Der Newcomer des Jahres 2023 legt nach. Aus einer Laune heraus veröffentlichten Jonas Weber und Bruno Schotten das Kerrigan-Debüt Bloodmoon. Für die bei der Doom-Metal-Band Lone Wanderer aktiven Herren sollte Kerrigan nicht viel mehr als ein einmaliger Ausflug und etwas Abwechslung zum Doom sein. Der Erfolg überraschte das Duo selbst. Diverse Live-Gigs, unter anderem auf dem Keep It True Rising Festival, sorgten dafür, dass die mittlerweile zum Quartett angewachsene Band nachlegt. Wayfarer folgt 2026 auf Bloodmoon.
Der Newcomer des Jahres 2023 legt mit Wayfarer nach
Die Erwartungshaltung bei den Fans ist nach dem bärenstarken Debüt eine andere als vor circa drei Jahren. 2023 tauchte aus dem Nichts eine Heavy-Metal-Platte auf, die die NWoBHM und die 80er-Jahre nahezu atmet. Entsprechend hoch liegt die Messlatte bezüglich der zweiten Platte von Kerrigan. Weber und Schotten hat anscheinend die Arbeitswut gepackt. Erst vor ein paar Wochen veröffentlichten die Herren auch mit Lone Wanderer eine neue LP. Was haben uns die Herren auf Wayfarer gepackt?
Der Auftakt Torchbearer wühlt und stampft in der NWoBHM, wie aber auch bei den schwedischen Veteranen der 80er-Jahre, die Bands wie Century oder Templar weiter in Erinnerung halten. Es geht flott vorwärts und die Nummer setzt gleich zum Einstieg eine starke Duftmarke. Aber auch mit Tempo können Kerrigan punkten. Asylum legt ordentlich nach, bleibt aber trotz höherer Tempodosierung melodisch und eingängig.
Der Nebel steigt aus der kalten Nacht empor und The Ice Witch ist unterwegs. Der Refrain ist ein echter Ohrwurm und schon fast unverschämt hartnäckig. Wer das Ding einmal tief eingeatmet hat, bekommt das Teil so schnell nicht aus dem Gehörgang. Der Wechsel bleibt, Surrender erhöht die Schlagzahl, bleibt aber wie beim Vorgänger bezüglich des Refrains im Ohr, sodass sich Spielwitz, Tempo und Eingängigkeit als Einheit präsentieren.
Über den zur Hard-Rock-Seite der NWoBHM und zu Bands wie Demon passenden Wayfarer geht es zum Klischeetitel. Was gehört auf ein Heavy-Metal-Album? Genau, Blood And Steel. Manowar stehen aber nicht Pate für Kerrigan. Etwas Epik ist dabei, aber primär stampfen die Herren ohne Fellunterhosen und Schwert durch die Botanik und bleiben geerdet in UK.
Kerrigan bleiben geerdet und agieren ohne Fellunterhosen
Ob mit Tempo, Epic und düsterer Dystopia, im Kampfmodus, intensiver Saitenarbeit und Headbanging beim Fighter oder dem finalen Stampfer Red Light Tower: Kerrigan holen den Sound der 80er-Jahre zurück und knüpfen nahtlos an den Vorgänger Bloodmoon an.
Hier geht es für weitere Informationen zu Kerrigan – Wayfarer in unserem Time For Metal Release-Kalender.



