Die Vorboten – Sturm Und Drang

„Der Gesang ist hier das größte Hindernis, was man entweder lieben oder hassen kann“

Artist: Die Vorboten

Album: Sturm Und Drang

Spiellänge CD: 9:47 Minuten

Genre: Gothic / Metal / Rock / Darkwave / Neue Deutsche Härte

Release: 27.01.2012

Label: Sonic Attack Records

Link: http://dievorboten.de/index.php?article_id=1

Klingt wie: Vogelfrey , Ally the Fiddle

Bandmitglieder:

Karsten Palitschka (K) – Gesang, Gitarre
Philipp Krätzer (Chálèp) – Klavier, Keyboards, Synthesizer
Thomas Mende (Giddahh) – Gitarre, 2. Stimme
Stephan Schuster (TMSKGS) – Bass
Florian Herrmann (Der Andere) – Schlagzeug

Tracklist CD:

  1. Zum Meer
  2. Angst
  3. Ehrgeiz

Die_Vorboten-Sturm_Und_Drang-Cover
Die Wismarer Kraut-Metal-Band [/b]Die Vorboten[/b] haben für Anfang 2012 ihre dritte EP in trockene Tücher gebracht. Erscheinen wird die drei Track lange EP am 27.01.2012 und kann kostenlos auf der Bandhomepage runtergeladen werden! (Link http://dievorboten.de/index.php?article_id=1)

Auf Sturm Und Drang präsentieren sich die Deutschen gewohnt zügellos und schlagen einen extrem experimentellen Weg ein, bei dem sie eine Brücke von der Neuen Deutschen Härte zum Metal schlagen. Hierbei werden zusätzlich Gothic und Darkwave-Elemente mit in der Songstruktur verankert. Wie es die neue Deutsche Härte schon betitelt, sind die drei Songs natürlich in deutscher Sprache gehalten und konnten damit in der Vergangenheit, besonders bei unseren europäischen Nachbarn in Frankreich und Großbritannien punkten!

Zu Beginn der EP dringen harte, stark atmosphärische Klänge in die Ohren, bevor schließlich starke Breaks einsetzen und gewöhnungsbedürftiger Gesang aus den Boxen dringt. Kreativ und experimentell ist die beste und treffenste Aussage, die man zu [/b]Die Vorboten[/b] tätigen kann. Langsame und verflachende Passagen werden durch starke Keyboardakkorde beschleunigt und bekommen ihren letzten Kick bei der wahlweise einsetzenden Doublebass.

Nach dem dritten Durchlauf der EP gewöhnt man sich auch an die Vocals, die sich bei einem immer tiefer im Gedächtnis verankern und als Ohrwurm in die Gehörmuschel setzen. Einzig und allein die psychedelischen Seqenzen bei Ehrgeiz wollen meinen Gehörnerv nicht treffen! Dafür ist die Songstruktur sehr eingängig, die Darkwave-Anspielungen sind kaum vorzufinden und können viel mehr als melodischer Soundteppich beschrieben werden, der durch konfuse Geschwindigkeitswechsel durchflutet wird.

Fazit: Die Vorboten sind nichts für schwache Nerven. Durch ihre Abwechslung sind sie einerseits interessant, jedoch muss man anderseits ihren Stil mögen. Der Gesang ist dabei das größte Hindernis, was man lieben oder hassen kann. Die Produktion ist gut gestaltet der Sound ist einwandfrei und sowohl Band auch als Label haben sich mit der Download-Geschichte etwas Feines ausgedacht. Reinhören sollte man auf jeden Fall mal! Denn das "Testen" kostet ja nichts. Anspieltipps: Zum Meer
Rene W.
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