Lvcifyre – The Calling Depths

“Totale Zerstörung!“

Artist: Lvcifyre

Album: The Calling Depths

Spiellänge: 42:09 Minuten

Genre: Black / Death Metal

Release: 02.01.2012

Label: Blood Harvest Records

Link: http://www.myspace.com/lvcifyre

Klingt wie: Suffering, Infernal Legion

Bandmitglieder:

Gesang/Gitarre -T. Kaos
Gitarre – A. Dictator
Schlagzeug – Menthor

Trackliste:

  1. The Calling Depths
  2. Succubi
  3. The Faceless One
  4. LCF
  5. Holy Chaos
  6. Death´s Magnetic Sleep
  7. Husk Of Impurity
  8. The Great Fall

Cover_TheCallingDepths_Lvcifyre

Eine neue Band namens Lvcifyre möchte den Olymp der Musik erklimmen und stellt ihr brandtaktuelles Album The Calling Depths vor. Die Engländer sind noch recht unbekannt im internationalen Geschäft und brachten 2009 ihre erste EP Dying Light Of God heraus. Seitdem war es um das Trio stiller geworden, denn sie komponierten weiterhin fleißig Songs, um ein Full Length-Album zu veröffentlichen. Sie haben die Kombination Black / Death Metal gewählt und möchten sie den Fans nahe bringen.

Musikalisch bewegt sich die Truppe in Extremen. Laut, brutal, äußerst aggressiv und ziemlich wirr ist die Machart. Soundeffekte spielen nur in den Songanfängen eine Rolle, werden sonst aber nicht eingesetzt. Das schnelle Riffing mit den unzähligen Melodien klingt einfach nur total chaotisch und folgt keinen klaren Linien. Ebenso brachial ist der Gesang, der einen tiefen Shout beinhaltet. Die Tempowechsel sprengen den Rahmen der Monotonie, aber dennoch klingen die Werke alle sehr identisch. Totale Zerstörung würde eine treffende Beschreibung sein. Es gibt kurze Soli, die genauso verzerrt und unkoordiniert eingesetzt werden und den wilden Stil zusätzlich unterstreichen. Also wer dabei nicht Aggressionen schürt, hat die Musik nicht verstanden.

Sanfte Töne kennt die Band nicht und jeder Song ist durchzogen von Wechseln in Tempo und Melodie. Als Hörer braucht man einen Augenblick, bis man in die Musik gefunden hat, aber dennoch fehlen die Höhepunkte. Die ganze Scheibe tropft vor Negation und kriegerischen Texten. Die Aufbauten sind gleich und jeder Song zeigt dieselben Strukturen auf. Teilweise klingt das Schlagzeug etwas blechern, wie beispielsweise im Titel The Calling Depths. Es fehlen einfach Veränderungen, die den Hörer fesseln. Die identischen Techniken machen es schwer, dabei zu bleiben und nicht einfach abzuschalten.

Fazit: Lvcifyre sind einfach nur Krach und schüren Aggressionen bis zum Ultimo. Umgangssprachlich würde man sagen „ Auf die Fresse!“ - das würde das gesamte Werk umschreiben. Das Album ist eintönig und gleichförmig gestaltet und bietet zu wenig Abwechslung. Wer also auf laute, brutale Musik steht, ist bei den Engländern an der richtigen Adresse. Speed und die düstere Stimme sind das Markenzeichen und davon leben die Songs. Anspieltipps: Succubi, LCF
Nadine S.
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