Eventname: J.B.O. – Explizite Lyrik 2025
Bands: J.B.O., Brunhilde
Ort: Juz Live Club, Stadionstr. 88, 56626 Andernach
Datum: 15.03.2025 (Einlass: ab 19:00 Uhr)
Kosten: VVK 37,00 € (zzgl.VVK-Gebühr außerhalb Juz)
Besucher: ca.666 (Ausverkauft)
Genre: Fun Metal, Spaß Rock, Punkmetal
Veranstalter: Juz Live Club https://www.juzliveclub.de/programm/jbo/
Link: https://www.facebook.com/events/1582771905631447
Setlist Brunhilde
- Cut My Rocking Brain
- Girl With 1000 Scars
- Crying/Miss God
- When You Were Born
- Eye For An Eye
- Snafu
- Hell Or High Water
- Friendly Fire
- Gossip Girl
- Souls Unchained
- House Of The Rising Sun
Setlist J.B.O.
- Kuschelmetal
- Schlaf Kindlein, Schlaf / Bolle / Schlaf Kindlein, Schlaf
- Walk With An Erection
- Eistee’s Mainzelcount
- Ejaculatio Praecox
- Mei Alde Is Im Playboy Drin
- Skorpione: Vom Winde Verdreht
- Frauen
- Ka Alde, Ka G’schrei
- Gimme Doop Joanna
- Diggin‘ The Nose
- Mir Sta’dd’n Etz Die Feier
- Der Um Das Klo Tanzt
- Symphonie Der Verstopfung
- Schlumpfozid Im Stadtgebiet
- Odysee Auf UKW / Telefonkonzert / Bambi
- Rache!
- Könige
- Ein Guter Tag Zum Sterben
- B.O.
- Verteidiger Des Blödsinns
- Wir Ham ‚Ne Party
- Wacken Ist Nur Einmal Im Jahr
- Alles Nur Geklaut
- Mach Noch Eins auf!
- Ein Fest
Wenn sich eine Band aufs Feiern versteht, dann sind das die Spaßbarden von J.B.O., und zu feiern gab es in der letzten Zeit doch einiges. Nach der Tour zum 25-jährigen Jubiläum vom Album Meister Der Musik in 2023, folgt in diesem Jahr die Partyreise zu 30 Jahren Explizite Lyrik. Und da die letzten Konzerte im Juz Live Club immer ausverkauft waren, steht Andernach als Spielort selbstverständlich auch auf der aktuellen Tourliste. Für uns in Andernach ist mal wieder die liebe Judith S. dabei. Hier ihr Bericht:
So pilgere ich am 15. März mit vielen Gleichgesinnten in die Metal-Metropole am Mittelrhein, natürlich konnte der Veranstalter auch dieses Mal schon im Vorfeld „ausverkauft“ melden, voller Vorfreude auf eine bombastisch pinke Party. Den Auftakt machen heute Brunhilde, die pünktlich um 20:00 Uhr die Bühne erstürmen, um die bereits gute Stimmung in der Halle noch mehr aufzumischen. Die, vom ersten Ton an, energiegeladene Show lässt mich schon an die namensgleiche isländische Königin aus der Nibelungensage denken, doch die ist mitnichten Grund für den etwas ungewöhnlichen Bandnamen, sondern vielmehr Broomhilda aus Quentin Tarantinos Film Django Unchained, ziemlich cool!
Ziemlich cool ist auch die Show aus kurzen, knackigen Songs, eine Mischung aus Punk und Alternative Metal, mit einer stimmgewaltigen und sehr agilen Caro am Mikro, die mit viel Hüftschwung über die Bühne wirbelt, abwechselnd mit Bassistin Marisa und Gitarrist Kurt flirtet, angetrieben von Jannis an den Drums. Mich begeistert besonders, dass mit der charismatischen Caro und Marisa am Bass, die Band zur Hälfte weiblich besetzt ist, was es leider im härteren Musikgenre noch immer viel zu selten gibt. Mensch Mädels, schaut euch Brunhilde an, schnappt euch Mikro oder ein Instrument und rockt los! Nach einem sehr kurzweiligen Auftritt und Songs wie Girl With 1000 Scars, Eye For An Eye, Friendly Fire (inkl. Seifenblasenbeschuss) und Gossip Girl beendet eine eindringliche Coverversion von House Of The Rising Sun das Gastspiel von Brunhilde und lässt ein bestens vorbereitetes Publikum zurück.
Nach kurzer, hektischer Betriebsamkeit auf der Bühne wird allmählich alles in pinkes Licht gehüllt, der Höhepunkt des Abends wird mit Spannung erwartet. Das Intro bietet eine kurze Reise durch die Geschichte der Musik, von gregorianischen Gesängen über die Stars des Barocks und der Klassik bis zum Rock ’n’ Roll und findet seinen Höhepunkt im Jahr 1995, mit Erscheinen des Albums Explizite Lyrik.
Unter begeistertem Gejohle und Geklatsche betreten endlich die Hauptakteure von J.B.O. die Bühne, um genau dieses Album von Anfang bis Ende, natürlich gespickt mit einigen originellen Einlagen, durchzuspielen. So wird das Schlaflied kurz von Bolle unterbrochen, und es kommen die altbekannten „Nummernboys“ zum Einsatz. Ob beim Hochhalten von Texttafeln, in Nachthemden beim Schlaflied, als überdimensionale Penisse zu Walk With An Erection, im Ladies-Outfit zu Frauen, die beiden hatten wieder gut zu tun.
Da nach den Liedern von Explizite Lyrik natürlich noch viel Abend übrig ist, erfolgt nun ein J.B.O. Best-of-Programm, damit hat hier heute jeder Spaß, aber ganz besonders mal wieder die Frontmänner und Gitarristen Vito C. und Hannes „G. Laber“ Holzmann, die jeden Song mit kleiner Anekdote ankündigen und mit launigen Ansagen an ihr Publikum begeistern. Zu Ka Alde, Ka G’schrei taucht Vito mit Rastafari-Frisur auf und bekommt zu Gimme Doope Joanna einen riesigen Joint gereicht.
Bassist Ralph, lässig wie immer, mit Sonnenbrille und Kopftuch, schlüpft bei Schlumpfozid Im Stadtgebiet in die Rolle von Vater Abraham, bevor die Schlümpfe dem Henker zum Opfer fallen, und greift für Odysee Auf UKW zum Telefonhörer. Auch Hannes und Vito wechseln ihre Instrumente, und Schlagzeuger Wolfram wird zum Dirigenten.
Klassiker wie Ein Guter Tag Zum Sterben, J.B.O., Verteidiger des Blödsinns und Wacken Ist Nur Einmal Im Jahr dürfen natürlich bei einer pinken J.B.O. Party nicht fehlen, aber so allmählich nähern wir uns doch dem Ende der Familienfeier der besonderen Art. Denn das sind J.B.O. Konzerte in der Tat, Fans der ersten Stunde mit Kindern und zum Teil Enkeln kommen hier zusammen. Der Jüngste am Rand in der ersten Reihe, ca. 6-7 Jahre alt, auf den Schultern von Papa, ein tolles Erlebnis. Mit Mach Noch Eins Auf! und Ein Fest ist dann endgültig Schluss für heute, nochmals lauthals und inbrünstig mitgesungen von allen Anwesenden.
Vielen Dank J.B.O. für 30 Jahre Explizite Lyrik und so viele weitere wunderbare Blödelsongs und rosarote Party, ich freue mich auf unser Wiedersehen.