Khirki am 28.04.2026 im Bambi Galore, Hamburg

Ein Abend fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit

Event: Khirki – Through The Clashing Rocks Tour 2026

Bands: Khirki, Virgins Of The Seven Seas

Ort: Bambi Galore, Öjendorfer Weg 30A, 22119 Hamburg

Datum: 28.04.2026

Kosten: VVK circa 18 € plus Gebühren, AK 20 €

Zuschauer: ca. 40 Menschen

Genre: Doom Metal, Heavy Rock, Progressive Rock, Hard Rock, Folk Rock, Stoner Rock

Link: https://www.kph-hamburg.de/veranstaltungen

Setlist Khirki:

  1. Deadpan
  2. Pumping The Vein
  3. The Watchers Of Enoch
  4. Symphony Of The Damned (new)
  5. Raging Bull
  6. Medea
  7. Hekate
  8. Ethismos (new)
  9. Your Majesty
  10. Bukovo
  11. Heart Of The Sea

Manche Touren hinterlassen am Ende Fragezeichen. Khirki aus Athen sind in Europa unterwegs und machen unter anderem einen Stopp in Hamburg. Gerade einmal 40 Nasen zahlen 20 € Eintritt. Selbst wenn noch etwas Merch dazukommt – drei Menschen müssen irgendwo unterkommen und sich verpflegen sowie den Kleintransporter mit griechischem Kennzeichen, der vor der Location steht, betanken. Dazu reist mindestens ein weiteres Crew-Mitglied mit den drei Musikern. Den Rest kann jeder selbst ausmultiplizieren. Es bleibt zu hoffen, dass andere Konzerte deutlich besser besucht sind als heute in Hamburg.

Khirki – Bambi Galore, Hamburg – 2026

Khirki spielen einen sehr speziellen Mix. Heavy Rock und Hard Rock, dazu aber diverse folkige Elemente. Violine, Klarinette sowie die Backing Vocals gibt es heute aber nicht. Das Trio spielt vollständig live; weder werden Backingtracks verwendet, noch sind die Folkinstrumente mit auf der Bühne.

Songs wie das verspielte Father Wind oder Heart Of The Sea fehlen ganz oder sind entsprechend reduziert. Bass, Gitarre, Drums und Gesang müssen ausreichen. Primär setzen die Herren auf die schnellen Heavy-Rock-Stücke wie Pumping The Vein, Hekate oder Your Majesty, die das Trio ohne größere Abstriche aus den Boxen knattern lässt.

Khirki – Bambi Galore, Hamburg – 2026

Einen intensiven Sound liefern die Herren trotzdem, der ohne die folkigen Elemente jedoch anders rüberkommt und insgesamt mehr nach der ersten LP Κτηνωδία klingt und mit einem ordentlichen Rock & Roll-Ansatz aufwartet. Dass bei der geringen Zuschauerzahl neben den Instrumenten auch die Spielzeit knappgehalten wird, sodass der Club und das Personal pünktlich schließen können, ist selbstverständlich. Circa 70 Minuten, elf Stücke, darunter mit Symphony Of The Damned und Ethismos zwei Kostproben vom kommenden Album, gibt es auf die Ohren. Schade, dass Khirki so wenig Zuspruch finden. Der musikalische Ansatz ist spannend und die Truppe absolut talentiert. In Hamburg merkt das allerdings so gut wie niemand.

Virgins Of The Seven Seas – Bambi Galore, Hamburg – 2026

Virgins Of The Seven Seas ist die Vorband und kommt aus Hamburg. Die Lokalmatadoren sorgen dafür, dass pünktlich um 19:30 Uhr bereits die circa 40 Menschen im Club sind. Musikalisch bewegt sich das Quintett nach eigenen Angaben zwischen Doom, Stoner und Punk. Bei Doom und Stoner gibt es keinen Zweifel. Wenn mit Punk die in Teilen etwas dreckige, rotzige Attitüde der Musik gemeint ist, dann ist dort eine leichte Prise dabei. Primär geht es bei der Truppe aber um einen Stoner-Doom-Mix, der teilweise sehr getragen und Doom-typisch langsam gespielt wird. Acht Stücke gibt es auf die Ohren, darunter zum Beispiel der Titel Mutter Doom, der die Ausrichtung der Herren nochmals betont. Antesten lassen sich die Platten auf zum Beispiel Bandcamp, wo das selbstbetitelte Debüt sowie BeDroCan und The Sacrificed Tape verfügbar sind.

Gegen 22 Uhr endet der musikalische Teil. Für ein Taschengeld mal eben zwei Bands schauen. Noch gibt es solche Möglichkeiten. Wenn die Resonanz auf ein derartiges Angebot so bleibt wie heute, ist es nur eine Frage der Zeit, bis kleine Clubshows nicht mehr stattfinden.