Barishi – Old Smoke

Spannende und verwinkelte Unzugänglichkeit

Artist: Barishi

Herkunft: Jamaica, Vermont, USA

Album: Old Smoke

Spiellänge: 49:36 Minuten

Genre: Black Metal, Progressive Metal

Release: 24.04.2020

Label: Season Of Mist

Links: www.facebook.com/barishiband
www.twitter.com/BarishiMetal
www.instagram.com/barishi
www.barishi.bandcamp.com

Produktion: Dark Art Audio, Nashville, TN (US) – Mikey Allred

Bandmitglieder:

Gesang,Gitarre – Graham Brooks
Bassgitarre – Jonathan Kelley
Schlagzeug – Dylan Blake

Band (Live):
Gesang, Gitarre – Graham Brooks
Gitarre – Joe Nickerson
Bassgitarre – Jonathan Kelley
Schlagzeug – Dylan Blake

Tracklist:

1. The Silent Circle
2. Blood Aurora
3. The Longhunter
4. Cursus Ablaze
5. Entombed In Gold Forever
6. Old Smoke

Barishi aus Jamaica, Vermont (USA) gründeten sich 2012 und haben bisher zwei Alben auf der Habenseite, Barishi (2013) und Blood From The Lion’s Mouth (2016). Am 24.04.2020 wurde nun über Season Of Mist der dritte Lonplayer veröffentlicht, der limitiert auf 300 Stück als 12“ Vinyl auf die Hörerschaft losgelassen wird und den Namen Old Smoke trägt.

Der Stil des amerikanischen Trios wird als Black Metal, Progressive Metal beschrieben. So bin ich gespannt, denn sechs Songs auf knappen 50 Minuten sind die statistischen Werte eines Albums, für dessen Coverartwork Kuba Sokolski verantwortlich ist.

Gleich die ersten beiden Songs (The Silent Circle und Blood Aurora) durchbrechen die 10-Minuten-Marke und können mit einer Menge an Riffs aufwarten, die in sich verschlungen, in einer Art und Weise eingängig, doch dann auch sperrig und nicht zugänglich wirken – was es aber irgendwie spannend macht und fesselnd wirkt. Musikalisch ist der Weg gezeichnet zwischen Black und Progressive Metal und auch Sludge.

Blood Aurora wirkt erst einmal dunkler, fieser und vor allem düsterer. Hier scheint das Kreieren einer Atmosphäre mehr gelungen, als beim Opener. Anfangs rockig, dann aber mit einem gehörigen pechschwarzen Anstrich folgt The Longhunter, um zum Ende das Rockige mit dem Schwarzen zu verschmelzen. Cursus Ablaze ist mit zwei Minuten der mit Abstand kürzeste Titel (interpretiere ich eher als Interlude) auf Old Smoke. Dieses akustische Instrumental leitet sehr atmosphärisch Entombed In Gold Forever ein, der für mich härteste Song des Albums, aber auch der Zugänglichste. Keine Frage, auch hier passiert viel, aber die Eingängigkeit und Nachvollziehbarkeit ist bei diesem Titel höher, als bei den Bisherigen. Der Titeltrack Old Smoke bildet dann den Abschluss und ist auch das längste Werk. Sehr ruhig und gediegen startend, entwickelt der Song sich in einer sehr monumentalen und hymnenhaften Art und Weise. Ein guter, abwechslungsreicher Abschluss, bei dem man aufgrund der knapp dreizehneinhalb Minuten auch Geduld haben muss, da Old Smoke nicht gleich im ersten Durchlauf zündet – was für den einen oder anderen Hörer für das komplette Album gelten kann.

Barishi beweisen auf Old Smoke gekonntes Gespür für ein verschachteltes, in sich verschlungenes Songwriting. Das ist auf der einen Seite spannend und eindrucksvoll, kann auf der anderen Seite aber auch abschreckend und sperrig wirken, sodass der Hörer keinen Zugang findet. Wird jedoch diese Unzugänglichkeit überwunden, ist das für dieses Genre gut produzierte Album wirklich hörenswert.

Barishi – Old Smoke
Fazit
Alles in allem ist Barishi‘s Old Smoke ein Album für Fans des Progressive, Sludge mit schwarzer Note. Aber aufgepasst, dieses Album ist nicht geeignet, um es mal so nebenbei laufen zu lassen.

Anspieltipps: Cursus Ablaze und Entombed In Gold Forever
David S.
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