Nitrogods am 12.02.2026 im Logo, Hamburg

Long Live Rock 'N' Roll

Event: Nitrogods – Valley Of The Gods Tour 2026

Bands: Nitrogods, Dust & Bones

Ort: Logo Hamburg, Grindelallee 5, 20146 Hamburg

Datum: 12.02.2026

Kosten: VVK 28 € plus Gebühren, AK 35 €

Zuschauer: ca. 60 Menschen

Genre: Hard Rock, Rock & Roll, Heavy Metal

Links: https://www.logohamburg.de/

Setlist Nitrogods:

  1. Black Car Driving Man
  2. Valley Of The Gods
  3. At Least I’m Drunk
  4. Rats & Rumours
  5. Broke And Ugly
  6. Don’t Call My Name
  7. Boogeyman
  8. Lipsynch Stars
  9. Back Home
  10. Rancid Rock
  11. Left Lane To Memphis
  12. Rotten Sucker
  13. Did Jesus Turn Water Into Beer
  14. Get Lost
  15. Damn Right (They Call It Rock ’n‘ Roll)
  16. Where Have The Years Gone
  17. Whiskey Wonderland
  18. Kings Of Nothing
  19. The Haze
  20. Wasted In Berlin

An einem Donnerstagabend gibt es im Hamburger Logo einen Schwung Rockmusik, wobei vor allem die Nitrogods keine unbekannte Größe sind, mit den beiden ehemaligen Primal Fear und Sinner-Musikern Claus Sperling und Henny Wolter. Komplettiert wird das Trio von Claus „Oimel“ Larcher, der den Bass zupft und größtenteils den Gesang übernimmt. Ein Trio und Rockmusik? Wer denkt da nicht an Lemmy und Co.? Der Quervergleich ist nicht ganz von der Hand zu weisen, wobei die Nitrogods einen Hang mehr zum klassischen Heavy Metal haben und ihre Basis nicht im Hardrock liegt, wie bei Lemmy bei Hawkwind.

Um 19 Uhr öffnen sich die Pforten, um 20 Uhr steht mit Dust & Bones die erste Band auf der Bühne. Enttäuschend ist der Zuschauerzuspruch. Kaum mehr als 60 Menschen versammeln sich im Club. Das ist für einen Donnerstag einfach schwach. Klar, das Wetter ist nicht so angenehm und es gibt die eine oder andere Konkurrenzveranstaltung in der Hansestadt. Trotzdem hätten beide Bands ein paar Menschen mehr vor der Bühne verdient.

Dust & Bones – Logo, Hamburg – 2026

Dust & Bones kommen aus Backnang im Südwesten der Republik und sind grundsätzlich musikalisch nicht so weit von den Nitrogods entfernt. Die Band selbst bezeichnet ihren Stil als Dirty High Energy Rock. Genauso würde Garage Rock passen, dessen Besonderheit in den zwei Sängern liegt und damit in zwei völlig unterschiedlichen Stimmfarben. Das lange Intro sorgt für die erste Verwunderung, wo eine etwas seltsame Zählweise den Countdown einläutet. Jens, der Sänger mit den tiefen Vocals, erscheint zunächst in einem weißen Outfit, wechselt aber schnell zum Standard nach dem ersten Stück. Die meisten Songs teilen sich die beiden Sänger, wobei Thorsten die cleanen Vocals beisteuert und auch den Bass zupft. Das Hildegard-Knef-Cover Für Mich Soll’s Rote Rosen Regnen sorgt für den Chor, ehe zum Ende des circa 45-minütigen Sets die Bandhymne Dust & Bones erklingt. Klar haben Dust & Bones mit ihrer Rockmusik unterhalten, aber den ganz großen Eindruck konnte der Opener nicht hinterlassen. Dafür ist schließlich der Hauptact zuständig.

Der steht ein paar Minuten nach 21 Uhr auf der Bühne und legt mit Black Car Driving Man und dem Tourmotto Valley Of The Gods los. Nicht nur das Bier unterhalb des Mikros von Larcher erinnert an Lemmy. Die Gewichtsklassen dürften ebenfalls bei beiden Herren in den höheren Regionen liegen. Bei bisher fünf LP-Veröffentlichungen haben die Herren ausreichend Auswahl, und Trinklieder, wobei vor allem Did Jesus Turn Water Into Beer hervorsticht, gehören selbstverständlich zum Repertoire. Die Nummer ist eins von drei neuen Stücken, die in den vergangenen Jahren entstanden.

Nitrogods – Logo, Hamburg – 2026

Eine Besonderheit liefert Drummer Claus Sperling, der sein Drum-Solo auf einer leeren Bierflasche spielt und dabei munter durchs Publikum stolziert. Der Spaß steht genauso im Vordergrund, wie die Livemusik, wo Kings Of Nothing – sehr passend vom Titel für das aktuelle Zeitgeschehen – für den Chor im Logo sorgt. Der Schlusspunkt nennt sich The Haze und Wasted In Berlin, sodass kurz vor 23 Uhr die Livemusik endet. Wie immer müssen wegen der Nachbarschaft die Instrumente im Logo um 23 Uhr schweigen. Anschließend sind beide Bands noch im Club unterwegs und stehen für Bilder oder Autogramme selbstverständlich zur Verfügung.

Wie immer im Logo gibt es handgemachte Livemusik, ohne großen Schnickschnack, wo ausgezeichnete Musiker ohne Netz und doppelten Boden zu bewundern sind und Fan-Nähe zur normalen Gepflogenheit gehört.

Anmerkung in eigener Sache: Irgendwann erwischt es jeden, dass die Kamera streikt. Das Telefon schafft Abhilfe, ist aber kein gleichwertiger Ersatz.