Screamer – Adrenaline Distractions

“Pures Adrenalin!“

Artist: Screamer

Album: Adrenaline Distractions

Spiellänge: 39:24 Minuten

Genre: Heavy Metal

Release: 11.11.2011

Label: High Roller Records

Link: http://wearescreamer.blogg.se/

Klingt wie: Disaster Theory, Phelan

Bandmitglieder:

Gesang/Bass – Christoffer Svenson
Gitarre – Martin Hallberg
Gitarre – Anton Fingal
Schlagzeug – Hendrik Petersson

Screamer - Adrenaline Distractions
Tracklist:

  1. Can You Hear Me
  2. Rock Bottom
  3. Rising
  4. Screamer
  5. Adrenaline Distractions
  6. Keep On Walking
  7. My Thrill
  8. All Over Again
  9. I Know
  10. Never Going Down

2009 begann die Geschichte der Band Screamer aus Schweden. Die junge Band fand im Heavy Metal die passende Musikrichtung und ihre Erfolgsstory hält bis heute an. Dem Cover kann man die Passion ansehen, da es eher im Oldschool-Stil der 80er Jahre gehalten ist. Der Bandname prangert über dem Bild, welches das Griffbrett eines Basses zeigt, das gerade bespielt wird. Die vorherrschenden Farben sind Rot und Weiß, die das in Grau gestaltete Gitarrenteil sehr in Szene setzen.

Musikalisch steckt das Album voller Power und positiver Energie. Man erkennt schon bei den ersten Akkorden, wie viel Herzblut die Jungs in diese Scheibe gelegt haben. Hartes Riffing und eine facettenreiche Stimme gehören genauso zum Repertoire wie die zahlreichen Soli. Charakteristisch stehen die Vocals sehr im Vordergrund. Sänger Christoffer weist ein unglaublich großes Stimmvolumen auf und bewegt sich sowohl in tiefen wie auch extrem hohen Intonationen. Ein Beispiel dafür ist Screamer. Gerade in diesem Track kann er sein enormes Spektrum unter Beweis stellen. Ebenso findet man ein abwechslungsreiches Solo, welches nicht minder zu bewerten ist. Das Saiteninstrument wird in allen gängigen Spielarten bedient und sorgt nicht nur für die Abrundung, sondern auch für eine Menge Lebendigkeit.

Zudem werden auch die anderen Instrumente in Szene gesetzt – so gibt es im Song Rock Bottom ein kleines Basssolo am Anfang. Um den Sänger zu verstärken, wird mit Zweistimmigkeit im Refrain gearbeitet. Dadurch erhalten die Titel eine Menge Energie und preschen voran. Instrumental hat die Scheibe allerhand zu bieten und glänzt unter anderem durch ein perfektes Schlagzeugspiel. Die Gitarren erklingen in vielschichtigen Rhythmen, die sich teilweise überlagern. So entsteht ein großartiges Zusammenspiel des gesamten Ensembles. Temporeich ist das gesamte Album, denn jeder Song wird rasant vorgetragen und enthält nur ganz kurze Pausen. Ein passendes Beispiel für Geschwindigkeit ist My Thrill. Tiefe Gitarren und dazu eine aggressivere Stimme machen diesen Titel aus. Der instrumentale Abschnitt ist außergewöhnlich gestaltet und geht in das Solo über. Adrenaline Distractions kann man als mitreißend und einnehmend beschreiben, denn das Adrenalin ist spürbar.

Fazit: Die fünf Jungs aus Ljungby landen mit ihrem ersten Album direkt einen Kracher und haben es verstanden, ihren Träumen ein Gewand zu geben. Gespickt mit allerhand technischer Finesse und einer bemerkenswerten Stimme sollte dieses Gesamtwerk einige neue Herzen erobern. Der positive Grundgedanke und das Gefühl, das Arrangement richtig anzuordnen machen Screamer aus. Die Band ist weder eintönig noch langweilig, sondern bringt eine Menge Spaß und kann den Hörer fesseln. Anspieltipps: Can You Hear Me, I Know
Nadine S.
8.5
8.5
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