Axel Rudi Pell + Support am 20.02.2014 in Bochum

”Axel Rudi Pell am 20.02.2014 in Bochum”

Band: Axel Rudi Pell

Vorbands: Rebellious Spirit

Location: Zeche Bochum

Homepage: http://www.zeche.com/index.phtml

Datum: 20.02.2014

Einlass: 18:45 Uhr / Konzertbeginn: 20:00 Uhr

Kosten: VVK: 38,99 €

Besucher: ca. 450

Axel Rudi Pell tourt wieder quer durch Europa. Natürlich kann er es sich nicht nehmen lassen, gleich drei Termine in seiner Heimatstadt Bochum zu spielen. Time for Metal war für euch live dabei und durfte das erste der drei Konzerte am 20.02.2014 mitrocken.

Das Konzert findet in der fast schon kultverdächtigen Zeche Bochum statt. Die Location war schon Wochen vor dem Termin ausverkauft, dementsprechend voll ist es. Obwohl die Zeche aus allen Nähten platzt und sich eine „gemütliche“ Sauna-Atmosphäre ausbreitet, kann man von überall einen guten Blick auf die Bühne erhaschen. Man merkt dem Publikum an, dass Pell schon über Jahre hinweg seine Fans halten konnte und immer wieder neue Fans von seiner Musik begeistern kann. Dementsprechend bunt gemischt sind die Altersgruppen an diesem Abend. Trotzdem liegt der Altersdurchschnitt eher im oberen Bereich.

Pünktlich um 20 Uhr wird der Abend von der Vorband Rebellious Spirit eröffnet. Die süddeutschen Nachwuchsrocker bringen in bester Heavy Metal/Hard Rock-Manier die Bühne ordentlich zum Beben. Obwohl sie sich die größte Mühe geben, eine geile Show abliefern und die Zuschauer animieren, haben sie bei diesem Publikum kein leichtes Spiel. Die Zuschauer erweisen sich eher als träge und wollen nicht richtig mitgehen. Es sei einmal dahingestellt, ob die akute Bewegungsresistenz des Publikums am erhöhten Alter liegt oder ob man seine Kräfte für Axel Rudi Pell sparen will. Aber es liegt definitiv nicht an der Performance von Rebellious Spirit. Nach 45 Minuten ist die Show der vier Jungs vorbei und die Umbauarbeiten für den Hauptact können starten.

Um 21:25 Uhr ist es endlich so weit, es wird dunkel im Raum, Nebelschwaden wabern über die Bühne und es erklingt The Inquistorial Procedure vom aktuellen Album. Der Einzug von Pell und seinen Mannen verpasst mir doch schon eine leichte Gänsehaut. Die Band legt gleich zu Beginn mit unglaublicher Energie los und von der ersten Sekunde an zeigen sie was sie können. Besonders beeindruckend ist die Performance von Johnny Gioeli. Das ganze Konzert hinweg springt er in bester Flummi-Manier über die Bühne, scherzt mit dem Publikum oder erzählt Anekdoten. Auch gesanglich liefert er eine beeindruckende Leistung ab. Da ist ein Duracell Hase ein Witz gegen. Er schafft es sogar, große Teile des Publikums zu animieren.

Spätestens bei Nasty Reputation und Strong As A Rock grölt der halbe Saal die Songs mit. Pell hingegen hält sich eher zurück, tritt selten in den Vordergrund und konzentriert sich voll auf seine Gitarre. Trotzdem gibt es genügend Solopassagen, in denen Pell sein ganzes Können zeigen kann und vollkommen in seiner Musik aufgeht. Generell wird darauf geachtet, dass keiner aus der Band zu kurz kommt. Das dargebotene Keyboard- und das Schlagzeugsolo suchen ihresgleichen. Die Band, wie es bei einer Into The Storm Tour zu erwarten ist, spielt viele Songs von ihrem aktuellen Album. Begründet wird das Ganze von Johnny Gioeli mit der einleuchtenden Erklärung „Cause we want to.“. Neben sehr starken, energetischen und rockigen Nummern wie Tower Of Lies gibt es aber auch ruhige Balladen wie Hey Hey My My. Aber natürlich gibt es auch ältere Nummern quer durch die 25-jährige Bandgeschichte. Kurz gegen Ende legen Pell und Ferdy Doernberg noch eine kleine Jam-Session mit Gitarre und Keyboard ein und geben noch einmal gut Gas. Neben der ausgefeilten Technik merkt man allen an, wie viel Spaß sie an diesem Abend haben und wie gerne sie ihren Job machen.

Fazit: Das Konzert ist der Hammer. Die Performance der Vorband und auch von Axel Rudi Pell können voll überzeugen. Ich hätte den Jungs auf der Bühne ein aktiveres Publikum gewünscht, aber auch so haben Pell, Gioeli, Krawcyak, Doernberg und Rondinelli eine absolut energiegeladene und geile Show abgeliefert. Wer Axel Rudi Pell noch nicht live erlebt hat, sollte unbedingt einen der letzten zwölf Tourtermine wahrnehmen und mit der Band einen Abend mitrocken.

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