„Cross Ain’t Over“

Artist: Wulfpäck

Herkunft: Coburg /Deutschland

Album: War Ain’t Over

Genre: Thrash Metal, Crossover

Spiellänge: 32:45 Minuten

Release: 31.08.2018

Label: Violent Creek Records / Soulfood

Link: https://www.facebook.com/WulfpackBand/photos/a.286183658125737/1902485216495565/?type=1&theater

Bandmitglieder:

Gitarre, Gesang- Justin Entwistle
Gitarre – Dennis Rušnjak
Schlagzeug – Janis Reichert

Tracklist:

01. Mr. Shitface
02. Toxic Assault
03. Buried In The Pit
04. Cannabusiness
05. Slaughter The Police
06. War Ain’t Over!
07. Pork
08. Disastrous Invasion
09. Cuntspiracy
10. Glorycide

Bayern scheint ja ein unheimlich reiches Land an ausgesprochen guten Thrashern verschiedener Coleur zu sein. Gerade erst die Scheibe der Oldschool Thrasher von Hateful Agony aus dem Player geholt und das Review fertig geschrieben, halte ich die Scheibe von Wulfpäck aus Coburg (Bayern) in der Hand. Es sind tatsächlich dann auch noch Labelkollegen jener erwähnten Hateful Agony. Im Gegensatz zu diesen, die eher dem Oldschool Thrash frönen, ist die Mucke von Wulfpäck doch eher am Crossover Thrash Metal orientiert. Skater Thrash sozusagen.
Ihr erstes Album mit dem Titel War Ain’t Over habe sie Ende August dieses Jahres bei Violent Creek Records auf CD heraus gebracht. Leider scheint es bisher keine Vinylausgabe dazu zu geben. Jedenfalls konnte ich keinen Hinweis darauf finden. Jungs, da müsst ihr aber noch nachschieben!

Wulfpäck existieren seit 2013. Dem Album vorausgegangen ist das Demo Enter The Pack (2013) und eine EP mit dem Titel Pork (2014). Bereits 2016 ging die Band ins Studio um War Ain’t Over! einzuspielen. Ursprünglich sollte War Ain’t Over! eine 5 Track EP werden. In diesen Zeitraum fällt der Split des ursprünglichen Quartetts. Zwei Bandmitglieder verließen Wulfpäck. Drummer Janis Reichert kam neu dazu. Es blieb beim Trio und aus der geplanten EP wurde dann durch die Hinzunahme von fünf weiteren Tracks das Album War Ain’t Over! Als Gastsänger haben die Jungs noch Lorenz Kandolf von den Labelkollegen Traitor dabei. Wobei dieses Album gerade einmal knappe dreißig Minuten lang und damit recht kurz ist. Da hatte ich schon offiziell betitelte EPs, die dann doch wesentlich längere Spieldauer hatten.

Nun gut, das ist auch schon fast das Einzige, was man dem Longplayer hier ankreiden kann, dass er eben zu short ist. Ein weiteres Minus ist, dass der letzte Song Glorycide ein fast balladenmäßiger Song ist, in dem zu allem Überfluss Sänger Justin Entwistle noch clean singt. Da gefallen mir persönlich seine Shouts doch wesentlich besser. Ich will jetzt nicht sagen, dass Justin schlecht singt. Nein, weiß Gott nicht. Aber das passt für mich einfach nicht zu dieser Mucke! Bis auf diese beiden Punkte ist War Ain’t Over! eine richtig geile Scheibe.

Bereits der Opener Mr. Shitface fängt gleich rotzig und richtig groovend an. Dabei hat er noch das richtige Tempo. Die Shouts hauen bei Shitface richtig in die Fresse. Moshpit ist angesagt. Geiles Riffing. Ein wenig empfinde ich mich an Municipal Waste erinnert, die ich erst vor zwei Monaten live gesehen habe.

Bei Toxic Assault darf Drummer Janis Reichert zeigen, was er drauf hat. Dazu groovt es richtig gut. Das Tempo ist recht hoch und der Song endet genau so, wie er enden muss: plötzlich und unverhofft.

Knackig punkig groovend geht es mit Buried In The Pit weiter. Da dreht sich natürlich das Pit unaufhörlich. Bei dem Tempo, den der Song entwickelt, wird es einem wahrlich schwindelig.

Cannabusines hämmert nur so auf einen ein. Tolle Gitarrenläufe und das wirklich geniale Shouting von Sänger Justin. Wirklich eine geile Nummer.

Slaughter The Police ist für mich high class Crossover Thrash. Da kommt man schon alleine vom Mithören vollkommen außer Atem.

Der Titelsong War Ain’t Over! schließt sich dem vorangegangen Song an und steht dem in nichts nach. Die Gitarren schwirren wie Hummeln. Man, müssen Konzerte dieser Band schweißtreibend sein.

Pork hat ein schweres Intro und die Gitarren verhallen einige Zeit in dieser Schwerniss, während die Drums im Hintergrund schon abgehen. Die lassen sich natürlich nicht bitten und ziehen mit den Drums gemeinsam ab. Dem will natürlich Justin in nichts nachstehen. Shouts wie Nadelstiche.

Disastrous Invasion ist so ein Song, wie vorhin schon Toxic Assault. Geknüppel ohne Ende und tolle Groove Passagen dabei.

Bei Cuntspiracy sind die Hummeln zurück und schwirren unaufhörlich. Bei dem Song passt wirklich alles.

Der Rausschmeißer Glorycide ist dann wirklich eine Ballade mit Cleangesang. Jungs, was soll das? Da muss ich mir nach neun geilen Tracks doch als Balladenhasser diesen Song am Ende noch wirklich reinziehen. Der ist mit fast sechs Minuten auch noch der längste Song der Platte. Gut, dass er nach ca. zwei Minuten keine Ballade mehr ist, denn er gewinnt an Fahrt und Justin probiert es wieder mit Shouts. Gegen Ende wird er dann doch noch ein richtiger Crossover Thrasher. Also doch noch versöhnlich für mich. Jungs, da habt ihr mich wieder zurückgewonnen.

Wulfpäck – War Ain’t Over!
Fazit: War Ain’t Over! ist ein mehr als ordentliches Erstlingswerk der bayerischen Thrasher Wulfpäck. Da kracht und groovt es ganz ordentlich. Die unverkennbaren Crossover Einflüsse geben diesem Thrash die entsprechende Würze. Allen Fans, die einen etwas moderneren Thrash mögen, dürfte War Ain’t Over! gefallen. Das Album ist insgesamt eine runde Sache. Einziger Makel ist die Kürze der Scheibe und die ersten zwei Minuten im letzten Song. Trotzdem insgesamt ein sehr erfreuliches Werk.

Anspieltipps: Toxic Assault, Buried In The Pit, Disastrous Invasion
Juergen S.8.1
8.1Gesamtwertung
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