Alestorm – Sunset Of The Golden Age

“Rrrrotzige Pirrraten oder ARRR“

Artist: Alestorm

Herkunft: Schottland

Album: Sunset On The Golden Age

Spiellänge: 48:39 min

Genre: Power Metal, Folk Metal

Release: 2014

Label: Napalm Records

Link: http://www.alestorm.net/

Bandmitglieder:

Gesang – Christopher Bowes
Gitarre – Dani Evans
Bassgitarre – Garreth Murdock
Keyboard – Elliot Vernon
Schlagzeug – Peter Alcorn

Tracklist:

  1. Walk the Plank
  2. Drink
  3. Magnetic North
  4. 1741 ( The Battle of Cartagena)
  5. Mead from Hell
  6. Surf Squid Warfare
  7. Quest for Ships
  8. Wooden Leg
  9. Hangover
  10. Sunset of the Golden Age

Alestorm - Sunset Of The Golden Age

Niemals zuvor von der schottischen Truppe namens Alestorm gehört, betrachte ich also zuerst das Portrait der fünf Schmutzfinken. Ob Ihnen klar ist, wie sympathisch sie tatsächlich aussehen? Da knien die Burschen um eine Kiste im modernen Shabby Chic. Da kommt einem die Mode – das Mobiliar betreffend – doch noch nützlich vor, denke ich. Selbstverständlich ist besagte Shabby-Chest mit Flaschen der verschiedensten Sorten Alkohol gefüllt. Die liegen zwar leer und schief in der Kiste herum, aber die Jungs gucken so gerade, dass hier auf einfache Zurschaustellung schließen lässt. Die Blicke lassen Verschiedenes andeuten. Von „Mein Schatz…“ über „Bin böse Arr Arr“ bis hin zu „Ich mach hier nur sauber“ kann man einiges herauslesen. Hmmm… ja, eigentlich soll ich ja über ihre Musik schreiben. Genauer gesagt über Ihr Album Sunset of  the Golden Age.

Ich steh ja nicht so auf Trompeten. Hier werden zum Einstimmen gleich mal Fanfaren geblasen. Naja, vielleicht passt es ja, denke ich mir und höre weiter. Im restlichen Album wird das Backenrohr jedoch durch eine fröhliche Quetschkommode (Ziehharmonika) ersetzt (lucky me).

Ich denke hin und wieder an Spongebob und den fliegenden Holländer, bin belustigt und hin und wieder am Feiern, während ich mir die Lebensfreude der Piraterie zu Gemüte führe und kann dem Ganzen eine gewisse Romantik abgewinnen. Es wird mit Freude und Leidenschaft erklärt, wie man als „Heavy Metal-Pirate“ an sein Bier kommt (Track 2 – Drink), während die Geschichten von (Achtung, mein Lieblingswort) Flach-Metal begleitet werden, der nur wenig Pagan-Elemente aufweist. Deshalb lasse ich das Genre raus. Wie kommt man darauf, dass das Pagan ist??? Na egal, ich bin ja kein Ohrenarzt. Aber ich denke, man kann diese Band doch durchaus als das bezeichnen, was sie ist. Dazu braucht es keine Beschönigungen in Form von falschen Namen. Das Album macht Laune und von mir aus können die immer so weiter machen. Alestorm wissen, was sie mit Instrumenten anzufangen haben – Bacon Powered Pirate Core. Voll gestopft bis oben hin mit salziger Luft, magischen Wesen und… Bier.

Wie es sich eben für echte Piraten gehört.

 

Fazit: Wer das nicht mag, war nie ein Kind. In meinem Wohnzimmer hat es nie mehr nach nassem Holz und Meeresluft gerochen, wie als ich Alestorm kennen gelernt habe. Und ich mag es eigentlich eher melancholisch!

Anspieltipps: Drink und Wooden Leg
Alisha L.
8
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