One Morning Left – The Bree-TeenZ

“WTF?!“

Artist: One Morning Left

Album: The Bree-TeenZ

Spiellänge: 38:13 Minuten

Genre: Fun Metal

Release: 13.09.2011

Label: Decca International

Link: www.onemorningleft.com

Klingt wie: Attack Attack!

Bandmitglieder:

Gesang – Miksu
Gitarre – Arska
Keyboard – Vesku
Bass – Tumppi
Schlagzeug – Tomppa

Tracklist:

  1. Fintro
  2. !liaF cipE
  3. Hermione’s Panties
  4. The Bree-TeenZ
  5. IWrestledWithMyHairOnce
  6. Reetu Inda House?
  7. This Song Has Massive Autotune Chorus
  8. Depression After Eating
  9. Hey Yo, Let’s Play Tycoon
  10. PARDON ME! Where Do I Find 4giveness

Erst mal gibt es ein völlig krankes Intro auf die Ohren, mit dem ich nicht gerechnet habe, um dann in den ersten Song des Albums überzugehen. Da gibt es auch schon einiges mehr an Härte, die aber auch nicht allzu lange währt. Der Chorus ist nämlich mit klaren Vocals, was, verglichen mit der absoluten Härte der Strophen, einen starken Kontrast bildet. Zwischendurch gibt es dann auch noch ein paar Sounds, die mach an Bomberman für SNES erinnern. Alles in allem ein höchst interessanter Einstieg in dieses Album, der keine klare Linie aufweist.

Das Intro zum zweiten Song ist ein Geräusch, das verbunden mit dem Titel Hermione’s Panties, vielleicht an den Zug nach Hogwarts erinnern soll (Harry Potter). Kurz darauf gibt es dann auch schon wieder richtig Action, die mehr in Richtung Metalcore geht, aber trotzdem nicht wirklich in ein bestimmtes Genre reinpasst. Wie bereits im ersten Song, gibt es auch hier wieder viel Synthesizer zu hören, was doch etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Der Titelsong The Bree-TeenZ ist wieder eine wilde Mischung aus allem Möglichen. Es gibt viel Synthesizer und Growls zu hören, aber auch klare Vocals und melodischere Musik. Dennoch muss ich sagen, dass das Chaos in diesem Song manchmal etwas provokativ auf mich wirkt, weil es einfach zu viel des Guten wird. Kein schlechter Song, aber der bisher verstörteste.

Ich würde sagen, IWrestledWithMyHairOnce ist ein Highlight, denn es ist stilistisch einfach ein wenig klarer und Elemente wiederholen sich in diesem Song auch mal. Es wird zwar wild durch die Gegend geschrien, dafür ist die Musik aber in Ordnung. Gegen Mitte des Songs geht es auch bedeutend ruhiger zu und zum Abschluss gibt es ein bisschen harmonische Musik zur Beruhigung.

Und weiter geht es mit dem Song Reetu Inda House?, bei dem es von Anfang an hart losgeht und die harmonische Verschnaufpause somit kurz gehalten wird. Bis zum Chorus wird diese Härte mit Growls, Screams und gelegentlichen Brees fortgeführt. Der Chorus an sich ist klar gesungen mit „huuh“- und „haah“-Schreien im Hintergrund. Im Mittelteil des Songs gibt es noch eine kräftige Bree-Session, um nach einem weiteren Chorus auch einen ruhigen Abschluss zu finden. Meiner Meinung nach der beste Song des Albums.

Bei This Song Has A Massive Autotune Chorus fangen wir doch erst mal mit ein wenig Musik à la Gameboy oder SNES an, bevor es dann auch wieder richtig mit Growls, Screams und Autotune losgeht. Teilweise ist richtig Groove in der Musik drin, anderswo sogar ein wenig Piano, doch oftmals gibt es mehr Geballer auf die Ohren. Der Chorus braucht nicht viel Erklärung, denn der Titel sagt alles. Der Abschluss dagegen erinnert wieder stark an die guten alten Spielzeuge der Achtziger und Neunziger. Ein ordentlicher Song, der vielleicht ein wenig mehr Ordnung gebraucht haben könnte, aber schlecht war die Komposition definitiv nicht.

Depression After Eating werde ich gekonnt ignorieren, da ich Techno oder sonstige Elektromusik nicht beurteilen kann und dieser Song ist ausschließlich instrumental mit eben solcher Elektromusik. Meine Meinung dazu werde ich euch auch ersparen, da ich es mir nicht mit euch verderben möchte oder mit irgendwas beworfen werde, weil ich den Song mag.

Hey Yo, Let’s Play Tycoon fängt mit Geschrei aus einer Achterbahnfahrt an, womit sich, wenn man ein bisschen was von Computerspielen versteht, die Frage erledigt, was der Titel zu bedeuten hat, Die Strophen sind ordentlich mit Growl und einer gewissen Härte gefüllt, was wirklich ganz gut klingt. Der Chorus dagegen ist wieder so ein Produkt der Charts-Musik oder Ähnlichem, denn Autotune und unmetallische Musik sind mir doch ein wenig fremd. Gegen Mitte des Songs kommt ein ohrenbetäubendes Geräusch, bei dem man seine Lautsprecher schnell runter drehen sollte. Danach gibt es noch eine Runde Elektromusik und eine neue Runde Autotune im Chorus. Daraufhin wird der Song dann von Rummelgeräuschen beendet.

Das Finale des Albums nennt sich PARDON ME! Where Do I Find 4giveness und beginnt mal wieder mit Elektromusik. Diese währt aber nicht lange, denn kurz darauf wird wieder härtere Musik zusammen mit Screams und Growls in den Vordergrund gesetzt. Der Chorus ist etwas melodischer und ebenso elektronischer, doch in diesem abschließenden Song ist die Mischung ausgewogener. Als Ausklang gibt es sogar noch ein wenig symphonische Musik. Meiner Meinung nach gibt es ein Highlight auf die Ohren, das nochmal das komplette Potential der Band zeigt. Eine starke Abrundung eines ordentlichen Albums.

Fazit: One Morning Left wollen in kein Genre reinpassen und das merkt man auch. Es gab Gore, Metalcore, Techno und anderen Elektrokrams. Auf diesem Album gab es einige Highlights und letzten Endes hat diese kranke Mischung von Musik einen starken Wiedererkennungswert. Es war absolut kein schlechtes Album, aber steigerungsfähig ist es allemal, denn bei manchen Stücken ist es einfach zu chaotisch zugegangen oder gar komplett unmetallisch. Anspieltipps: IWrestledWithMyHairOnce, Reety Inda House? und PARDON ME! Where Do I Find 4giveness
Lennart L.
6.5
6.5
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