Infernal Tenebra – New Formed Revelations

 

“Melodischer Durschnitts-Todes Blei!“

Artist: Infernal Tenebra

Herkunft: Istra, Kroatien

Album: New Formed Revelations

Spiellänge: 38:51 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 07.12.2012

Label: Massacre Records

Link: http://www.infernaltenebra.com/

Klingt wie: The Duskfall und The Very End

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Darko Etinger
Gitarre – Ivo Petrovic
Bass – Paolo Grizonic
Schlagzeug – Sandi Orbanic

Tracklist:

  1. Entropia
  2. Failed Leaders Museum
  3. The Art of Survival
  4. Blood Stained Canvas
  5. Last Martyr Standing
  6. Happily Depressed
  7. One Minute Silence
  8. Damage Control

Infernal Tenebra - New Formed Revelations

Wer hätte das gedacht: Die Melodic Death Metaler von Infernal Tenebra aus Istra in Koratien wurden bereits im Jahre 1999 als Black Metal-Projekt gegründet und haben seitdem mit Beneath the Twilight (2001) und The Essence of Chaos (2007) zwei Alben in Eigenregie veröffentlicht. Aller guten Dinge sind bekanntlich Drei – so auch bei Infernal Tenebra, die mit dem aktuellen Album New Formed Revelations bei Massacre Records anheuern konnten.

Fühlt man dem Langeisen genau auf den Zahn, offenbart es coole Riffs, die in einem recht fixen Korsett geschnürt sind und an geniale The Duskfall-Momente erinnern. Auf der anderen Seite befinden sich extrem durchschnittliche Passagen, die in leicht langweilige Melodiebögen gespannt werden und durch oft fehlplazierte Doublebass-Elemente zerrissen, wodurch sich nur sehr selten mitreißende Momente einstellen, die den Hörer an die Musik fesseln. Als Hintergrundmusik dudelt New Formed Revelations nett daher, ohne einem „auf den Sack zu gehen“. Party-Feeling ist den Kroaten ein unbekanntes Thema und kommt somit nicht auf. Eine progressive Atmosphäre sucht man ebenfalls vergeblich. Irgendwie wirken Infernal Tenebra beim genaueren Hinhören stark vom Thrash Metal geprägt, richtige Headbang-Attacken sind jedoch auch nicht zu finden. Die Mixtur aus den Händen der vier Musiker klingt zu keiner Zeit schlecht, dennoch fehlt der viel zitierte Killer-Instinkt gänzlich.

Fazit: "Nett" ist der kleine Bruder von "scheiße". Harte Worte, die bei Infernal Tenebras neuestem Werk New Formed Revelations nur im puncto Spielfreude anzuwenden sind. Es ist nicht so, dass die Kroaten keine Lust auf ihre Musik hätten, sie schaffen es nur einfach nicht, den Hörer mit auf die Reise zu nehmen. Wie bestellt und nicht abgeholt fühlt man sich im Regen stehengelassen und darf als Lichtblick pompöse Sternschnuppen bewundern, die innerhalb weniger Sekunden am Horizont verschwinden. Für mich kommt ein Kauf der Platte nicht in Frage, aber vielleicht seht ihr das anders. Antesten sollte man Infernal Tenebra ruhig, wenn man auf die härteren Melodic Death Metal-Varianten steht. Anspieltipps: Failed Leaders Museum und One Minute Silence
Gordon E.
6.5
6.5
Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast

Where To Listen: