Medium – Medium

Das Medium mit der Grindkelle

Artist: Medium

Herkunft: Argentinien

Album: Medium

Spiellänge: 18:20 Minuten

Genre: Grindcore

Release: 06.03.2020

Label: Transcending Obscurity Records

Link: https://www.facebook.com/7Medium/

Bandmitglieder:

Gesang und Bassgitarre – Lucien
Gitarre – Fede
Gitarre – Seba
Schlagzeug – Rama

Tracklist:

  1. Skullcomet Sorcery
  2. Maximum Rampage
  3. El Gigante
  4. Black Future Patrol
  5. Gargola
  6. Night Vision
  7. Radiation Huntress

Es ist, wie es ist. Es wird viel zu wenig Grindcore gehört, so viel steht fest. Allerdings ist es eigentlich auch mehr Grind/Death oder Death Grind. Medium aus Argentinien wollen da abhelfen. Eine gute Entscheidung. Nach einem kurzen Interlude mit Sprechpassagen geht Skullcomet Sorcery schön in die Magengrube. Feinster Uftata im Cruststil. Zwar eher im Midtempo und nicht ultraschnell, aber schön in die Magengrube. Uftata – Grind eben. Fein, kommt lecker. Flirrende Gitarrenläufe und tiefer, aggressiver Gesang. Am Ende geht man ab in den Keller. Macht echt Spaß und dass die Burschen auch Death Metal mögen, ist sofort hörbar.

Bei Maximum Rampage gibt man dann im Cruststil ein wenig mehr Gas, aber niemals stumpf klingend. Und dann voll der Schweden Death Metal Part, sehr fett und wieder Uftata und darauf ein lang gezogenes Riff und Screams im Hintergrund, Drumbetonung und wieder schnelle Uftata. Argh, gefällt mir sehr gut, zumal eine richtig fette Melodie verbraten wird.

Ja, ich muss sagen, dass Album macht einfach nur Laune und haut für ein Debüt echt so einiges weg. Es handelt sich hier nicht um Blastbeatgewitter Grind, sondern eher um gemäßigten, so wie bei El Giante.

Trotzdem hauen sie ordentlich auf die Felle und geben Zunder. Vor allem agieren sie sehr druckvoll und die Parts sitzen. Gitarrenharmonien klingen hervorragend, natürlich rotiert die von mir so geliebte Uftatatrommel. Geht immer, aber hinzu kommen echt geile Riffs und ein Händchen fürs Songwriting und gelungene Melodie haben die Burschen auch noch. Zur keiner Zeit langweilig, aber dafür sehr abwechslungsreich.

So haut man mit Night Vision wieder so richtig in die Schwedenkerbe. Argh, lecker. Ich mag das, auch wenn kein richtiger Schwedengitarrenpart verbraten wird. Ist sicherlich jetzt kein Innovationsmeilenstein, macht aber absolut Laune. Der Song erinnert mich teilweise an Turbocharged.

Ich sag es ja immer wieder, Bands von Transcending Obscurity kann man immer hören.

Medium – Medium
Fazit
Medium schaffen es, auf ihrem Debüt britischen Grind, Crust, schwedischen Death und Punk zu einer gelungenen Grindsuppe zu kombinieren. Diese Kombination macht echt Laune, ist mit 20 Minuten aber definitiv zu kurz.

Anspieltipps: Maximum Rampage und Night Vision
Michael E.
7.8
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7.8
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