Nixa – Opus Tierra

Todernst und absolut düster

Artist: Nixa

Herkunft: Miami, Florida

Album: Opus Tierra

Spiellänge: 38:25 Minuten

Genre: Doom Metal, Sludge Metal, Metal

Release: 29.03.2019

Label: War Anthem Records

Link: https://www.facebook.com/pg/nixaband/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang – Valentin Mellstrom
Gitarre – Raul Valentine
Bassgitarre – David Miller
Schlagzeug – Mike Rodriguez

Tracklist:

  1. Opus Tierra
  2. Seed
  3. Ambrosia
  4. Destroyer
  5. House Of Serpents
  6. The Mound
  7. Restless Seer

Das Debüt Trembling Path ist bereits ganze fünf Jahre her und so lange mussten alle frisch gewonnenen Anhänger von Nixa auf das zweite Langeisen warten. Ihr Label War Anthem Records bietet dafür eine große Bühne und das breite Publikum überall auf dem Globus. Seit Ende März ist die nicht ganz 40 Minuten starke Scheibe auf dem Markt und beinhaltet sieben Tracks. Technisch gibt es keine Überraschungen und das Quartett zelebriert weiter seinen schleppenden Sound aus Doom Metal, Sludge und Progressiven Riffs. Opus Tierra wurde in ein relativ helles Gewand gelegt und offenbart ein frisches Artwork mit einem frostigen Hintergrund.

Der Titeltrack Opus Tierra macht den Anfang. Eine langsame Nummer, die auf düstere Auswüchse setzt und keine schnelleren Passagen zulässt. Seed darf man alles, aber nicht mit speed verwechseln, da auch hier das Schneckentempo die höchste Gangart ist. Wer jetzt denkt, was soll die lahme Nummer, der mag entweder kein Doom Metal oder ist schlicht offen für eine solide Portion Sludge. Viele neue Formationen des Genres suchen noch den Schulterschluss zum Stoner, das wiederum ist bei Nixa eine absolut untergeordnete Handschrift, die nur gestriffen wird. Leichte Kost gibt es im Verlauf mit Ambrosia oder House Of Serpents ebenfalls nicht. Alles ist sehr behäbig, schwermütig und kreist über dem absoluten Limit. Geerdet mit kleinen Nadelstichen setzen sie, man mag es kaum glauben, spannende Akzente. Egal ob schleichend oder etwas trabender: Auf Valentin Mellstrom, dem Frontmann der Amerikaner, liegt eine hohe Last. Denn viel kommt es auf ihn an, er muss versuchen, den nebelverhangenen Vorhang beiseitezuschieben, um nicht im sumpfigen Untergrund kleben zu bleiben. Kein leichtes Unterfangen, das die anderen Hymnen eher wieder in tiefe Regionen schiebt.

Fazit
Echt schwer, was uns Nixa ins Herz pflanzen möchten. Dabei agieren sie zielstrebig, machen ihren Weg, von dem kein Schritt an die Seite möglich bzw. nötig ist. Mit Opus Tierra machen die Amis einen weiteren guten Griff, dürften aber trotz der Raffinesse im Songwriting nur für eine Randgruppe interessant, die Ohrmuscheln klingeln lassen.

Anspieltipps: Ambrosia
René W.7.8
Leser Bewertung0 Bewertungen0
7.8
Punkte

Kommentare

Kommentare

Weitere Beiträge
Seelenwalzer – Totgeglaubt