Heartfield am 08.08.2020 im Livestream aus dem Krachgarten, Wesel

Eine schöne Show mit wunderbaren Songs von großartigen Künstlern

Eventname: Heartfield-Livestream

Band: Heartfield

Ort: Livestream aus dem Krachgarten, Wesel

Datum: 08.08.2020

Kosten: gratis

Genre: Progressive Metal, Progressive Rock

Veranstalter: Heartfield (https://www.facebook.com/MyHeartfield/) und Krachgarten Wesel (https://www.facebook.com/krachgartenwesel/)

Link: https://www.facebook.com/events/2448018595489626/

Waren am 07.08. mit Somebody Once Told Me und Horizis zwei Vertreter der härteren Klänge in Wesel, wird es heute wesentlich ruhiger. Wobei auch Heartfield durchaus mal mit härteren Riffs, energiegeladenem Drumming oder flirrendem Keyboardspiel aufwarten können. Aber insgesamt ist doch eher Entspannung angesagt, zumindest für uns Zuschauer. Das kann man auch im parallel laufenden Livechat beobachten, der vom Team des Krachgartens wieder gut betreut wird.

Was sofort auffällt, ist, dass heute Bassist Nicolai nicht dabei ist. Den entsprechenden Kommentar im Livechat übersieht Jakub, der ansonsten ein waches Auge auf die Äußerungen hat, anscheinend. So wird dieses Rätsel heute nicht aufgelöst, wobei man auf der Facebook-Seite von Heartfield dann fündig wird. Hier wurde nämlich schon mit einem Post aus Januar nach einem neuen Bassisten – und auch einem zweiten Gitarristen – gesucht. Aber auch zu dritt wissen die Männer natürlich ihre Zuhörer und Zuschauer um den kleinen Finger zu wickeln und sich mit ihren wunderbaren Melodien durch die Gehörgänge zu schmeicheln.

Dabei sind die Einflüsse bei den teilweise sehr komplexen, progressiven Klängen oft nicht zu überhören, man darf durchaus an die ganz großen Bands des Progressive Metal/Progressive Rock, wie Dream Theater oder Pink Floyd denken. Mich erinnern Heartfield über weite Strecken aber auch an die wunderbaren Kingcrow aus Italien, die ebenfalls mit großartigen Melodiebögen und Klanglandschaften ihre Zuhörer auf die große musikalische Reise mitnehmen können.

So können Jakub, Dominik und Marlon also heute zum einen auf ihre EP Follow aus 2018 zurückblicken, die mit ihren vier Songs schon auf eine Spielzeit von knapp 25 Minuten kommt. Sie können aber auch mit neuen Songs, wie z. B. heute die Songs Baby oder Momentary Broken, aufwarten. Heartfield können anscheinend nicht anders, sie arbeiten tatsächlich mehr oder weniger pausenlos an neuen Tracks – ich beneide sie dafür um ihre Kreativität. Wie Jakub erzählt, ist derzeit auch geplant, zwei Videos zu produzieren. Heute „produzieren“ sie allerdings erst einmal eine knapp anderthalb Stunden dauernde Show, während der man jedem Einzelnen von ihnen anmerkt, mit wie viel Herzblut und Leidenschaft er dabei ist.

Von Jakub kenne ich es eigentlich, dass er auch einmal mit einer längeren Erzählung zu unterhalten weiß, aber das gibt es heute eher weniger. Ab und zu mal ein deutsch- oder englischsprachiger Kommentar zu dem, was im Livechat passiert, eine namentliche Begrüßung von Fans, die sich dort tummeln – mich inklusive 😀 – oder auch der Hinweis auf den Link zu Spenden für den Krachgarten. Ab und zu dann noch eine kurze An- oder Absage der einzelnen Songs, wobei für Almost Love

ausnahmsweise mal Schlagzeuger Marlon die Ansage übernimmt. Im Proberaum haben die Jungs den Song schon öfters gespielt und auch gestern noch einmal besonders geübt, live ist es heute allerdings eine Weltpremiere. Und auch wenn eine gelungene Generalprobe ja kein gutes Omen ist, klappt auch diese Premiere heute richtig gut.

Als letzten Song gibt es von der EP Follow den Track There’s Still Hope. Den widmet Jakub zum einen dem, wie er es sagt „biggest fan of Heartfield ever“, nämlich Melly, die sich dieses Motto mit einem wunderschönen Tattoo auf dem Arm hat verewigen lassen. Zum anderen geht dieser Song auch an Jakub’s Mutter, der er noch ein paar persönliche Worte in seiner Muttersprache hinterherschickt. So endet dieses sowieso schon wundervolle Konzert also mit ganz besonders intensiven Momenten. Leider bleiben die diversen „Zugaberufe“ im Livechat ungehört, aber es sei den drei Männern gegönnt, dass sie nach den knapp anderthalb Stunden ihre Instrumente niederlegen bzw. verlassen.

Wie bei Livestreams vom Krachgarten ja üblich, gibt es dann wieder das etwas andere „Absingen“ der Eurovisionshymne, worüber ich jedes Mal grinsen muss 😀 Danke an das gesamte Team für wieder einmal tolle Arbeit, um uns allen dieses Konzert in die heimischen vier Wände, oder auch an andere Orte, zu bringen!

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