Captain Black Beard – Sonic Forces

AOR made in Sweden

Artist: Captain Black Beard

Herkunft: Stockholm, Schweden

Album: Sonic Forces

Spiellänge: 42:43 Minuten

Genre: AOR, Melodic Rock

Release: 15.05.2020

Label: AOR Heaven

Links: https://www.captainblackbeard.net/
https://de-de.facebook.com/CaptainBlackBeardBand/

Bandmitglieder:

Gesang – Martin Holsner
Gitarre – Christian Ek
Bassgitarre – Robert Majd
Schlagzeug – Vinnie Stromberg

Tracklist:

  1. Headlights
  2. Lights & Shadows
  3. Disco Volante
  4. Tonight
  5. Sonic Forces
  6. Time To Deliver
  7. Midnight Cruiser
  8. Young Hearts
  9. Gotham City
  10. Emptiness

Captain Black Beard spielten ihr erstes Konzert am 31.10.2009 und veröffentlichten ihr selbst betiteltes Debütalbum im Mai 2011. Nach Shows in Amerika und Großbritannien arbeitete die Band den Großteil des Jahres 2013 am Zweitwerk Before Plastic, welches 2014 erschien und mit Bruce Kulick (Kiss, Grand Funk Railroad) einen bemerkenswerten Gast aufweisen konnte. Im Februar 2015 ging es zunächst mit Produzent Chips Kiesbye (Hellacopters, Bonafide) ins Studio und später mit Joe Lynn Turner sowie auch mit Robin Beck und House Of Lords auf Tour in Skandinavien. Im März 2016 erblickte It’s A Mouthful das Licht der Welt und erneut ging es für die Schweden als Support von Joe Lynn Turner auf die Straße. Ende 2016 trennten sich die Wege der Band und Sängerin Sakaria Björklund freundschaftlich. 2017 gingen Captain Black Beard mit Jona Tee (Keyboarder von H.E.a.T) ins Studio und im April erschien Struck By Lightning. Es folgte eine kurze Tour mit Linnea Vikström (Therion) als „Aushilfssängerin“. Anfang 2019 schloss sich Sänger Martin Holsner der Formation an und es folgte eine Co-Headliner-Tour mit Osukaru durch Deutschland. Die Arbeiten am neuen Album begannen. Dieses Mal mit Produzent Dave Dalone (Gitarrist von H.e.a.t.). Im Anschluss an eine Tour als Support von Geoff Tate Anfang des Jahres, veröffentlichen Captain Black Beard nun ihr neues Werk Sonic Force, welches in den Yardstreet Studios in Stockholm, Schweden, aufgenommen wurde.

Also eine gewisse Nähe zu H.E.a.T lässt sich bereits ohne einen Ton des neuen Werkes von Captain Black Beard ableiten. Zum Einstieg gibt es Headlights, eine solide melodische Rocknummer, welche irgendwo zwischen Night Flight Orchestra und H.E.a.T einzuordnen ist. Klassischer Stadionrock der 80er Jahre aus Schweden. Lights & Shadows macht genauso weiter, der Refrain ist recht rund und poppig. Disco Volante kommt anfänglich etwas stärker von den Gitarren rüber, mit dem Gesang wird es ein eingängiger runder Track. Tonight erinnert mich an Oh Sherrie von Steve Perry aus den 80ern. Es wird also schnulziger. Der Titeltrack ist wieder flotter, könnte auch auf einem NFO Album platziert sein, also irgendwo zwischen Disco Fox und Stadionrock. Time To Deliver kommt deutlich zackiger aus den Boxen vs. den beiden Vorgängern und bietet melodischen Rock. Midnight Cruiser schließt sich mehr oder weniger Time To Deliver an und könnte wohl die Nummer mit dem höchsten Tempo auf dem Werk sein. Wem die beiden Tracks zu hart waren, wird mit Young Hearts wieder eingefangen. Stadionrock der 80er in Reinkultur, melodisch und rund. Gotham City knüpft an seinen Vorgänger an, nicht ganz so rund wie Young Hearts, gut hörbar, aber nichts, was einem im Ohr hängen bleibt. Zum Abschluss ca. sechs Minuten Emptiness. Einen Raketenstart gibt es zum Einstieg, aber nicht unbedingt musikalisch, sondern als Einspielung. Es geht nochmals zum Disco Fox, gemixt mit Stadionrock, welcher mehr oder weniger das gesamte Werk beherrscht. Mir ist der Song in vielen Passagen zu schnulzig und soft.

Captain Black Beard – Sonic Forces
Fazit
Wem H.E.a.T. zu hart sind und die letzte Scheibe von NFO zu viel Disco beinhaltet, könnte mit Captain Black Beard glücklich werden. Solider 80er Jahre Stadionrock. Mir persönlich in einigen Nummern zu soft und ohne einen richtigen Ausreißer nach oben. Aber es ist auch kein kompletter Ausfall auf dem Werk der Schweden. Technisch sauber aufgenommen ist Sonic Forces eine Empfehlung für Anhänger des 80er Jahre AOR.

Anspieltipps: Time To Deliver und Midnight Cruiser
Jürgen F.
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