Midnight Rider – Manifestation

„Klassiker der Seventies neu erfunden”

Artist: Midnight Rider

Herkunft: Koblenz / Deutschland

Album: Manifestation

Genre: Heavy Rock, Heavy Metal

Spiellänge: 49:06 Minuten

Release: 21.04.2017

Label: Massacre Records / Soulfood

Link: https://www.midnight-rider.de/band/

Bandmitglieder:

Bass – Cliff
Guitars – Blumi
Vocals – Wayne
Drums – Tim

Tracklist:

1. When I Spew My Hate
2. Tears Of Your Temptation
3. The Execution
4. Creature Of The Night
5. In My Void
6. Heroes And Speedfreaks
7. Change Your Life
8. I Wanna Be A Prowler
9. Arrival
10. Uknown Woman Of The Seine

Midnight Rider ist nicht nur ein Song von den berühmten Allman Brothers, Midnight Rider ist auch eine Classic Heavy Metal /Heavy Rock Band aus Koblenz. Ursprünglich 2004 aus einem Projekt von Blumi (Metal Inquisitor, Metalucifer) hervorgegangen. 2013 gab es Wechsel im Line-Up. 2017 haben Midnight Rider den ersten Longplayer mit dem Titel Manifestation bei Massacre Records herausgebracht.

Ich dachte schon, dass ich mich schämen muss, denn Midnight Rider – ganz aus der Nähe meiner Nachbarschaft – sind irgendwie bisher an mir vorbeigegangen. Erstmals richtig auf Midnight Rider aufmerksam geworden bin ich bei meinem Vorbericht zum Ironhammer Festival am 08.09.2018 im JUZ in Andernach. Ein paar Informationen zur Band besorgt und festgestellt, dass Midnight Rider ihren ersten Longplayer mit dem Titel Manifestation erst 2017 herausgebracht haben. Und siehe da: In unserer Review Wühlkiste liegt doch wirklich noch das Album zur Rezension bereit. Wenn nun auch schon etwas spät, höre ich in die Scheibe rein und bin richtig angetan.

Wieso die Band bei ihren Fähigkeiten 13 Jahre zum produzieren dieses Albums brauchte, ist mir ein Schleier. Ok, berechnen wir einfach nur mal die Zeit seit des Splits im Line-Up, also 2013. Das sind ja dann auch noch vier Jahre. Ich will es mal mit der zeitlichen Einbindung von Blumi bei Metal Inquisitor und Metalucifer entschuldigen. Leute, auf solch ein Album haben wir doch gewartet.

Das Quartett serviert uns auf Manifestation sehr kräftigen und saftigen Hard Rock und Heavy Metal im Stile der Seventies. Jetzt werden viele denken: schon wieder so eine Retro Band. Aber Leute hier ist nichts Retro, das ist authentisch, und wie ich eben schon gesagt habe, saftig und nicht blutleer. Midnight Rider könnten direkt aus den Seventies kommen mit dieser Scheibe. Fast hört sie sich so an, als wenn sie in dieser Epoche erschienen wäre.

Stellt euch mal vor, ihr seid Sammlerfreaks! Auf dem Flohmarkt findet ihr ein paar Seventies Scheiben (Black Sabbath, Priest etc.). Dabei steht auch The Manifestation von Midnight Rider. Auf den ersten Blick denkt ihr vom Cover her, ihr hättet die In Side Out der Edgar Broughton Band in der Hand. Scheint irgendwie eine Fehlpressung zu sein. Das Mauerwerk auf dem Cover könnte es sein, aber die Personen davor fehlen. Dann bemerkt ihr aber an der Beschriftung, dass es doch nicht die In Side Out ist. Aha Midnight Rider Manifestation denkt ihr. Noch nie was von gehört. Die sind damals wohl an mir vorbeigegangen. Aber für den Preis kann man die Scheibe mal mitnehmen.

Zu Hause wird euer CD Player gefüttert. Bereits mit I Spew My Hate kommt euch ein fetter Sound entgegen. Die Ohren werden angelegt. Klasse Riffs und ein geiler Gesang. Geiler Seventies Heavy Rock Metal. Black Sabbath lässt bei Tears Of Your Temptation zumindest mit Tony Iommi Riffs grüßen. Die Augen tränen wirklich bei diesem Sound. Freudentränen, dass ihr der Versuchung nachgegangen seid, dieses Album zu kaufen.

An dem Teil kann man sich gar nicht satthören. The Execution ist so ein typischer Seventies Song. Geiles Bassintro, ebenso geile Gitarren und Sänger Wayne hat eine Stimme, da kann man nur die Zunge schnalzen. Für dieses Organ kann er nur bestes kalt gepresstes Olivenöl genutzt haben. Wahnsinn, Wayne überzeugt mit seiner Stimme in allen Lagen und beherrscht die Screams auch hervorragend.

Creature Of The Night setzt das fort, was in den ersten Songs begonnen wurde. Ach ja, jetzt weiß ich auch, wieso Midnight Rider bisher an mir vorbeigegangen sind. Sie sind Creatures of The Night und ich ein Daywalker. Nur so kann ich es mir erklären. Sehr geiler Song und mit starkem Mittelteil, der richtig kracht.

Auf der Platte ist wirklich kein Song dabei, der wirklich abfällt. Da muss ich nicht jeden hervorheben. Einen dann doch noch: das Black Beast In My Void hat so eine ungemeine Power und Wucht. Da spürt man regelrecht das Black Beast. Seventies at ist best.

Sehr geiles Songmaterial zwischen Black Sabbath und den frühen Judas Priest angesiedelt. Zudem noch ein klitzekleiner Schuss Led Zeppelin. Hört einmal den letzten Song Unknown Woman Of The Seine an, dann wisst ihr, was ich meine.

Das Ganze hier schreibe ich als Vorfreude auf morgen. Denn da sehe ich sie beim Ironhammer im JUZ in Andernach. Ich bin sehr gespannt, wie sie das live umsetzen.

Fazit: Tolles Werk der Koblenzer Heavy Rock / Heavy Metal Band Midnight Rider, die mit Manifestation einen Klassiker der Seventies geschaffen haben. Moment mal, dafür sind sie leider etwas über 40 Jahre zu spät. Also muss man hier sagen, einen Klassiker der Seventies geschaffen hätten, wären sie in dieser Dekade damals unterwegs gewesen. Diese Platte ist für mich ein absoluter Geheimtipp!

Anspieltipps: Tears Of Your Temptation, Creature Of The Night, In My Void
Juergen S.
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