hätten, das bedeutet also, dass das heutige Konzert ausverkauft sein muss. Wir sind gespannt, wie voll es sein wird. Der Einlass geht ziemlich fix und alle, die an diesem Abend im Zakk arbeiten, wirken gut gelaunt. Da der Eingangsbereich recht überschaubar ist, sehen wir, dass die Konzerthalle recht voll ist – also noch schnell die Toiletten besucht und ab ins Gedränge!

Während wir eintrudeln und uns einen guten Platz suchen, ist die erste Vorband, In Legend, schon mitten in ihrer Show. In Legend ist vielleicht nicht allen ein Begriff, daher hier eine kurze Erklärung: bei der Band handelt es sich um ein 2010 gegründetes „Piano Metal-Projekt“ von Bastian Emig, dem Schlagzeuger von Van Canto. Bastian Emig, der bei Van Canto eher weniger durch den Gesang auffällt sondern vor allem durch sein gutes Drumming, überzeugt bei In Legend durch seine ausgezeichnete Stimme und ein raffiniertes Pianospiel. Das Gespielte ist so überzeugend, dass wir es sehr bereuen, nicht noch eher gekommen zu sein, um alles mitzubekommen. Es ist schon etwas Besonderes, eine Band zu sehen, die ohne Gitarre auskommt und nur mit Bass, Keytar, Schlagzeug und Piano auf der Bühne steht und das Publikum so in ihren Bann zieht. Nach dem Auftritt ertönen noch einige In Legend-Rufe, die verdeutlichen, wie gut das Projekt bei den Leuten angekommen ist.

Es folgt eine kurze Umbaupause und CyR4S und Piety bewegen sich weiter nach vorn, um eine bessere Sicht auf die zweite Vorband, Orden Ogan, zu erhaschen. Die Arnsberger Band gibt es mittlerweile seit 16 Jahren und wir sind gespannt, wie ihre heutige Show sein wird. Nach Gesprächen mit mehreren Leuten aus dem Publikum wird uns klar, dass sich viele der Anwesenden sehr auf Orden Ogan freuen. Als die Band dann schließlich die Bühne betritt, ist die Stimmung super. Auch Orden Ogan bestechen durch viel Witz und gute Laune.

Nach dem zweiten Lied fordert Sänger und Gitarrist Sebastian Levermann das Publikum auf, die Begrüßung „Hallo Publikum!“ lautstark mit „Fuck you Pussy!“ zu erwidern. Was hier ein wenig gemein klingt, ist einfach nur sehr witzig gemeint. Sebastian Levermann begründet das Ganze damit, dass Orden Ogan generell immer die softeste Band bei jedem Line Up sei – sozusagen die „Pussies“. Der dritte Song wird als der härteste Song, den Orden Ogan je geschrieben haben, angekündigt. Wahnsinnig hart ist dieser zwar nicht, doch im Vergleich zu anderen Songs der Band durchaus nicht schlecht. Beim darauf folgenden Song, Cold, Dead & Gone, wird das Publikum wieder zum Mitmachen aufgefordert – den Part „And so we are…“ sollen die Anwesenden mit „cold, dead and gone“ erwidern. Noch bevor der Song beginnt, wird dies geübt, jedoch anscheinend nicht so überzeugend, sodass Sebastian Levermann beschließt, dass hier nur eine verzerrte E-Gitarre noch helfen kann. Und diese hilft wirklich – die Rufe sind nach Auskunft des Sängers zwar nicht so laut wie die des Augsburger Publikums, können sich aber immerhin sehen lassen. Als schließlich We Are Pirates angestimmt wird, ist die anfängliche Schüchternheit vergessen und das Publikum (inkl. CyR4S) rastet vollkommen aus. Die Stimmung könnte besser nicht sein: es wird geheadbangt und lauthals mitgesungen. Mit dem sechsten Song folgt auch schon das letzte Stück des heutigen Auftritts von Orden Ogan. Auch diesmal sollen die Zuschauer aktiv werden, jedoch nicht durch Gesang, sondern durch das Zücken ihrer Kameras – jeder, der ein Handy oder eine Kamera mit Videofunktion hat, ist aufgefordert, den nächsten Song, Angels War, aufzunehmen und auf Youtube hochzuladen. Viele folgen dieser Aufforderung und so natürlich auch wir von , das Ergebnis sehr ihr hier:

 

Orden OganAngels War

Wirklich schade, dass die Band nach nur sechs Liedern die Bühne verlässt, denn Stimmung haben sie gemacht und Material für ein paar mehr Songs wäre auch vorhanden gewesen.

Es folgt eine 30minütige Umbaupause, wo sich Piety schon fragt, wofür, da Van Canto doch nur ihre Mikrofone und das Schlagzeug, welches bereits auf der Bühne steht, brauchen. Immer wieder ertönen „Rakataka – Motherfucker“-Rufe und als die Band schließlich die Bühne betritt, steigert sich die zuvor schon grandiose Stimmung ins Unermessliche. Zur Aufwärmung startet die Metal A Capella-Band mit The Seller of Souls, was vom Nightwish-Cover Whishmaster gefolgt wird. Da der Text dieses Klassikers allen bekannt ist, wird viel mitgesungen. Mit dem dritten Lied, Neuer Wind, folgt das erste und einzige deutschsprachige Lied des Abends. Eine ganz klare Abwechslung, die aber durchaus passend ist und begeistert.

Mit Rebellion steht das nächste Cover auf der Setlist von Van Canto. Hierbei handelt es sich um ein Cover der deutschen Band Grave Digger, das in der A Capella-Version unserer Meinung nach sogar bedeutend besser als das Original klingt. Mit One to Ten und dem darauf folgenden Last Night of the Kings bringen Van Canto zwei weitere Stück eigener Produktion, welche das Publikum genauso mitreißen wie es die Cover tun. Zur Halbzeit steht Lost Forever als Höhepunkt an. Wir hätten es kaum für möglich gehalten, dass noch eine weitere Steigerung der Stimmung möglich sein könnte, doch so ist es. Lost Forever ist ebenfalls eine eigene Komposition von Van Canto und definitiv das überzeugendste Stück des Abends.

Der neunte Song, Primo Victoria (Sabaton-Cover), bringt unsere beiden direkten Publikumsnachbarn zur Extase. So reißt sich der Eine sein Sabaton-Shirt vom Leib, schwingt sich auf die Schultern seines Kumpels und so rennen sie gemeinsam zum Bereich vor der Bühne und feiern, was das Zeug hält. Die Feierlaune der beiden und die des restlichen Publikums ist wirklich schön anzusehen.

Bevor das nächste Cover folgt, kommt wieder ein eigener Song. Water. Fire. Heaven. Earth kann, wie alle Stücke zuvor, erneut überzeugen. Doch er ist nichts im Vergleich zum folgenden Blind Guardian-Coversong The Bard’s Song – In the Forest. Für diesen Song ist Düsseldorf ganz klar der richtige Ort und das wissen auch Van Canto. So stehen bereits Mikrofone auf der Bühne, die den Gesang des Publikums aufnehmen sollen. Zur Ankündigung des Stückes teilt die Band mit, dass bereits das gesamte Konzert aufgezeichnet wurde – dies stärkt noch einmal die die Gesangskraft des Publikums und so haben Van Canto bei The Bard’s Song – In the Forest nicht viel zu tun, da die Besucher des Abends das ganze Lied auswendig kennen. Mit noch zwei weiteren Liedern kommt der Auftritt der Metal A Capella-Band zum Abschluss, doch natürlich gibt es noch zwei Zugaben.

Als erste Zugabe wird das Iron Maiden-Cover Fear of the Dark gespielt, wobei die eigentliche Überraschung erst nach dem Intro des Songs folgt. Alle Musiker der Vorbands kommen auf die Bühne, um Van Canto zu unterstützen. So haben zwar alle ihre Instrumente (bzw. Drumsticks) dabei, doch spielen sie das Lied in einer Art „Trockenübung“ (unverstärkt) mit. Egal ob man diese Unterstützung nun hört oder nicht: das Publikum tobt, was Philip Schunke, den Lead-Sänger von Van Canto, zu einer Runde Crowdsurfen animiert.

Mit Master of the Wind (Manowar-Cover) folgt das letzte und ruhigste Lied des Abends. Diesmal treten die Sänger zurück und überlassen dem Drumer Bastian Emig am Piano die melodische Liedführung.

Fazit: Wir haben lange nicht mehr einen so ausgelassenen Konzertabend wie diesen erlebt. Das Publikum war super gelaunt und so waren es auch alle Bands. Aber nicht nur die Laune war gut, sondern auch die Leistung von In Legend, Orden Ogan und natürlich Van Canto – alle haben ihr Bestes gegeben und die Tour an diesem Abend zu einem krönenden Abschluss gebracht.

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