Lord Volture – Never Cry Wolf

“Holländisches Metall ist schwer in Ordnung!“

Artist: Lord Volture

Album: Never Cry Wolf

Spiellänge: 1:09:27 Stunden

Genre: Heavy Metal

Release: 10.10.2011

Label: Rock’n‘Growl Promotion

Link: www.lordvolture.com

Klingt wie: Iced Earth, Cryonic Temple und Brainstorm

Bandmitglieder:

Gesang – David Marcelis
Gitarre – Paul Marcelis
Gitarre – Leon Hermans
Bass – Simon Geurts
Schlagzeug – Frank Wintermans

Tracklist:

  1. Never Cry Wolf
  2. Taiga
  3. Wendigo
  4. Celestial Bodies Fall
  5. Korgon’s Descent
  6. Minutes To Madness
  7. Necro Nation
  8. I Am King
  9. Into The Lair Of A Lion
  10. Brother
  11. The Wolf At Your Door

Die Holländer Lord Volture bringen nun ihr zweites vollständiges Album raus. Mit US-Metallern wie Iced Earth als Vorbild wollen sie die Welt des Heavy Metal stürmen. Sie spielen wilden Metal, warum also nicht? Am 29. Oktober steht ein Konzert mit Heidevolk an, am 11. November eine fette Release-Party, also live ist schon mal die Hölle los! Aber erst wird in das neueste Werk der Band reingehört, ob es denn auch so stark klingt, wie es aussieht:

Das Album Never Cry Wolf beginnt nach einem kurzen eingebauten Intro mit dem Titelsong. Dieser ist nun mal richtungsweisend und bewährt sich auch als ein starker Opener. Starker Gesang, gelegentlich harte Riffs, Chöre, Schreie und verdammt gute Drums eröffnen das Spektakel der Niederländer. Die Stimme des Sängers David Marcelis erinnert mich an die Stimmen von Cryonic Temple und Brainstorm, eine ungewöhnliche Mischung, aber nicht schlecht.

Mit dem Schreien kann man es leider auch übertreiben. Celestial Bodies Fall ist nicht zu empfehlen. Zwar sind die Riffs eingängig, ebenso wie der Gesang, jedoch ist es generell ein sehr unangenehmes Lied, wie ich finde. Der Refrain ist noch ganz in Ordnung, das Ende, das sich rein instrumental abspielt, sogar noch sehr gut, aber insgesamt ist der Song ein Manko auf dieser Scheibe.

Musikalisch ist das Album allgemein technisch sauber und die Details sind sehr zu beachten: Gitarrensoli sind ja keine Seltenheit, aber als Beispiel lässt sich Wendigo nennen, denn hier gibt es einige Feinheiten zu hören, die nur zu empfehlen sind.

Korgon’s Descent ist ein Feuerwerk der musikalischen Höchstleistungen! Technisch höchstes Niveau und Soli, die einem die Schuhe ausziehen, mitsamt Socken, so wünscht sich das der Metalhead. Doublebass fehlt natürlich auch nicht und als kleine Nuance gibt es auch noch eine halbe Minute pures Geballer als Abschluss des Songs. Als ein weiteres Highlight würde ich Necro Nation nennen. Dieser Song überzeugt von Anfang bis Ende mit frechen Vocals und absolut begeisternden Instrumenten.

Ein starkes Album braucht einen starken Abschluss. Diesen liefern Lord Volture mit The Wolf At Your Door. Knapp acht Minuten voller Abwechslung, eine Darbietung der großartigen Fähigkeiten der Band. Durch und durch ein ordentliches Finish eines ordentlichen Albums.

Fazit: Lord Volture hinterlassen nicht den starken Eindruck bei mir, wie es beispielsweise Vandebruyst getan haben, aber dennoch ist das zweite Album der Holländer ein gelungenes Stück harte Arbeit. Abwechslungsreiche Titel mit einigen musikalischen Highlights und stimmlicher Höchstleistung überzeugen und geben zu Recht den Anlass einer hohen Bewertung. Die Jungs sind auf dem richtigen Wege und ein, zwei Alben weiter in der Zukunft sieht man die Truppe bestimmt weit vorne. Anspieltipps: Wenidgo, Korgon’s Descent und Necro Nation
Lennart L.
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