Obrero – Mortui Vivos Docent

„Ein Wald aus Hass“

Artist: Obrero

Album: Mortui Vivos Docent

Spiellänge: 47:56 Minuten

Genre: Psychedelic Doom Rock / Stoner Metal

Release: August 2011

Label: Night Tripper Records

Link: http://www.myspace.com/obreroswe

Klingt wie: Electric Wizard, Black Sabbath und TreeHouse

Bandmitglieder:

Gesang – Martin
Gitarre – Matte
Gitarre – Fidde
Bassgitarre – Mange
Schlagzeug – Calle

Tracklist:

  1. The Wolfman’s Hook
  2. Son Of Tutankhamun
  3. Svantovit
  4. The Fourth Earl
  5. Octaman
  6. Charles The Hammer
  7. Exterminate
  8. The Lost World

Obrero ist eine Band aus Stockholm, Schweden, welche sich im Jahre 2007 gegründet hat und nun unter dem Label Night Tripper Records ihr Debütalbum Mortui Vivos Docent veröffentlicht hat.

Nachdem das stimmungsaufbauende Intro des ersten Tracks, The Wolfman’s Hook, verklungen ist, vernimmt der Hörer direkt einen Sound, welcher vor 30, vielleicht 40 Jahren, so mancher Person die Haare zu Berge hätte stehen lassen. Relativ schnell wird jedoch klar, dass Obrero eine ganz eigene Version von 70er Jahre Rock, gemischt mit Stoner- und Doom Metal und irgendwie auch Psychedelic-Einflüssen, spielen – man darf also auf weitere Tracks gespannt sein.

Wie eine kristallklare Kuppel liegt die Stimme von Sänger Martin über der Musik und bietet dem Hörer kraftvolle Vocals, welche sogar Bands wie Black Sabbath Konkurrenz machen könnten. Die lockere Spielweise der Band lässt dem Ganzen hierbei viel Raum für die einzelnen Instrumente, so dass Blues-Parts teilweise innerhalb eines Augenblicks auf ein nahezu zappeliges Gitarrensolo umschwingen und den Hörer direkt wieder in ihren Bann ziehen.

Teilweise ist festzustellen, dass gewisse Parts einen Song beim ersten Hören doch etwas abgenutzt erscheinen lassen. Beim mehrfachen Hören entpuppen sich aber eben diese Parts dann als sehr Ohrwurm-fördernd.

Besonders ins Ohr geht der fünfte Titel des Album’s, Octaman, welcher das volle Potential der Band zeigt. Hier wird dem Hörer alles geboten, was man sich bei diesem Musikstil nur wünschen kann: über einen nahezu beschwörend klingenden Refrain, der schon beim ersten Hören zum Mitsingen einlädt, bis hin zum stetigen Wechsel zwischen bassig brummendem und dann wieder einschmeichelnd melodischem Klang der Gitarren, ist alles dabei.

Fazit: Der Albumtitel Mortui Vivos Docent ("Die Toten lehren die Lebenden.") scheint für Obrero tatsächlich ein wenig maßgebend zu sein, da sich das Album stark an dem Sound der "verstorbenen" 70er Jahre orientiert. Jedoch klingt die Musik hierbei in keiner Weise altbacken oder schlecht. Auch die Soundqualität ist sehr gut. Anspieltipps: Octaman, Exterminate
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