Antichrist – Forbidden World

“Unverkennbar!“

Artist: Antichrist

Album: Forbidden World

Spiellänge: 42:23 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 30.09.2011

Label: High Roller Records

Link: keiner verzeichnet

Klingt wie: Beowülf, Dreker

Bandmitglieder:

Gesang – Anton „ Steken“ Sunesson
Gitarre – Filip Runesson
Gitarre – Gabe Gonzales
Bass – Gobbe Henningsson
Schlagzeug – Sven Nilsson

Trackliste:

  1. Dark Sorcery
  2. Victims Of The Blade
  3. Torment In Hell
  4. Forbidden World
  5. Necropolis
  6. Death Rays
  7. Sign Of The Beast
  8. Minotaur
  9. Militia Of Death
  10. Terror Dimension

Nach der diesjährigen Veröffentlichung einer Kompaktscheibe, die ihre Demos beinhaltet, präsentieren Antichrist direkt ein neues Album. Forbidden World beinhaltet zehn nagelneue Tracks, mit denen die Schweden die Welt erobern wollen. Thrash Metal der alten Schule haben sie im Repertoire, welches sich auch auf dem Cover niederschlägt. Sehr farbenfroh wird der Untergang der Welt gezeigt, der natürlich nur durch den Antichristen vollzogen werden kann. Bleibt abzuwarten, ob die Songs genauso markerschütternd sind, wie das Cover es verspricht.

Der erste Song Dark Sorcery fackelt auch nicht lange und schlägt direkt mal wie eine Bombe ein. Highspeed ist angesagt. Laut, aggressiv und ohne Pause jagt der Titel durch die Minuten. Man bekommt das Gefühl einer Hetzjagd, da auch die Stimme des Frontmannes Anton schrill klingt und ein bisschen etwas von Wahnsinn hat. Das ganze Arrangement klingt sehr unruhig und folgt einer sehr raschen Melodie. Kurze Änderungen der Tonlage sind die einzige Abwechslung.

Victims Of The Blade schließt sich dem Opener an und wird in derselben Machart präsentiert. Dunkle Riffs und schnelle Drums bilden den Grundtakt. Die Intonation bleibt gleich und klingt auch hier schrill – als würde der Sänger sich etwas „überschreien“. Kurze Stopps und das rasante Solo bringen Bewegung hinein und runden den Titel ab. Auch hier wird hohes Tempo an den Tag gelegt.

Der Titeltrack des Albums ForbiddenWorld ist nur ein kurzes Zwischenspiel. Ruhige Gitarren, die etwas sphärisch klingen und eine kurze Atempause zu den sonst aggressiven Up-Tempo-Nummern gewähren, sind zu hören.

Aber schon mit Necropolis wird es wieder sehr hart. Dunkle Gitarren, die anfangs das vorige Tempo übernehmen, werden verwendet. Sobald der Gesang einsetzt, ist ein kurzer Spannungsaufbau zu merken. Sehr düster wird hier gearbeitet und die harten Riffs werden stark in Szene gesetzt. Die Stimme dringt aus dem Hintergrund und dient nur zur Anhebung der Aggression. Das Solo leitet den rasanteren Abschnitt ein und so wird erneut Fahrt aufgenommen und in üblicher Thrash-Manier gespielt. Stetige Wechsel machen den Song interessant und halten ihn im Fluss. Es gibt mehrere Höhepunkte und so bekommt der Zuhörer die Energie zu spüren. Ein langes Stück, welches aber durch Vielfältigkeit glänzt.

Fazit: Man braucht etwas, bis man in die Musik eintauchen kann und sie nicht mehr so wirr und verrückt wie am Anfang klingt. Geprägt ist das Album vom Tempo und der kreischenden Stimme des Frontmannes. Die instrumentale Seite wird hervorgehoben und so werden gerade die Gitarren in Szene gesetzt. Schöne Wechsel in den Songs und bei der Auswahl lassen keine Langeweile aufkommen. Sicher ist Forbidden World nicht für jeden etwas, aber dennoch erfüllen sie die Anforderungen auf ihre Weise und haben definitiv ihren Stil gefunden. Antichrist sind ebenso unverkennbar wie laut und aggressiv. Das spielerische Können ist auf hohem Niveau und facettenreich. Anspieltipps: Necropolis, Minotaur
Nadine S.
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