Gallows Pole – Waiting For The Mothership

„Die Wiener Progressive Rock-Urgesteine wollen es noch einmal wissen“

Artist: Gallows Pole

Album: Waiting For The Mothership

Spiellänge CD: 45:08 Minuten

Genre: Progressive Rock/Metal

Release: 09.09.2011

Label: Pure Rock Records

Link: http://www.gallowspole-rockmusic.com

Klingt wie: Den Saakaldte, Watain

Bandmitglieder:

Alois Martin Binder – Gesang, Bass und Gitarre

Günther Steiner – Keyboard

Michael Haderer – Schlagzeug

Tracklist CD:

  1. Old Man Cry
  2. Return To Paradise
  3. Waiting For The Mothership
  4. Do You Remember
  5. Area 51
  6. A Big Mistake
  7. The Universe Will Understand
  8. Mothership Is Coming

Nach nun über 30 Jahren sind Gallows Pole immer noch aktiv und bringen mit Waiting For The Mothership ein weiteres Rock/Metal- Album heraus, welches mit etlichen progressiven Facetten gespickt ist. Mit Waiting For The Mothership kehren die Wiener zu ihren Wurzeln zurück. Vom kommerziellen Sound verabschiedet, beginnen unsere österreichischen Nachbarn das Album sehr stürmisch.

Old Man Cry wird mit härteren Riffs ins Rennen geschickt. Je länger die Spielzeit andauert, desto mehr weichen die sanften Klänge, die von Sänger, Bassist und Gitarrist Alois Martin Binder gesanglich untermalt werden.

Auch im zweiten Track Return To Paradise dominiert Alois Martin Binder in allen Belangen. Seine Gesangskünste werden angenehm herübergebracht und lassen den Refrain wohlklingend in die Ohren dringen. Nach den zwei Songs ist ganz klar zu erkennen, dass Rock-Einflüsse die Songs dominieren und nur einen Hauch von Metal zu erkennen ist. Dieses soll nicht stören, denn die Wiener wissen trotz der ruhigen Rock-Songs Spannung aufzubauen.

Bei Waiting For The Mothership z.B. wird die Spielgeschwindigkeit auf’s minimalste gedrosselt und lediglich für kleine Höhepunkte angehoben. Zum Ende von Waiting For The Mothership wird es dann doch etwas langwierig. Der Schwerpunkt von Gallows Pole wird auf ruhige Rock-Songs gesetzt, die in der dunklen Jahreszeit zum Nachdenken (z.B. am Feuer des heimischen Kamins) anregen sollen.

Die Umsetzung ist Dank der Routine von über dreizig Jahren ansprechend gelungen. Als mein persönlicher Lieblingssong kristallisiert sich Area 51 heraus: viele musikalische Variationen beleben den Track und lassen mich gedankenversunken über das weite ostfriesische Land blicken.

Mit A Big Mistake wurde eine klassische Ballade auf das Album gebrannt. Das Keyboard wird in den Vordergrund geschoben und gibt den Takt an. Zur gesanglichen Unterstützung hat sich Alois Martin Binder eine Dame dazu geholt, die mit ihm zusammen das Duett anstimmt und auf voller Länge überzeugt. Sehr harmonisch und professionell wird dieses herübergebracht und unterstreicht noch einmal die Grundstimmung des Albums.

Fazit: Gallows Pole zeigen auf Waiting For The Mothership noch einmal, warum sie seit geraumer Zeit im Musikgeschäft unterwegs sind. Sie verstehen es, ihre rockigen Songs mit progressiven Einflüssen zu versehen und trotzdem als eine Einheit auftreten zu lassen. Alois Martin Binder macht die kleinen Negativpunkte mit seiner unglaublichen Stimme wieder wett. Metalheads kann ich die Scheibe nur dann empfehlen, wenn Sympathie zu sanften Rockklängen besteht. Progressive Rock-Fans hingen werden auf Waiting For The Mothership voll auf ihre Kosten kommen. Anspieltipps: Area 51 und A Big Mistake
Rene W.8
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