Time For Metal / Rene W.:

Hallo Jörg und Jan.

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg und Jan:

Hallo René!

Time For Metal / Rene W.:

wir sind heute zusammengekommen, um über das De Mortem et Diabolum Festival in Berlin zu sprechen, mit dem Ihr im letzten Jahr eine erfolgreiche Erstauflage hingelegt habt.

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg:

Vielen Dank für das Interview und vor allem dem Interesse an unserem Festival. Aber ihr seid ja auch Mitpräsentatoren. 😉

Time For Metal / Rene W.:

Wann in etwa entstand die Idee für das Underground Black Metal Festival, wie viel Vorlaufzeit brauchtet Ihr für das Debüt, und warum wurde ausgerechnet der letzte Monat des Jahres gewählt?

De Mortem et Diabolum Festival / Jan:

Jörg und ich kennen uns bereits seit vielen Jahren und uns verbindet sowohl ein freundschaftliches als auch ein geschäftliches Verhältnis. Die Idee, gemeinsam ein Festival zu machen, geisterte lose schon eine ganze Weile zwischen uns herum. Anfang 2015 wurde es dann relativ plötzlich konkreter und wir fingen mit der Planung an. Selbstverständlich benötigt ein Festival deutlich mehr Zeit als ein Konzert, weshalb es nicht schon im März 2015 stattfinden konnte / sollte. Schlussendlich dachten wir uns, wie könnte ein Jahr besser enden als mit einem guten Festival? Und entschieden uns für den Dezember, zumal dort nicht wahnsinnig viele Veranstaltung mit einem vergleichbaren Konzept stattfinden.

De mortem et diabolum finaler stand 2015

Time For Metal / Rene W.:

De Mortem et Diabolum, was soviel heißt wie Von Tod und Teufel, ist kein Titel, welcher mal eben aus einer Bierlaune heraus gefunden sein dürfte. Wie sehr verkörpert der Name das Projekt und spiegelt die Einstellung wider?

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg:

Wir wollten einen einprägsamen Namen, haben natürlich viel verworfen und schlussendlich ist De Mortem Et Diabolum übrig geblieben. Und was verkörpert Black Metal besser als Tod & Teufel?

Time For Metal / Rene W.:

Im letzten Jahr wurde das De Mortem et Diabolum im Kultclub K17 abgehalten, in diesem Dezember wird jedoch der Postbahnhof gestürmt. Wie kam es zum Locationwechsel, bzw. was versprecht Ihr Euch davon?

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg:

Das K17 war für mich und meiner Konzertagentur Triple Six Concert die erste Adresse was Konzerte angeht. Leider sind dort ab Mai 2016 keine Konzerte mehr geplant. Und momentan weiß keiner was aus dem Klub wird, ob es einen Betreiberwechsel gibt gibt oder ob das Gebäude abgerissen wird und Luxuswohnungen gebaut werden. Für das Festival war das K17 ideal und der Wechsel zum Postbahnhof kam nicht ganz freiwillig. Allerdings habe ich in dem Club schon diverse Veranstaltungen gehabt und kenne den Club. Wir finden beide, dass der Postbahnhof sogar einige Vorzüge mitbringt.

De Mortem et Diabolum Festival / Jan:

Wie Jörg sagte, ist die Entscheidung eher pragmatischer Natur. Allerdings ist uns der Club als gute Konzertlocation bereits bekannt und verfügt außerdem über eine hervorragende Anbindung. Der Postbahnhof ist deshalb keine Notlösung, sondern eine starke Alternative zum K17.

Time For Metal / Rene W.:

Mit Mgla, Blaze Of Perdition, Necros Christos, The Committee und The Ruins Of Beverast konnten internationale hochkarätige Underground Größen und Newcomer bestätigt werden, die in einem buntgemischten schwarzen Line Up für Höhepunkte sorgten. Die ganz großen etablierten Namen der Szene wiederum fehlten, was dem Publikum scheinbar sogar recht war. Ein klares Statement, nicht immer die großen und ehe schon überspielten Zugpferde auf die Reise zu schicken?

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg:

Das stimmt und ist auch bewusst so gewollt. Zum einen spielen sich etablierte Acts tot, sind zu teuer, haben kurz vorher oder danach eine Tour etc ect, suche dir was aus. Und in der 2-. oder 3. Reihe gibt es sehr gute Bands, die es wert sind, gebucht und bei den anderen Festivals nicht immer eine Chance bekommen. Wir versuchen da eine ausgewogene Mischung zu finden.

De Mortem et Diabolum Festival / Jan:
Ich stimme Jörg da komplett zu. Andererseits, was heißt „ganz groß“ in dem Bereich? Die richtig großen Nummern, die für uns in Frage kommen, sind auch rar gesät und spielen entsprechend auf vielen Veranstaltungen. Ganz davon abgesehen, kommt es auf viele Faktoren an, sodass die Entscheidung für oder gegen eine Band immer wohl durchdacht ist.

Time For Metal / Rene W.:

Mit Metal Promotions wurde die Zusammenarbeit mit einem Promotion Partner geschlossen, der neben diversen interessanten Underground Labels auch für Festivals wie dem ROCKHARZ  oder dem Under The Black Sun die Promotion-Arbeit übernimmt. Wie wichtig war es im ersten Jahr, gleich einen Partner zur Seite zu haben, der bereits fest im Business verwachsen ist?

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg:

Na das ist natürlich sehr wichtig. In Zeiten wo Festivals wie Pilze aus dem Boden wachsen, ist es sehr wichtig, jemand zu haben, der dann das eigene Festival so ins dunkle Licht stellt, dass es auffällt. Und ca. 400 Besucher zeigen doch, Metal Promotions haben den Job gut gemacht.

Time For Metal / Rene W.:

Leider müssen zwischen den eigenen Idealen und Vorstellungen auch immer die finanziellen Aspekte im Auge behalten werden. Gab es zu Beginn Zweifel, ob all diese Kriterien unter einen Hut zu bekommen sind?

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg:

Ja klar, wir haben schon vorher hin- und hergerechnet.

De Mortem et Diabolum Festival / Jan:

Jörg ist ein alter Hase in dem Bereich und denkt an Dinge, an die ich im Traum nicht gedacht hätte. Natürlich gibt es immer Zweifel, aber wir haben uns bereits zu Beginn gut vorbereitet, sodass wir trotzdem noch gut schlafen konnten.

Time For Metal / Rene W.:

Am 16. und 17. Dezember 2016 geht es in die zweite Runde, die ersten Acts wurden bereits bestätigt. Könntet Ihr bitte unsere Leser über das aktuelle Billing informieren, berichten wie die Slots bzw. Spielzeiten aufgebaut und wie viele Bands zu erwarten sind?

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg:

Wir werden wieder zwölf Bands auffahren, wo dann Freitag und Sonnabend jeweils 6 Bands spielen werden. Momentan haben wir zehn bestätigte Bands, die sich wie folgt lesen:

ARCHGOAT (FI), DEAD CONGREGATION (GR), VALKYRJA (SE), WINTERFYLLETH (GB), BATUSHKA (PL), OUTRE (PL), ALBEZ DUZ (DE), THORYBOS (DE), KAECK (NL) und CULT OF ERINYES (BE)

Die Aufteilung, wer wann spielt, wird dann nach dem Sommer veröffentlicht.

De Mortem Et Diabolum 2016 Poster

Time For Metal / Rene W.:

Nach welchen Vorgaben werden potentielle Bands ausgewählt, und können sich Formationen auch direkt bei Euch bewerben?

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg:

Wir machen uns eine Liste an Bands und sortieren dann aus, wer passt und wer nicht, und dann schreiben wir die Bands an. Bewerbungen bekommen wir immer wieder, nehmen aber „eigentlich keine an“. Hört sich blöd an, ist aber so. Und man sieht ja am bisherigen Line Up das wir auch kleineren und unbekanntere Bands die Möglichkeit geben zu spielen. 

De Mortem et Diabolum Festival / Jan:

Vorgaben gibt es ehrlich gesagt sehr wenige. Jörg und ich sammeln potenziell interessante Bands und diskutieren die Liste dann durch. Wichtig ist, wir beide müssen von einer Band überzeugt sein, ansonsten fällt diese gleich raus.

Zum Thema Bewerbungen: Natürlich können sich Bands bei uns melden. Allerdings haben wir von vornherein klargestellt, dass wir die Bands auswählen und leider nicht alle Anfragen beantworten können. Dementsprechend ist das jeder Band natürlich freigestellt – allerdings können wir leider nicht alle Anfragen beantworten. Ich höre in nahezu alles einmal rein, der Prozentsatz der Bands, die es aber in die Diskussionsliste schafft, liegt bislang aber bei nahezu null.

Time For Metal / Rene W.:

Für Fans, die nicht aus Berlin kommen: wie erreicht man die Location am besten, und gibt es in der Nähe Unterkünfte, die für das Wochenende gebucht werden können?

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg:

Berlin ist die Hotelhauptstadt Europas hehe. Nein kein Plan aber es gibt zig Hotels und Hostels in der Stadt und auch in der Nähe zum Postbahnhof. Auch die Wege sind nicht allzu weit und das öffentliche Verkehrsnetz ist gut ausgebaut. Auf der Parkbank muss keiner nächtigen. 

De Mortem et Diabolum Festival / Jan:

Wir sind hier wirklich nicht in einem kleinen Dorf. Der Postbahnhof liegt ziemlich zentral, sodass er von nahezu allen größeren Bahnhöfen in wenigen Minuten zu erreichen ist. Außerdem findest du in Berlin für jede Preisklasse eine Unterkunft – vom günstigen Hostel bis zur Luxussuite. Besser geht es eigentlich nicht.

Time For Metal / Rene W.:

Der Vorverkauf der Zwei-Tages Tickets ist vor wenigen Tagen gestartet. Wird es später auch Tagestickets im Vorverkauf geben oder ausschließlich an der Abendkasse?

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg:

Der Wechsel zum Postbahnhof hat natürlich den Vorteil, dass wir auch Tageskarten anbieten können. Diese wird es aber nur an der Abendkasse geben.

De Mortem et Diabolum Festival / Jan:

Wie Jörg schon sagte, können wir in diesem Jahr auch unkompliziert die große Nachfrage an Tageskarten bedienen. Informationen dazu folgen, sobald die Tagesaufteilung der Bands steht.

Time For Metal / Rene W.:

Immer wieder gibt es auf Festivals neue Möglichkeiten, seine Erfrischungsgetränke zu erwerben. Wandert im Postbahnhof noch das gute alte Bargeld über den Tresen, oder wird eine andere Bezahlvariante gewählt?

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg:

Du kannst Fragen stellen haha. Ich glaub ich hab noch nie gesehen, dass man mit Karte bezahlen kann. Aber ich glaub du sprichst eher dieses Bonsystem an. Das mag auf manchen Open Airs funktionieren, aber wir mieten und haben natürlich keinen Einfluss auf das dortige Bezahlsystem. Ich persönlich lehne dieses Bonsystem aber ab. Das ist nur Geldschinderei in meinen Augen. Ansonsten, dass Berliner Trinkwasser ist von bester Qualität und ist kostenlos. 😉

Time For Metal / Rene W.:

Ich bedanke mich für das offene Interview und wünsche Euch ein erfolgreiches De Mortem et Diabolum 2016. Zum Abschluss gehört das Wort Euch, und Ihr könnt es direkt an Eure Besucher und unsere Leser wenden.

De Mortem et Diabolum Festival / Jörg:

Nema

De Mortem et Diabolum Festival / Jan:

Danke!

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