Legion Of The Damned – Slaves Of The Shadow Realm

“Eine bandtypische Platte ohne Ausreißer!“

Artist: Legion Of The Damned

Herkunft: Niederlande

Album: Slaves Of The Shadow Realm

Spiellänge: 46:59 Minuten

Genre: Death Metal

Release: 04.01.2019

Label: Napalm Records

Link: https://www.facebook.com/pg/LOTDOfficial/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang – Maurice Swinkels
Gitarre – Twan van Geel
Bassgitarre – Harold Gielen
Schlagzeug – Erik Fleuren
Session Gitarre – Fabian Verwije

Tracklist:

  1. The Widow’s Breed
  2. Nocturnal Commando
  3. Charnel Confession
  4. Slaves Of The Southern Cross
  5. Warhounds Of Hades
  6. Black Banners In Flames
  7. Shadow Realm Of The Demonic Mind
  8. Palace Of Sin
  9. Dark Coronation (Outro)

Wow, ist das schon lange her, dass aus Occult die Band Legion Of The Damned wurde. Dreizehn Jahre laufen sie jetzt unter den Titel und bringen das siebte Album heraus, wenn man Malevolent Rapture als Debüt rechnet. Der Wandel 2005 hat den Niederländern jedoch gutgetan – im Death Metal Sektor stehen sie seit Jahren bei vielen auf dem Zettel. Im Sommer 2019 geht es zu diversen Festivals, um Slaves Of The Shadow Realm vorzustellen. Anfang Januar steht das neue Geschoss über Napalm Records bereit und trumpft mit neun Stücken auf. In über 45 Minuten schmieden sie abermals ihren Todesblei zusammen, der in den letzten Jahren kaum von Kurskorrekturen geprägt wurde. Thrashige Salven, giftige Riffs und ein bösartiger Maurice Swinkels stehen für dauerhaft hohe Güteklasse.

The Widow’s Breed beginnt druckvoll – wieder verschmelzen Death und Thrash Metal zu einem tödlichen Cocktail. Die Vocals von Maurice Swinkels klingeln in den Ohren, seine Gesangsfarbe hört man aus diversen Growls heraus und gibt dem ganzen Konstrukt den Feinschliff. Fünf Jahre nach dem starken Ravenous Plague kommt eine neue Bestie auf uns zugesprungen. Die Lyrics werden von Tony, einem Freund der Band, geschrieben. Frontmann Swinkels sieht darin nichts Ungewöhnliches, da dies von vielen Gruppen praktiziert wird und ohnehin die Musik gegenüber den Inhalten im Vordergrund steht. Ein Händchen für eingängige Refrains und coole Liedpassagen hat Tony jedenfalls – für einige Anhänger vielleicht verwerflich, aber warum muss im Metal auch immer Text von einem praktizierenden Künstler stammen. Die Hauptsache ist doch, dass jeder die Gedanken teilt und in einer perfekten Performance umsetzen kann. Zu Slaves Of The Southern Cross könnt ihr weiter unten ein feuriges Video begutachten, welches für das gesamte Werk aussagekräftig ist. Weitere Lichtblicke Nocturnal Commando oder Black Banners In Flames in einem allgemein frischen Longplayer, der jedoch das aufgezogene Konzept nicht grundlegend verändert. Eine Weiterentwicklung kann man Legion Of The Damned trotzdem nicht absprechen. 

Fazit: Manchmal reicht es, wenn man immer nur an der Feinjustierung spielt und das macht die Niederländer so stark. Die Fans wissen, was ihnen auf die Ohren gedrückt wird, ohne dass ein Album den anderen zu 100% ähnelt. Das Niveau mit Slaves Of The Southern Cross weiter nach oben katapultiert, beinhaltet diverse Headbangerparts, die in jedem Titel zu finden sind. Stimmige Refrains brechen noch den stärksten Knochen, splitternde Enden schießen erschreckend schnell aus dem Gewebe an die Oberfläche. Blutend, mit Schaum vorm Mund, führt die Raserei in eine grausame Schlacht, die das Artwork perfekt abgelichtet hat. Der erste Death Metal Lichtblick für 2019 kommt also von unseren Nachbarn Legion Of The Damned.

Anspieltipps: Nocturnal Commando und Slaves Of The Southern Cross
Rene W.8.5
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