Overkill – The Wings Of War

„No Filler, aber zu wenig Killer!“

Artist: Overkill

Herkunft: New Jersey, USA

Album: The Wings Of War

Spiellänge: 51:03 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 22.02.2019

Label: Nuclear Blast

Links: www.wreckingcrew.com
https://www.facebook.com/OverkillWreckingCrew 

Produktion: Gear Recording Studios/New Jersey, SKHStudio/Florida, Jrod Productions/USA, Recording: D.D. Verni, Dave Linsk, Mix & Mastering: Chiess „Zeuss“ Harris

Bandmitglieder: 

Gesang – Bobby „Blitz“ Ellsworth
Bassgitarre – D.D. Verni
Gitarre – Dave Linsk
Gitarre – Derek Tailer
Schlagzeug – Jason Bittner

Tracklist:

1. Last Man Standing
2. Believe In The Fight
3. Head Of A Pin
4. Bat Shit Crazy
5. Distortion
6. A Mother’s Prayer
7. Welcome To The Garden State
8. Where Few Dare To Walk
9. Out On The Road-Kill
10. Hole In My Soul

 

 Nach dem in meinen Augen eher mauen Veröffentlichungsjahr 2018, blickte ich voller Ungeduld auf den Jahresstart 2019 mit den auf dem Trashsektor angekündigten neuen Outputs von Dust Bolt (Review gibt es hier), sowie Flotsam & Jetsam und Overkill, wobei die beiden Letztgenannten ab März auch noch gemeinsam auf Tour gehen (Killfest 2019 mit Destruction, Flotsam & Jetsam, Meshiaak), um ihre Veröffentlichungen dem geneigten Metaller live um die Ohren zu blasen.  

Dust Bolt und Flotsam & Jetsam enttäuschten mich schon mal nicht (im Gegenteil), sodass die Vorfreude auf, aber auch die Messlatte für The Wings Of War, dem 19. Studioalbum der Mannen um Frontsirene Bobby “Blitz” Ellsworth und Bassist D.D. Verni noch mal hochgeschraubt wurde.  

Overkill, Overhausen, Blitz, D.D. Verni

Mit Last Man Standing, vorab als digitale Single und Lyric Video veröffentlicht, knallen New Jersey’s Finest dann auch mit ordentlich Tempo, geilen Riffs und Soli, treibendem Drumming von Neuzugang Jason Bittner und der darüber thronenden einzigartigen Reibeisenstimme von Blitz mächtig los und treten heftig in  den Arsch! Eine gute Wahl, diesen Song als Appetizer auf das headbangende Volk loszulassen.
In der Folge halten Overkill das Tempo nicht auf diesem Level, sondern variieren dies – sowohl von Titel zu Titel, als auch innerhalb der einzelnen Songs und liefern ein rundherum routiniertes und abwechslungsreiches Album ab. Mal punkig angehaucht und mit ruhigem, cleanen Mittelteil (Bat Shit Crazy), stampfend daherkommend wie in Distortion oder mit Vollspeed und Shouts auf der Überholspur (Welcome To The Garden State), also mit allen Trademarks versehen, die man von den Ostküstenveteranen erwartet und erwarten kann. Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang – das alles bewegt sich auf hohem Niveau. Für meinen Geschmack leider aber insgesamt auch etwas zu routiniert und mit zu wenig sich ins Gedächtnis einbrennenden Songs, die den Weg in meine aktuelle Playlist, geschweige denn Alltime-Playlist finden, sodass meine hohen Erwartungen nur bedingt erfüllt werden. Da es beileibe aber keine schlechte Veröffentlichung ist, sollte dies nicht vom Reinhören oder Kauf des Albums bzw. Besuch der Tour, dem heutzutage wichtigsten Standbein von Bands dieser Größenordnung, abhalten:

Killfest Tour 2019
Overkill
+ Destruction
+ Flotsam & Jetsam
+ Meshiaak
08.03.19 IT Bologna Zona Roveri
09.03.19 IT Fontaneto D Agogna Phenomenon
10.03.19 GER München Backstage
11.03.19 HU Budapest Baba Negra
12.03.19 PL Wroclaw A2
13.03.19 PL Danzig B90
14.03.19 GER Berlin Columbia Theater
15.03.19 NL Eindhoven Effenar
16.03.19 GER Osnabrück Hyde Park
17.03.19 GER Frankfurt Batschkapp
18.03.19 CH Zürich Dynamo
20.03.19 FR Paris Trabendo
21.03.19 UK London O2 Academy
22.03.19 UK Hammerfest
23.03.19 IRL Dublin O2 Academy
24.03.19 UK Glasgow SWG3

Fazit
Fazit: Overkill liefern ab, wie eh und je und wie zu erwarten. Dabei aber etwas zu routiniert, und zwar ohne Schwachpunkte aber auch zu wenigen herausragenden Höhepunkten. Ein gutes Thrashalbum, das aber nicht zu den Topveröffentlichungen der Band gehört.

Anspieltipps: Welcome To The Garden State, Last Man Standing
Steffen B.7.5
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7.5
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