„Hoffentlich bekomme ich niemals das Pony!“

Wem von euch ging es nicht schon einmal so? Man wartet monatelang auf das Erscheinen eines neuen Albums und fiebert tagelang der Veröffentlichung entgegen. Heiße Vorfreude durchströmt die Adern und die Zeit erscheint endlos. So ging es mir mit Lotus von Soen 

Noch nie habe ich ein Album so sehr herbeigesehnt wie dieses! Die Erwartungen … unermesslich!  

Forscher haben herausgefunden, dass die tatsächliche Erfüllung eines Traums nicht automatisch zum Glücklichsein führt, sondern oftmals das Gegenteil zur Folge hat. Das liegt vor allem an total überzogenen Erwartungen und Vorstellungen.  

Unvergesslich bleibt die Überraschung, als ich zum ersten Mal Tellurian hörte, was ich nur hörte aufgrund des unfassbar genialen Covers, welches mich an die Hölle von Hironimus Bosch erinnerte. Es lief rauf und runter, während ich im Zug den Rhein entlang brauste und Sonne mein Gesicht wärmte.  

Kurz darauf… Soen live! Mein erstes Wacken! Mitten in der Nacht… ich, irgendwann in der ersten Reihe! …Feuchtglitzernde Augen… gefangen von dieser unfassbaren Stimme und der Stimmung! Magisch… Episch… Unvergesslich! 

So jetzt also heute zum ersten Mal das neue Album: morgens/ Montag/ Ende Januar: Der Schock! Ich finde es nicht so gut. Nicht so gut, wie ich dachte…Erst beim Schreiben wird mir bewusst:  

Es ist jetzt schon abends, Montag und Ende Januar…

Jetzt höre ich es einfach noch mal.

Mit einem Tee in der Hand, einer Wärmflasche auf dem Bauch und einem Lächeln im Gesicht. 

Hoffentlich bekomme ich niemals das Pony! Vielleicht wäre es doch nicht so toll, wie erhofft! 

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