All That Remains – Overcome

„Overcome – Metalcore zum Genießen“

Artist: All That Remains

Album: Overcome

Spiellänge: 38:51 Min

Genre: Metalcore

Release: 16. September 2008

Label: Prosthetic, Razor & Tie

Produziert in: Audio Hammer Studios, Sanford, Florida – USA

Link: www.allthatremainsonline.com

Tracklist:

  1. Before The Damned
  2. Two Weeks
  3. Undone
  4. Forever In Your Hands
  5. Chiron
  6. Days Without
  7. A Song For The Hopeless
  8. Do Not Obey
  9. Relinquish
  10. Overcome
  11. Believe In Nothing / Nevermore Cover

Als ich das erste Mal von dieser Band All That Remains hörte, stand diese als Hauptact für Deadlock in Bochum in der Matrix fest. Ich wollte Deadlock live sehen – also dachte ich mir: „Mal schauen, was mich sonst so erwartet.“ Als erstes hörte ich bei Itunes rein und bekam nur Songfetzen vorgesetzt, die aber alle auf Anhieb überzeugten und das in einem Ausmaß, das diese Band (samt neuem Album in 2010) zu einem meiner Favoriten macht.
Das Album wurde in den Audio Hammer Studios in der 50.000 Einwohner Stadt Sanford, im US Bundesstaat Florida, produziert und steht seit dem 16.09.2008 in den Läden.

Soviel zur Vorgeschichte, jetzt mehr zum Inhalt:
Im Vergleich zu den Vorgängeralben ist Overcome eine sehr melodische Abwechslung. Es wird im Gesamtbild weniger das Shouten des Frontmanns (Philip Labonte) in den Vordergrund gelegt, sondern eher eine gute Mischung aus Clear Vocals und gezielten Shouts. Das Album verzichtet komplett auf ein Intro und startet direkt in das Lied Before The Damned. Dieses hat genretypische Rhythmik und harte, eher eintönig geshoutete Strophen, der Refrain ist komplett in Clear Vocals gehalten. Es folgt mit Two Weeks, ein Ohrwurm Song der besonderen Art. Durch den relativ langen Anfang des Stücks steigert sich ATR in die erste Strophe und dreht dieses Mal den Spieß herum. Clear Vocals im kompletten Lied und langes Solo. Dieses Lied hat ein Stück Massentauglichkeit und Härte zugleich. Sicherlich auch ein Grund, warum es zur 2. Single des Albums Overcome erschienen ist. Undone ein ebenso ein nicht zu unterschätzendes Lied, dieses Mal eine extrem gut abgepasste Symbiose aus Shouts und Clear Vocals. Das ruhigste Lied des Albums nennt sich Forever In Your Hands und klingt eher weniger nach ATR. Ist aber meiner Meinung nach eine echt geniale Metalcore Ballade. Chiron, die erste Singleauskopplung von Overcome, ist ungefähr so aufgebaut wie Two Weeks. Eine ATR Hymne mit zusätzlich epischen Intro und akustischem Showdown in der Mitte. Brutale Strophen, aber sehr melodisches Intro und Refrain, wieder in albumtypischen Clear Vocals. Hinter Days Without verbirgt sich ein weiterer gelungener Song welcher aber eher zu den schwächeren Titeln des Albums zählt. Als eines der Überraschungslieder des Albums entpuppt sich A Song For The Hopeless mit ruhigeren Parts, die aber nach nicht langem Intro in aggressiven Shouts eingeschlossen werden. Das Lied eignet sich wunderbar zum Headbangen und Genießen. (Ja Metalcore zum Genießen grosses Lachen) Do Not Obey ist etwas eintönig, aber extrem hart im „Gesang“. Das Lied ist ähnlich wie der erste Titel des Albums aufgebaut. ATR Fans der alten Alben freuen sich über Relinquish, denn das nenne ich Metalcore. Viel Krach, geringe Melodieneinflüsse und super Solo alles in einem Lied vereint, besser geht es nicht. Overcome, das titelgebende Lied des Albums, hebt die Clear Vocals etwas hervor, geht aber in der Masse und Härte der Vorgängerlieder unter. Ich korrigiere, das ruhigste Lied des Albums ist eigentlich Believe In Nothing und befindet sich als Abrundung am Ende des Albums. Ein gelungener Nevermore Cover. Mir zu ATR untypisch / zu ruhig aber okay.

Fazit: Die Band schaffte mit Overcome eine Art Brücke für die, die das Metalcore Genre eher wegen zu „stupidem Geshoute“ meiden und eher auf Clear Vocal lastige Musik stehen. Ich finde, es ist eindeutig ein Kauftip, obgleich Metalcore Fan oder „nur ab und zu“ Metalcore Hörer. Anspieltipps: Two Weeks, Chiron, Forever In Your Hands
Kai R.
9
9
Weitere Beiträge
DeWolff – Live & Outta Sight II