Hell In The Skies – II

Tierisch guter Swamp Metal aus Eberswalde

Artist: Hell In The Skies

Herkunft: Eberswalde, Deutschland

Album: II

Genre: Heavy, Stoner Metal, Doom Metal, Swamp Metal

Spiellänge: 29:44 Minuten

Release: 15.05.2024

Label: Metalloscope-music

Link: https://www.facebook.com/hellintheskies/

Bandmitglieder:

Bass – Garmr
Schlagzeug – Baal
Gitarre – Solas
Gesang – Asmoday
Gitarre – Baka

Tracklist:

  1. Fields Of Betrayal
  2. Riotous Uproar
  3. Vicious Scorn
  4. Sad & Done
  5. Mental Asylum
  6. Prince Of Wallachia

Am 15.05.2024 erscheint über das kleine Berliner Label Metalloscope-music die neue Scheibe der Eberswalder Swamp Metaller Hell In The Skies als CD und in den auf jeweils 100 Stück limitierten Vinylvarianten Black und Clear.

Der invasive Rote Amerikanische Sumpfkrebs (Procambarus clarkii) konnte, obwohl befischt und als Delikatesse auf Tellern in Berliner Restaurants landend, bisher in den Sümpfen rund um Eberswalde nicht ausgerottet werden. Seit 2017 scheint sich dort noch eine andere invasive Spezies niedergelassen zu haben. Dabei handelt es sich um Hell In The Skies (deren Initialen H.I.T.S. tief im sumpfigen Morast verankert sind), so was wie das Ding aus dem Sumpf, welches mit seinem Swamp Metal für Furcht und Schrecken bei den Einheimischen sorgt.

Bereits 2018 wurde man mit dem Debüt I auffällig, verließ die heimischen Sümpfe und sorgte auf einigen Festivals, wie zum Beispiel auf den 1. Magdeburger Metaldays (2019), dem Rock Zone Metal Fest (2020), den Frostfeuernächten (2023) oder dem Metal Gods Open Air IV (2023) für erfreulichen musikalischen Schrecken.

Ich selbst mag ja besonders Swamp Metal Bands, gerade die aus den Sümpfen der USA, wie zum Beispiel Crowbar, Eyehategod (beide aus New Orleans) oder Black Tusk und Kylesa (beide aus Savannah), denn diese gehören zu meinen Lieblingen. Während diese Bands dem dreckigsten Sludge huldigen, kreieren Hell In The Skies aus Eberswalde eine Melange aus Heavy, Stoner und Doom Metal zu ihrem Swamp Metal.

Auf Römisch I folgt nun logischerweise Römisch II. Ob es sich nun mit knapp 30 Minuten um ein Album oder eine EP handelt, darüber kann man streiten. Allerdings war das Debüt auch nur knappe zwei Minuten länger. Nicht streiten braucht man sich allerdings über den Inhalt, denn das sind richtig kleine H.I.T.S., oder wie wird das geschrieben? Auf jeden Fall befinden sich tolle Songs auf dem zweiten Werk von Hell In The Skies, also H.I.T.S.

Bereits der Opener Fields Of Betrayal reißt mich mit seinem Groove richtig mit. Ich überlege noch, woran erinnert mich dieser unglaublich scharfe Groove und spontan habe ich es, denn der Song hat irgendwie für mich einen Rob Zombie Vibe. Riotous Uproar kommt dann mit einem anständigen Schuss Doom daher. Irgendwie könnte der Song an einem Black Sabbath entstanden sein, aber lassen wir das. Also machen wir weiter mit Vicious Scorn, bei dem ich das Gefühl habe, dass ich gleich zur Messe muss (aber ist denn heute schon Sabbath?). Als alter Balladenhasser bin ich dann bei Sad & Done wirklich etwas Sad & Done 😉 Wollen die Jungs mich damit in die Irrenanstalt bringen!? Der Song Mental Asylum folgt dann auch zugleich. Aber der ist wirklich nichts für die Irrenanstalt, sondern kräftiger Metal. Zum Abschluss machen wir noch mit dem Prince Of Wallachia einen tollen Ausritt in die raue Stoner Walachei!

Von den Jungs dürfte man demnächst in den Stoner Kreisen noch einiges hören und sie wohl auf einigen Festivals antreffen! Wem die Platte jetzt gefällt, der kann sie am besten gleich hier im Shop beim Label Metallisope-music direkt bestellen!

Hell In The Skies – II
Fazit
Tolle Platte der Eberswalder Hell In The Skies, die mit ihrer eigenen Prägung des Swamp Metals richtig Laune machen und getreu ihrer Initialen einige H.I.T.S liefern. Hell In The Skies haben mit dem in den Gewässern rund um Eberswalde ebenfalls vorkommenden Roten Amerikanische Sumpfkrebs eines auf jeden Fall gemeinsam: sie sind eine Delikatesse.

Anspieltipps: Fields Of Betrayal, Riotous Uproar und Prince Of Wallachia
Juergen S.
9.3
Leserbewertung1 Bewertung
9.9
9.3
Punkte