Abinchova – Weltenwanderer

“Eine einzige Melodie, die das Album trägt!“

Artist: Abinchova

Herkunft: Lucerne, Schweiz

Album: Weltenwanderer

Spiellänge: 52:31 Minuten

Genre: Melodic Death Metal

Release: 30.03.2018

Label: Massacre Records

Link: http://abinchova.blogspot.de/p/band.html

Bandmitglieder:

Gesang – Arnaud
Gitarre und Violine – Nora
Gitarre – Michi
Bass – Wigi
Keyboard – Particia
Schlagzeug – Mischa

 

Tracklist:

  1. Präludium
  2. Weltenwanderer
  3. Lichtfänger
  4. Schatzhüter
  5. Eulenmann
  6. Gewässerdieb
  7. Nachtlied
  8. Gestaltenwandler
  9. Liedermacher
  10. Pestwind
  11. Tannkönig
  12. Adlermädchen
  13. Sennenpuppe

Die seit 2009 existierende Schweizer Melodic Death Band Abinchova bringt mit Weltenwanderer ihr nun schon drittes Album auf den Markt. Nach dem auf Schweizerdeutsch eingesungenen Intro Präludium, welches neben der etwas befremdlichen Tonlage des Sängers Arnaud auch eine schöne Melodie mitführt, startet Weltenwanderer, der Song, der dem Album seinen Namen gibt. In diesem Song schaffen es Abinchova, eine sehr gelungene Kombination aus brutal und melodisch zu treffen. Die beißenden Vocals des Sängers werden durch die in dem Refrain erscheinende Violine ausgeglichen und lassen den Song nicht zu brutal werden. Durch diesen Mix wird dieser Song zu einem mitreißenden Werk, der sich als Albumstarter gut sehen lassen kann. Einen schönen Abschluss des Liedes bildet der kurze Gesangspart der Geigenspielerin Nora, welche mit schöner Stimme das Lied ausklingen lässt. Der Song Lichtfänger wird im Refrain von dieser Stimme unterstützt, weshalb er sich dann doch noch von dem vorherigen unterscheiden lässt. Die sonstige Melodie des Liedes sowie die Vocals des Sängers wirken recht ähnlich, was diesen Track in keinem guten Licht dastehen lässt.

Schatzhüter ist ein Song, der aufgrund seines eingängigen Refrains zu einem wahren Ohrwurm wird. Auch hier ist das Zusammenspiel aus der brutalen Gitarre und der ruhigen Violine extrem gut gelungen, ein erkennbarer Unterschied zu den vorherigen Melodien ist jedoch wieder nicht rauszuhören. Doch das Fazit, welches aus diesen ersten vier Liedern zu schließen ist, lässt sich leider auch auf den ganzen Rest des Albums beziehen. Ja, Abinchova haben sehr schöne und technisch alles andere als schlechte Melodien, doch da fast jedes Lied wie das vorherige klingt, wirken starke Songs wie zum Beispiel Gestaltenwanderer oder Sennenpuppe eintönig und als nicht wirklich besonders. Würde man die Tracks einzeln hören, hätte das einen ganz anderen Effekt auf den Hörer.

Fazit: Weltenwanderer ist vollgepackt mit guten Liedern - allerdings gleicht eines dem anderen, sodass man schon fast meinen könnte, es wäre alles ein und dasselbe Lied. Mehr Abwechslung würde dem Album und der Band gut tun. Davon abgesehen ist der Mix aus hart und melodisch sehr gut gelungen, weshalb das Album trotzdem nicht abzuschreiben ist.

Anspielungstipps: Gestaltenwanderer, Eulenmann
Manuel B.
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