No Playback Festival: schwere Zeiten für Veranstalter des 100% echten Festivals in Karlsruhe

Veranstalter Matthias Häcker benötigt eure Hilfe

Am 14. März 2020 sollte in der Festhalle Karlsruhe-Durlach die dritte Runde des No Playback-Festivals stattfinden, doch ein Tag zuvor kam durch die Stadt Karlsruhe und die Landesregierung Baden-Württemberg das Aus und die Tore mussten geschlossen bleiben. Jeder von euch kennt den Grund dafür, denn das neuartige Coronavirus hat innerhalb weniger Tage dafür gesorgt, dass das öffentliche Leben in ganz Europa stillsteht und fast alle Konzerte und Festivals abgesagt werden mussten. Schon zuvor musste Veranstalter Matthias Häcker durch die Beschränkung auf 1.000 Leute Abstriche machen und die möglichen Besucher auf 800 reduzieren, obwohl 1.200 in die Festhalle gepasst hätten. Allein das wäre ein großer finanzieller Verlust gewesen, doch eine Absage des Festivals kommt einer Katastrophe gleich. Matthias konnte nichts tun und musste quasi zuschauen, wie ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen wurde.

2020 sollten für euch Tankard, Bullet, Vicious Rumors, Crisix, Lonewolf, Heart Of Chrome und Laser Tyger die Bude rocken. Zwei Tage vor dem Festival mussten dann Crisix aufgrund des Coronavirus absagen, doch Matthias hat nichts unversucht gelassen und konnte mit Endlevel eine weitere coole Ersatzband an den Start bringen. Zumindest theoretisch, denn praktisch hat es ja dann dank Corona nicht funktioniert.

Konzerte müssen ihren ungeschliffenen, räudigen Sound haben, dürfen Ecken und Kanten haben, auch mal Fehler enthalten, denn nobody is perfect. Aber wenn Konzerte wie Studioaufnahmen klingen, dann sind es meist auch Studioaufnahmen und der zahlende Fan wird verarscht. Es mag von Vorteil sein, wenn ein Gitarrist auch ein wenig schauspielerisches Talent hat, um eine gute Show abzuliefern, doch wer braucht Gitarristen, die mehr Schauspieler als Gitarrist sind und uns auf der Bühne nur etwas vorspielen? Beeindruckend sind natürlich auch Sänger mit übermenschlichem Lungenvolumen, die einen Mehrzeiler ins Mikro brüllen, ohne ein einziges Mal nach Luft zu schnappen, aber braucht das jemand? Einigen wenigen gefällt das, denn Playback garantiert gleichbleibend guten Sound, Musiker die sich nicht verspielen können und ein Frontmann ist auch nach einer Kiste Bier noch gut bei Stimme. Doch für die allermeisten Metalheads geht das gar nicht, denn für teils horrende Ticketpreise bekommt man Konservenmucke, die man auch genauso gut zu Hause auf der Couch von CD hören kann, für umme!

Beim No Playback Festival wird dieser Fanverarsche entgegengewirkt und man steht für 100 % live gespielten Rock und Metal. In der Festhalle Durlach stehen etablierte Künstler neben talentierten Newcomern und Regiobands auf der Bühne und für alle gibt es die gleichen Bedingungen. Sieben Bands, eine Bühne, druckvoller Sound, amtliches Licht …, doch NO PLAYBACK!

Seit 2018 kämpft Veranstalter Matthias Häcker gegen diese Fan-Verarsche an und stellt Jahr für Jahr ein geiles Line-Up auf die Beine, das kaum Wünsche offenlässt. So standen in den letzten beiden Jahren bereits hardrockende Bands wie Destruction, Wizard, Gefrierbrand, Nitrogods, Grave Digger, Debauchery`s Balgeroth, Alle Hackbar, Traitor, Stallion, The Prophecy, Onkel Tom und einige mehr auf der Bühne in Durlach und spülten euch gehörig die Gehörgänge durch. Die Ehrlichkeit im Metal wurde hier zu jedem Moment groß geschrieben, nicht nur bei der Auswahl der Bands, sondern auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis und allem drum herum. Doch das No Playback Festival war nicht nur ein Metalevent wie hundert andere, denn hier wurde jede Menge Herzblut investiert. Das ganze Jahr wurde nur auf diesen einen Tag im April hingearbeitet, denn nur das Beste war gut genug für die Besucher. Doch was erzähle ich euch hier, viele von euch kennen Matthias als Veranstalter und als Metalfan, und viele kennen auch das No Playback Festival, denn ihr alle habt ja dafür gesorgt, dass das Festival in den letzten beiden Jahren zum Erfolg wurde.

Nun aber konnte das Festival aus bekannten Gründen nicht stattfinden und Matthias als Metalfan ist am Boden zerstört, und Matthias als Veranstalter des No Playback Festivals steht mit dem Rücken an der Wand. Wie sich jeder vorstellen kann, ist der finanzielle Schaden immens. Eine entsprechende Ausfallversicherung hatte er nicht und selbst wenn, dann hätte sie in diesem Fall der Epidemie nicht gezahlt. Alles, wofür er die letzten Jahre gelebt und gearbeitet hat, liegt als Scherbenhaufen vor seinen Füßen und momentan weiß er weder ein noch aus. Aufgeben kommt natürlich nicht infrage, er will weitermachen, doch ein finanzieller Schaden im fünfstelligen Bereich muss erst einmal gestemmt werden. Ohne entsprechende Hilfe ist das jedoch kaum möglich.

Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, dem guten Mann zu helfen. Der erste Gedanke war natürlich eine Spendenaktion, doch das möchte Matthias nicht, da er niemanden in Verlegenheit bringen will.

Dennoch kann ihm geholfen werden. Die allermeisten von euch haben ihr Ticket im Vorverkauf geordert und somit appelliere ich an jeden einzelnen von euch, versucht nicht, das Ticket zurückzugeben, weil das Festival ja nicht stattgefunden hat. Behaltet es, denn die 44,00 € machen niemanden wirklich ärmer, doch für Matthias als Veranstalter wäre es die finanzielle Apokalypse, würdet ihr alle diesen relativ kleinen Betrag zurückfordern.

Doch mehr noch, Matthias hat für euch jede Menge Merchandise produzieren lassen und musste hierfür natürlich in Vorkasse gehen. Nun musste das Festival ausfallen und er bleibt auf all dem Zeug sitzen. Hier kommt jeder Einzelne von euch ins Spiel und ich appelliere auch hier an jeden Einzelnen von euch, bestellt das No Playback Festival Merchandise im Shop und helft Matthias damit! Wer dennoch einen Betrag für Matthias spenden will und somit dafür sorgen will, dass wir auch 2021 noch in den Genuss des No Playback kommen, der soll bitte bei seiner Shop-Bestellung einfach etwas mehr überweisen. Jeder noch so kleine Betrag hilft hier weiter. Die Metalszene hat sich immer durch Zusammenhalt ausgezeichnet, in der auch der Einzelne nicht fallen gelassen wird. Nur gemeinsam bekommt man solch eine Situation gewuppt, damit es auch im nächsten Jahr noch ein No Playback Festival geben wird.

Hier geht es zum No Playback Festival Shop:
https://www.no-playback.events/shop/?fbclid=IwAR3vHeq51Ci4mjDia3uKaMQQT_nORNR4w6ruZO4NgtlwFPVivkLgZHOU3-0

Lasst Matthias nicht hängen, denn ohne das No Playback Festival wäre die süddeutsche Metalszene um ein ganzes Stück ärmer!

Rock on

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