Kobra And The Lotus – Prevail I

„Die Kobra versprüht ein wenig Gift”

Artist: Kobra And The Lotus

Herkunft: Calgary / Kanada

Album: Prevail I

Genre: Hard Rock, Metal

Spiellänge: 45:33

Release: 12.05.2017

Label: Napalm Records

Link: http://www.napalmrecordsamerica.com/store/kobra-and-the-lotus-prevail-i-limited-edition-black-gatefold-2lp.html

Bandmitglieder:

Vocals – Kobra Paige
Guitars – Jasio Kulakowski
Bass – Brad Kennedy
Drums – Marcus Lee

Tracklist:

1. Gotham
2. Trigger Pulse
3. You Don’t Know
4. Specimen X (The Mortal Chamber)
5. Light Me Up
6. Manifest Destiny
7. Victim
8. Check The Phyrg
9. Hell On Earth
10. Prevail

Vor mir liegen habe ich das vierte Album der kanadischen Hard Rock / Heavy Metal Formation Kobra And The Lotus um Frontfrau Kobra Paige mit dem Titel Prevail I. Im Vorhinein als Doppelalbum angelegt, ist vor Kurzem bereits das Nachfolgealbum I Prevail II erschienen. Dies liegt mir jedoch noch nicht vor, sonst hätte ich beide Alben in einer Doppelrezension beschrieben.

Finanziert wurde das Ganze zunächst über eine Crowdfunding-Kampagne, die schnell das gesetzte Ziel erreicht hatte.

Erschienen ist das Album bei Napalm Records auf CD und als Limited Edition Black Gatefold Vinyl LP.

Uns erwarten zehn Songs angesiedelt zwischen Hard Rock und Metal mit ein wenig Anleihe des Power Metal.

Zu erwähnen ist, dass Kobra Paige mit ihrer Stimme nicht andere Rockröhren versucht zu imitieren. Sie klingt durchaus natürlich, kraftvoll dynamisch und frisch.
Kobra Paige – optisch und stimmlich – das Aushängeschild, weiß mit ihren Attributen zu überzeugen. So sind die einzelnen Songs insgesamt sehr stark durch ihre kraftvolle Stimme geprägt, gegen die sich die Instrumente erst einmal durchsetzen müssen. Aber auch dies gelingt einwandfrei. Hier nenne ich einmal den Song Specimen, in dem sich die Instrumentalisten nach dem kraftvollen Beginn von Kobra einmal richtig austoben können. Ebenfalls richtig austoben dürfen sie sich im rein instrumental gehaltenen Song Check The Phyrg.

Das Album beginnt mit Gotham. Einem Song, der sich natürlich um die kriminelle Stadt von Batman dreht. Der Song ist recht gut gemacht. Er beginnt mit bombastischer Untermalung und könnte so auch für einen echten Batman Soundtrack fungieren. Die Stadt ist richtig böse, so auch der Song.

Ähnlich geht es mit Triggerpulse weiter. Der könnte die Fortsetzung zu Gotham sein, zumindest von der Songstruktur her.

You Don’t Know ist dann doch ein wenig poppiger. Er geht ins Ohr und ist dadurch auch sehr massentauglich. Hier kommt es mir vor, als wenn man irgendwie einen Radiohit produzieren wollte, halt richtig Mainstream.

Beim Song Specimen können sich die Instrumentalisten, nach dem kraftvollen Beginn von Kobra, einmal richtig austoben.

Light Me Up ist dann eine Ballade, die ebenfalls wieder stark von der Stimme lebt. Balladen muss ich jetzt nicht so unbedingt haben, sie kommen aber immer wieder gut bei den Fans an. Also unbedingt Feuerzeuge zu den Konzerten von Kobra And The Lotus mitbringen. Auch dieser Song unterstreicht wieder den Mainstream

Manifest Destiny wird zunächst von den Instrumenten dominiert, bevor Kobra den Song dann in Höhen und Tiefen bringt. Hier macht sich stark ihrer klassische Gesangsausbildung bemerkbar. Für mich der richtige Song zu einem Einhornfilm. So ein wenig lalala, Kobra reitet auf einem Einhorn über einen Regenbogen.

Victim ist dann nun wieder ganz anders. Ein ziemlich grooviger Song. Natürlich wieder stark von Kobra dominiert. Opfer können hier eigentlich nur die anderen Bandmitglieder sein. Aber weit gefehlt, die dürfen sich in den groovigen Teilen des Songs auch ganz schön austoben.

In Check The Pyhrg dürfen sich die Instrumentalisten endlich einmal ganz frei von Kobras Stimme bewegen. Ein rein instrumentaler Song mit ausufernden Gitarrenpassagen. Da können die Bandkollegen zeigen, was sie drauf haben. Und sie haben es wirklich drauf. Für mich einer der besten Songs auf dem Album. Er erinnert mich ein wenig an ein Devin Townsend Opus. Der Song geht eher in Richtung Prog Metal.

Hell On Earth ist ein Song, der wirklich sehr kraftvoll ist. Kobra zieht hier alle Register ihrer klassischen Gesangsausbildung. Klasse Übergang vom vorausgegangenen Check The Pyhrg. Auch dieser Song hat etwas.

Der Rausschmeißer Prevail ist dann so etwas wie eine Powermetal Hymne. Ziemlich lässig mit jeder Menge Power.

Fazit: Ein Album mit teilweise knackigem Metal. Sehr melodisch gehaltene Songs. Das Album und die Band leben von ihrer Frontfrau Kobra Paige, die mit einer starken Stimme überzeugen kann. Das Album ist, neben ein paar außergewöhnlichen Ausreißern, sehr auf Mainstream bedacht. Ich weiß nicht, ob sich die Produzenten damit wirklich ein Gefallen gemacht haben, denn in der Band steckt doch mehr Potenzial. Das zeigt vor allem der Song Check The Pyhrg.

Anspieltipps: Specimen, Check The Pyhrg, Hell On Earth
Juergen S.
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