Ichabod Krane – Day Of Reckoning

“Nicht gewillt aus der Masse zu stechen!“

Artist: Ichabod Krane

Herkunft: USA

Album: Day Of Reckoning

Spiellänge: 40:24 Minuten

Genre: US Metal

Release: 25.07.2014

Label: Pure Steel Records

Link: http://www.ichabodkrane.com

Bandmitglieder:

Gesang – Jeff Schlinz
Gitarre – Rick Craig
Bassgitarre – George Neal
Schlagzeug – Tom Wassman

Tracklist:

1. Dark Valentine
2. Hypnotized
3. Unwanted
4. Final Warning
5. Fallen Angel
6. Evil In You
7. Nothing Without You
8. Struggle Within
9. Immortal
10. Nostadamu

Ichabod Krane - Day Of Reckoning - Front

Im Juli haben Ichabod Krane ihr Debütalbum Day Of Reckoning veröffentlicht. Daran ist an sich nichts außergewöhnlich, auch die Tatsache, dass die vier Musiker US-Metal zelebrieren, der im allgemeinen schon sehr Old School ist und in ihrer Form noch älter wirkt, ist nicht ungewöhnlich. Verwerflich ist auch nicht, dass Frontmann Jeff Schlinz auf die alten Tugenden setzt, die vom Kult Label Pure Steel Records unterstützt werden. Die Umsetzung weist jedoch kaum Highlights auf und wirkt oft sehr staubig.

Dark Valentine, Fallen Angel oder auch Immortal werden alle nach dem gleichem Muster eingespielt. Jeff Schlinz wird in den Ring gestoßen, in dem er alleine für eine gute Ausgangslage sorgen soll. Ausgestattet mit sehr klischeehaften Vocals versumpfen Ichabod Krane schnell in die Regionen, die von Heavy Metal- oder Power Metal-Jüngern gerne verlacht werden. Im US-Metal, dem Genre, das sich immer wieder selbst erfindet, hat man mit den Amerikanern ein weitere Formation, die auf den sandigen Wegen wandelt, auf denen kein Grashalm mehr wächst. Allein der Sound hat einen Bart bis zum Boden, auf der anderen Seite ganz gehässig tituliert: Was erwartet man von US-Metal, der seine 80er Jahre Helden feiert? Als Markenzeichen bleiben die Gitarrensoli, die auch von Ichabod Krane bis ins letzte Detail exzessiv zelebriert werden. Egal wie man das Blatt wendet, man findet auf dem Debütalbum keinen Ansatz, den man nicht bei einer anderen Band des Genres finden würde und Jeff Schlinz bleibt von vorne bis hinten blass. Egal ob Unwanted oder Evil You – der Funke will einfach nicht auf den Hörer überspringen. Day Of Reckoning ist und bleibt ein grauer Schleier, der niemals das helle Licht der Welt erblicken wird.

Fazit: Das böse Wort "austauschbar" oder noch viel schlimmer, das Unwort für jeden Künstler "belanglos" nehme ich wirklich nur ungerne in den Mund. Viel besser kann man Day Of Reckoning jedoch gar nicht in zwei kleinen Worten auf den Punkt bringen. Mir ist schon klar, dass im US-Metal große Luftsprünge schwerer als in allen anderen Genres ist, Ichabod Krane setzen leider noch nicht mal zum Sprung an, um etwas dagegen zu unternehmen.

Anspieltipps: Final Warning und Nothing Without You
Rene W.4.8
4.8

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