Artist: Crossplane

Herkunft: Essen, Deutsch

Genre: Metal, Rock’n’Roll

Label: 7hard

Link:  https://www.facebook.com/crossplane.band/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Celli
Gitarre – Alex
Bassgitarre – Schluppi
Schlagzeug – Matthias

Time For Metal / Rene W.:

Hallo an den eingeschworenen Haufen von Crossplane,

2015 bin ich eher zufällig über das damalige aktuelle Album Masturboned gestoplert und war gleich aus dem Häuschen. In Oldenburg konnte ich mir im selben Jahr ein Bild von euren Live-Künsten machen und ein paar Worte mit euch wechseln, um so mehr freue ich mich jetzt zum Album Backyard Frenzy und der laufenden Tour ein Interview zu führen.

Crossplane:

Hi René! Wir freuen uns auch. Schön, dass dir die Scheibe gefällt!

Time For Metal / Rene W.:

Als erstes möchte ich auf Backyard Frenzy eingehen, welches seit dem 10.02.2017 über 7hard erhältlich ist. Eingängig zockt ihr ein eingespielten Stil, der ganz klar mit Größen wie Motörhead in Verbindung gebracht werden darf, aber nicht zwingend muss. Wie wichtig ist euch der Schulterschluss zu großen Acts der Szene, die jedoch nie in der Region der Kopie vordringen?

Crossplane:

Wir machen uns darüber eher wenig Gedanken. Wenn du Songs schreibst, denkst du nicht darüber nach, ob es sich anhören könnte wie irgendein anderer Act. Dennoch ist es so, dass man mit Sicherheit im Laufe der Jahre, vor allem aus seinen eigenen Anfängen durch zahlreiche Musikstile geprägt ist. Aber das man speziell darauf abzielt, das kann ich nicht sagen. Ich denke, es ist eher der Versuch etwas zu beschreiben. Wenn ich dich etwas frage, wirst du wahrscheinlich ein paar Beispiele nennen um mir zu erklären, damit ich eine ungefähre Vorstellung davon bekomme was du machst. Wir finden es aber absolut legitim mit Bands wie Motörhead oder aber auch Black Label Society verglichen zu werden. Es gibt Schlimmeres, haha.

Time For Metal / Rene W.:

Es gibt einfachere Genres wie dem Rock ’n‘ Rol,l um neue Zeichen zu setzten. Wie viel Schweiß und Blut versprüht ihr daher beim Songwriting, um das Ergebnis zu erhalten, welches man auf Backyard Frenzy findet?

Crossplane:

Musik ist unser Leben. Wir denken quasi in Songs. Es vergeht kein Tag an dem man nicht mal die Klampfe in der Hand nimmt oder eine Melodie vor sich her trällert. Sogar vor dem Einschlafen arrangiert man Songs. Oft stehe ich noch einmal auf und schnappe mir die Gitarre, weil ich eher keine Ruhe finde bevor ich das Riff auf der Gitarre gespielt habe. So ist das eben. Was ich damit sagen will: Es kommt alles aus dem Bauch. Die guten Songs sind meist die, die am schnellsten fertig sind. Je mehr Gedanken man sich darüber macht, desto verkrampfter wird die Sache. Rock ’n’ Roll ist ein Gefühl und kein Schema.

Time For Metal / Rene W.:

Ihr wirkt als Kollektiv sehr ausgeglichen. Fliegen trotzdem mal die Fetzten, oder seid ihr euch in allen Belangen um Crossplane auf Anhieb einig?

Crossplane:

Wir sind und eigentlich alle einig. In einer Gemeinschaft, was eine Band ja nun mal ist, gibt es immer mal Themen, die hier und da angesprochen werden, doch letztendlich ist wichtig, was auf der Bühne passiert, und dass eine Band dort als Einheit rüberkommt und dort ihre Energie verbraucht. Und nicht abseits der Bühne. Machen ist wichtiger als Reden. Das vergessen manche Menschen. Wenn man gemeinsam an einer Sache arbeitet, sind andere Dinge meist überflüssig im Nachhinein.

Time For Metal / Rene W.:

Locker, aber weniger kernig als andere Acts, lasst ihr eine weiche Seite zu, die auch anders ausfallen kann. Erzählt daher ein wenig mehr über Backyard Frenzy und zeigt einmal die Unterschiede zu Masturboned aus Sicht der Band auf.

Crossplane:

Masturboned ist im ganzen etwas schneller als Backyard Frenzy. Es kommt oftmals auf die Stimmung während des Songwriting an. Wie ich schon sagte, kommen die Songs aus dem Bauch und spiegeln den jeweiligen Gemütszustand dar. Auf der BYF hatten wir auch viele neue Ideen für langsamere, groovigere Songs, was aber nicht heißen soll, dass sie minder härter sind. Im Gegenteil. Die Texte sind wesentlich ernster geworden, als auf den Vorgängern Hellhound High und Masturborned protzen gerade zu vor Kraft und Energie.

Vor allem für Live gibt es durch alle drei Alben eine Setlist, die wie Dynamit ist. BYF ist ein toller Mix an Härte, Geschwindigkeit und groovt wie die Hölle. Ein musikalischer Schlag in die Fresse.

Time For Metal / Rene W.:

Beim Artwork wird kein Zacken aus der Krone gebrochen. Ganz Genrelike bleibt das Cover relativ schlicht und bodenständig. Auf Backyard Frenzy habt ihr eure Nasen selber integriert. Erzählt einmal, wie das Design zu Stande kam.

Crossplane:

Das kam sozusagen Rock ’n’ Roll like aus einer Bierlaune heraus. Wir hatten viel Spaß bei den Aufnahmen und konnten viel über uns selbst lachen, was auch mal sein muss. Wir haben vor noch eine Art Sonderedition vom Cover der BYF zu machen. Ich möchte aber noch nicht zu viel verraten.

Time For Metal / Rene W.:

Mein Fazit zu Backyard Frenzy fiel wie folgt aus –  würdet ihr die Zeilen so stehen lassen oder hättet ihr Anmerkungen dazu: „Backyard Frenzy von Crossplane hat alles, was ein feines Rock’n’Roll-Intermezzo benötigt. Schnelle Nummern werden von langsamen Stücken abgelöst und immer mitten drin: Groovige Elemente, die den vollen Bierkrug zum Kreisen bringen. Cowboyhut auf, die Pferde gesattelt und ab geht es durch die Essener Innenstadt – natürlich wird der Gaul von Crossplane angetrieben und scheppert nur so durch die Gassen. Ein gutes Werk mit Potenzial, welches live die Wirkung nicht verfehlen wird.“

Crossplane:

Punkt

Time For Metal / Rene W.:

Zur Zeit spielt ihr diverse Konzerte in der Republik und habt schon einige in den Knochen. Wie sieht das Set aus –  kommt viel vom neuen Material vor oder ein breiter Mix aus allen Platten?

Crossplane:

Es ist immer ein breiter Mix. Wir haben acht Songs von der BYF im Packet. Wir mischen gerne aus allen Alben. Mittlerweile besteht das Set bei Headliner Shows aus 22-24 Songs. Da bekommt man so einige unter. Crossplane Shows sind Partys, da wird gefeiert. Je mehr Songs desto besser.

Time For Metal / Rene W.:

Wie angesprochen: ihr seid gerade mitten drin in eurer Tour. die in den nächsten Wochen sowohl in Clubs als auch unter freiem Himmel stattfindet. Was gibt den größeren Kick: ein enger Club mit verrückten Rockern, die nur wegen Crossplane kommen oder ein buntes Festival, wo man die Möglichkeit hat, neue Leute zu gewinnen?

Crossplane:

Das hat natürlich beides was für sich. Wenn einer sagen kann, dass er eine Ochsentour macht, dann sind wir das. Ich sehe immer wieder, dass Bands fünf Shows auf einem Flyer packen und das Tour nennen. Na ja. Wir spielen alles und auch gerne. Clubs wo der Schweiß von der Decke tropft oder ein geiles Open Air. Neue Leute lernt man immer kennen. Wir fühlen uns auf der Bühne zuhause. Wir möchten nichts anderes. Alles hat einen großen Reiz für uns.

Time For Metal / Rene W.:

Ich bedanke mich für den Einblick in eure Kunst und wünsche euch viel Freude bei den kommenden Auftritten. Das letzte Wort gehört standesgemäß euch und ihr könnt sie ganz frei an eure Fans und unsere Leser wenden.

Crossplane:

Wir haben zu Danken. Wir möchten uns auch bei unseren Fans bedanken und bei denen, die es bald werden. Ohne euch wäre es nicht möglich das zu machen was wir gerne tun. Mit euch eine Riesen Party feiern. Und an alle Leser die Crossplane vielleicht noch nicht kennen: Hört mal rein und kommt zu den Konzerten. Ihr werdet es nicht bereuen.

Wir sind Crossplane, und IHR seid Rock ’n’ Roll.

 

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