Ygodeh – Dawn Of The Technological Singularity

„Kraut und Rüben“

Artist: Ygodeh

Album: Dawn Of The Technological Singularity

Spiellänge: 25:44

Genre: Death Metal

Release: 30. Oktober 2010

Label: MDD Records

Link: http://www.myspace.com/ygodeh

Klingt wie:

[u][b]Band Mitglieder:

Gesang/Gitarre ?
Gitarre ?
Bass ?
Schlagzeug ?

Trackliste:

  1. Intro
  2. Thus Is the Will of the Swarm
  3. Lord of Rays (Dedicated to N.Tesla)
  4. The Red Plague
  5. Before the Skies are Painted Black
  6. Matrix Cracked
  7. Misery Index
  8. Tilting at Windmills

Die lettische Band Ygodeh aus Daugavpils ist ein noch relativ unbeschriebenes Blatt; kein Wunder, schließlich stammt man aus einer Region, die nicht unbedingt für Metal bekannt ist. Der Name der EP ist Programm. Man vertont auf dem Silberling die sozialen Probleme der Heimat, resultierend aus dem Niedergang der Schwerindustrie. So ist es kein Wunder, dass die beiden ersten Songs stark technische Elemente aufgreifen, die leider einen alles andere als positiven Eindruck hinterlassen. Es geht hektisch zu, zerfahren werden die Skalen rauf und runter geschredded, Feedbacks bewusst als Elemente gesetzt, eine ziemlich skurrile Mischung, welche dennoch absichtlich so klingen möchte, trostlos, verworren, schwierig. Mit billigen Keyboards beginnt Lord of Rays (Dedicated to N.Tesla) um dann in bratende Riffattacken mit pumpenden Bässen überzugehen. Überflüssigerweise wurde ausgerechnet zu diesem Song ein Video abgelichtet, welches die Band in relativ schlechtem Licht dastehen lässt. The Red Plague dürfte lyrisch den Kommunismus thematisieren, allerdings bekleckert man sich auch in diesem Song nicht unbedingt mit Ruhm. Findet man bestimmt nur als beinharter Fan gut, ich finde es grottig. Der Song Before the Skies are Painted Black wäre meine Wahl für ein Video gewesen; dieser ist mit markanten Keyboards, knatternden Gitarren und schönem Solo ausgestattet, die dem Song immerhin einen kleinen Anker geben, ansonsten aber im billig, matschigen Sound untergehen. Matrix Cracked, Misery Index und Tilting at Windmills bilden keine Ausnahme, auch hier zeigen sich die deutlichen Schwächen im Songwriting.

Fazit: Ist man gutmütig, dann lässt man die Musik als Prog durchgehen. Das Gegenteil ist allerdings Tatsache, schlechter Sound, schlechtes Songwriting. Die Songs funktionieren nicht und sprechen nur eine Handvoll Supporter an, in dieser Form aber NIEMALS eine breites Publikum. Wollen die Jungs raus aus Daugavpils, dann sollten sie über eine Kurskorrektur nachdenken. Anspieltipps Before the Skies are Painted Black
Dominik B.
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