Brujeria – Pocho Aztlan

“Großmeister mit gutem Durchschnittslangeisen!“

Artist: Brujeria

Herkunft: USA, Mexico

Album: Pocho Aztlan

Spiellänge: 46:12 Minuten

Genre: Grindcore, Death Metal

Release: 16.09.2016

Label: Nuclear Blast

Link:  https://www.facebook.com/Brujeria/

Bandmitglieder:

Gesang – John Lepe
Gitarre, Bass, Gesang – Jeff Walker
Gitarre – Shane Embury
Bassgitarre, Gesang – Pat Hoed
Gesang, Sampler – Pinche Peach
Schlagzeug – Nick Barker
Gesang, Gitarre – Gaby Dominguez
Schlagzeug – Chris Paccou

Tracklist:

  1. Pocho Aztlan
  2. No Aceptan Imitaciones
  3. Profecia Del Anticristo
  4. Angel De La Frontera
  5. Plata O Plomo
  6. Satongo
  7. Isla De La Fantasia
  8. Bruja
  9. Mexico Campeon
  10. Culpan La Mujer
  11. Codigos
  12. Debilador
  13. California Uber Aztlan

Brujeria - Pocho Aztlan

Gegründet wurden Brujeria bereits 1989 und konnten neben Nord- und Südamerika auch bei uns Erfolge feiern. Wer auf das Line Up blickt, wird das ein oder andere bekannte Gesicht erkennen, welches in der Szene einen hohen Stellenwert hat. Das letzte Mal vor ein paar Jahren auf dem Party.San mit der Krachkombo in Kontakt gekommen, blieb über die Jahre immer ein wohlwollender Gedanke im Kopf zurück. Drei Studioalben wurden in der Vergangenheit über Roadrunner veröffentlicht, das letzte, Brujerizmo, ist bereit sechzehn Jahre alt – kein Wunder, dass Brujeria ein wenig in Vergessenheit geraten waren. Seit letzter Woche gilt es nun Pocho Aztlan zu bewundern, welches über Nuclear Blast über den Planeten gejagt wird. Dreizehn Stücke, die auf 46 Minuten kommen, greifen wie gehabt südamerikanisches Feeling auf und werden durch peitschende Death Grind-Salven angetrieben.

Die exotische Soundwand bricht mit dem Titeltrack Pocho Aztlan vom Stapel. Leise wispernde Stimmen ziehen die Aufmerksamkeit bis Jeff Walker und Shane Embury die Hassmaschinerie anstoßen. Groovige Riffs und die spanischen Texte in Kombination mit den diversen Gesangsfarben gehen gut ab. Immer wieder schießen scharfgespitzte Speere wie bei den Majas mit lautem Rauschen durch die Lüfte. Nach dem man Pocho Aztlan, No Aceptan Imitaciones und Profecia Del Anticristo zu Beginn sacken lassen hat, wird deutlich, dass Brujeria gut, aber nicht absolut tödlich, unterwegs sind. Zackiges Gewalze schickt durch die Bank weg groovige Hasstiraden ins Rennen. Wer mal wieder seine Halswirbel entspannen möchte, kann dieses sehr gut mit Angel De La Frontera oder Satongo machen. Ohne das ganz große Highlight muss Pocho Aztlan auskommen – gute Stücke findet man viele, nur der Killer bleibt in seinem Versteck.

Fazit: Gute Laune Grind Death, der bei mir in der nächsten Zeit noch öfter laufen wird. Live bleiben Brujeria deutlich fetter als auf Platte, nichtsdestotrotz mal wieder ein deutlicher Wink mit dem mexikanischen Zaunpfahl, der laut durch eure Wohnungen lärmen muss. Wer die Gruppe in der Vergangenheit vergötterte, kommt auch auf Pocho Aztlan auf seine Kosten.

Anspieltipps: Plata O Plomo und Codigos
Rene W.7.8
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