Finnischer Melodic Death Metal in Essen

Bands: Insomnium, Before The Dawn, My Grain

Location: Turock, Essen

Homepage: www.turock.de

Datum: 26.11.2011, Einlass 19:00 Uhr – Beginn 20:00 Uhr

Kosten: VVK: 14,00 €; AK: 17,00 €

Besucher: ca. 300-400

Setlisten:

MyGrain
Before The Dawn
Insomnium
Setlist leider nicht bekannt!
Wird nachgereicht!
  1. Intro
  2. Disappear
  3. Fear Me
  4. Repentance
  5. Wraith
  6. Unbreakable
  7. Trackname nicht bekannt
  8. Trackname nicht bekannt
  9. Trackname nicht bekannt
  10. Phoenix Rising
  1. Inertia
  2. Through the Shadows
  3. Only One Who Waits
  4. Where The Last Wave Broke
  5. The Killjoy
  6. The Elder
  7. Song of the Blackest Bird
  8. Down With the Sun
  9. Unsung
  10. The Day It All Came Down
  11. Weighed Down With Sorrow

Zugabe:

  1. The Gale
  2. Mortal Share
  3. Every Hour Wounds
  4. One for Sorrow

Es ist Samstagabend und mal wieder Zeit für ein Konzert. Heute sind Insomnium mit Before The Dawn und My Grain in Essen zu bewundern, weshalb CyR4S und Piety sich bereits um kurz nach 18 Uhr auf dem Weg ins Ruhrgebiet machen, um sich pünktlich zum Einlass um 19 Uhr mit Wolfsmoon vor dem Turock zu treffen. Die Fahrt nach Essen vergeht recht schnell, jedoch gestaltet sich die Parkplatzsuche eher schwieriger, da die Parkplatzsituation in Nähe des Turock doch eher „überschaubar“ ist. Auch im Parkhaus nebenan haben wir wenig Erfolg, da dieses nur bis 22 Uhr geöffnet hat, was doch wirklich ein wenig zu kurz ist. Als endlich ein Parkplatz gefunden ist, ist es bereits fast 19 Uhr – also Beine in die Hand genommen und auf zum Turock!

Vor der Tür angekommen, ist die Schlange glücklicherweise nicht allzu lang, sodass wir schnell in das Lokal reinkommen. Am Einlass gibt es erstmal einen Stempel (der bestimmt für die nächsten 50 Jahre nicht mehr abgehen wird!!) auf die Hand und eine Verzehrkarte sowie einen A4-Bogen zur Beantragung der Mitgliedschaft im Raucherclub, die für den Einlass in das Turock zwingend notwendig ist, in die Hand. Nach erfolgreichem Beitritt in den Raucherclub, obwohl wir Nichtraucher sind, geht es auf zum Merchandise-Stand. Dort sind einige schöne Shirts und CDs sowie andere Merchandise-Artikel zu Standardpreisen zu bewundern und zu erwerben.

Die Zeit bis zum Beginn des Auftritts von My Grain um 20 Uhr vergeht ziemlich schnell. Das Turock ist bisher eher überschaubar gefüllt, was aber der guten Stimmung von My Grain keinen Abbruch tut. Die Band zeigt eine gute Bühnenpräsenz und sorgt dafür, dass die anfängliche Verlegenheit und Stille sich lockert und das Publikum auf die weiteren Acts eingestimmt wird. Auch die Musik, schöner Melodic Death Metal, kann uns mehr als überzeugen. Bisher waren My Grain uns eher nicht bekannt, doch wir sind uns sicher, dass sie ab diesem Abend noch öfter bei uns laufen werden.

Nach ca. 15 Minuten Umbaupause und einem weiteren Zustrom von Menschen sind Before The Dawn mit ihrem Auftritt an der Reihe. Auch sie kommen aus Finnland und spielen Melodic Death Metal. Die Musik ist gewiss sehr gut, doch die Laune der Band lässt zu wünschen übrig. So kommen vom Sänger einige bissige Ansagen („You’re an rude and impolite audience.“), die total unbegründet sind. Zwar sind einige Metaler mit Before The Dawn-Shirts im Turock, trotzdem sind Before The Dawn anscheinend der Meinung, dass eh alle nur für Insomnium gekommen wären, was aber sicher nicht der Fall ist. Während des Auftritts liefert die Band noch drei unbekannte Songs vom kommenden Album, welche der Sänger erneut bissig mit den Worten „Ihr packt jetzt alle eure Handys und Kameras weg, wir wollen keine scheiß Youtube-Videos haben. Und wenn es doch welche gibt, dann verfolge ich persönlich eure IP-Adresse zurück und komme bei euch vorbei.“ ankündigt. Insgesamt hat uns der Auftritt durch die miese Laune der Band eher weniger gefallen, da diese ihre Stücke einfach so runterspielten und nach dem Auftritt mit dem Kommentar, dass jetzt die „allmächtigen Insomnium“ kämen und es daher nicht so schlimm wäre, dass ihr Auftritt vorüber wäre, verschwanden. Ziemlich hart, aber anscheinend ist auch bei gemeinsam tourenden Bands Eifersucht mit von der Partie.

Die nächste Umbaupause dauert ebenfalls nur etwa 20 Minuten. In dieser Zeit füllt sich das Turock noch weiter, sodass man kaum noch Platz zum Atmen hat, geschweige denn zum Bewegen. Als Insomnium nach einem Intro von ca. zwei Minuten auf die Bühne kommen, ist die Menge nicht mehr zu halten, was bei einigen sicherlich durch den Alkoholpegel und weniger durch die Band zu erklären ist. Insomnium schaffen es, das Publikum durch ihren super gespielten Melodic Death Metal sowie die deutschen Ansangen des Sängers zu begeistern. Auch die im Vergleich zu den Vorbands besser gewordene Lichtshow untermalt dieses Gefühl. Am Auftritt von Insomnium gibt es gewiss nichts zu bemängeln, jedoch ist es das Publikum, was heute die Stimmung ein wenig trübt. So werden halbleere Becher durch die Menge geworfen, sodass man regelmäßig an einer unfreiwilligen Bierdusche teilnehmen muss. Auch wird viel gedrängelt und teilweise ohne Rücksicht auf Verluste gemosht. Ebenso scheint es, als drängeln sich alle Leute mit einer Größe von über zwei Metern nach vorn, um sich rücksichtslos vor die kleineren Personen im Publikum zu stellen. Da hilft auch ein auf die Schulter klopfen nichts. Die Sicht ist also – vor allem für die winzige Piety – eher unschön: auf Achselhöhe sieht man eben nicht viel, sondern wittert vielmehr den „Duft“ des Vordermannes. Durch diese eher unschönen Gegebenheiten entschließen wir uns, die Zugabe von Insomnium ausfallen zu lassen, um noch die Möglichkeit zu haben, das Turock ohne langes Warten zu verlassen, da die Verzehrkarte noch beim Verlassen des Lokals am Ausgang bezahlt werden muss.

Ein schöner Augenblick ist dann der Besuch bei der Holzfeuer-Pizzeria, wo uns sogar noch nach Ladenschluss eine Salamipizza in den Ofen geschoben wird. Wer sich in der Fußgängerzone in der Nähe des Turock aufhält und diese Pizzeria sieht, dem können wir einen Besuch wärmstens empfehlen. Die Pizza ist super und die Bedienung wirklich freundlich. Gesättigt geht es also auf den Heimweg.

Fazit: Alle Bands des Abends lieferten eine durchweg gute Performance. Einzig Before The Dawn konnten aufgrund ihrer Aussagen und schlechten Stimmung nicht ganz überzeugen. Auch war das Turock für unseren Geschmack ein wenig zu überfüllt, die Toiletten waren zu dreckig oder teilweise gar überschwemmt und die Menge war eher unfreundlich, was wir so eigentlich nicht kennen. Das Problem mit den fliegenden Bechern hätte durch Pfand auf selbigen vermieden werden können. Und auch längere Wartezeiten beim Verlassen des Lokals wären durch Biermarken oder direkte Bezahlung der Getränke nicht nötig. Musikalisch ein gelungener Abend, jedoch stimmte das Drumherum nicht so ganz.

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