Paganfest 2012 am 16.03.2012

Veranstaltung: Paganfest 2012
Ort: Oberhausen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Homepage: http://www.paganfest.eu/
Datum: 16.03.2012
Ticketkosten: VVK 30,00 EUR + 10,00 EUR VVK-GEB. | AK 35,00 EUR
Kosten des Festivals: unbekannt
Location: Turbinenhalle (Mainhall), Oberhausen
Zugelassen bis zu: 3000 Zuschauer
Veranstalter: Rock The Nation (http://www.rtnfestivals.com)
Einlass: 14:30 Uhr
Anzahl der Bands: 8

Bands:

  • Obscurity
  • Solstafir
  • Heidevolk
  • Negura Bunget
  • Equilibrium
  • Primordial
  • Korpiklaani
  • Eluveitie

paganfest_2012_poster

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Da Time For Metal für uns – neben unserem Job – ein Hobby ist, geht es am heutigen Freitag erst gegen 17:30 Uhr los zur ca. 30 km entfernten Turbinenhalle in der Ruhrgebietsstadt Oberhausen. Die Anfahrt ist (wie so oft) relativ unkompliziert. Das Einzige, was man dazu bemerken kann, sind die drei Euro Parkplatzgebühren, die bei Ankunft an einen Parkplatzwart zu entrichten sind. Auch wenn der Schotterplatz von Schlaglöchern übersät ist, sind die drei Euro gut angelegt, denn dadurch weiß man sein Auto wenigstens ein wenig in Sicherheit.
Schnell finden wir einen Parkplatz (sogar in der ersten Reihe) und laufen an den Metallern vorbei, die bereits auf dem Festival Paganfest 2012 eingecheckt haben, aber noch eben etwas aus dem Auto holen wollen.
Dadurch, dass das Festival bereits um 15:05 Uhr angefangen hat (Einlass war ab 14:30 Uhr), ist es verständlich, dass der Eintritt in die Turbinenhalle] problemlos abläuft.
In der Vorhalle der Konzerthalle ist neben dem obligatorischem Bier- und Würstchenstand ein Merchandise-Stand aufgebaut, an dem man Shirts der Veranstaltung wie auch der hier spielenden Bands für normale Preise erwerben kann. Durch die offene Hallentür ertönt bereits ein Raunen, welches uns in dessen Richtung treibt. Als nächstes steht die in Maisach gegründete Pagan Metal-Band Equilibrium auf dem Plan. Bereits zu Beginn fällt uns die enorme Lautstärke auf, die für die Hallengröße eindeutig etwas übersteuert wirkt. Das scheint zum Glück aber kein Problem für die fünf Musiker zu sein, die mit Songs wie Met, Unbesiegt & Verbrannte Erde die Gäste des Abends in Stimmung bringen. So wird neben einer Wall Of Death auch zu einem Circle Pit aufgerufen, der ohne wirkliche Wartezeit entsteht. Doch ist immer wieder ein Pfeifen einer Rückkopplung zu hören und die Lautstärke sorgt dafür, dass man die geshouteten Wörter des Sängers Robert ‚Robse‘ Dahn kaum bis gar nicht versteht. Unabhängig von den soundtechnischen Problemen ist der Auftritt der Bayern gelungen und hat das Publikum trotz kurzer Dauer überzeugt. Equilibrium verlassen die Bühne schließlich mit dem Versprechen, im nächsten Jahr mit einem neuen Album wieder mit von der Partie zu sein – wir dürfen also gespannt sein.

Als nächstes folgt eine längere Umbaupause, die die Anwesenden zum Würstchen- und Bierholen veranlasst. Auch wir können diesem Drang nicht widerstehen und schließen uns der Meute an. Cola (schließlich steht bei uns ja noch der Heimweg per PKW an) sowie Currywurst kosten jeweils zwei Wertmarken (ca. 2,50 €) und schmecken zu diesem Anlass ganz in Ordnung. Der Hunger ist jedenfalls gestillt.

Nach ca. 20 Minuten betreten Primordial die Bühne. Leider können diese das Publikum mit ihrem doch recht melancholischen Sound nicht überzeugen, sodass die Turbinenhalle doch recht leer ist. Vielleicht liegt dies aber auch an den (für manche Geschmäcker) unschlagbar guten Würstchen? Wo eben der Sound noch sehr laut und übersteuert war, ist er jetzt zu leise und gedämpft. Nach 50 MInuten Spielzeit verabschiedet sich auch diese Band und die nächste Wartezeit ist angesagt. Hierbei fällt auf, dass die Klimaanlage/Belüftung der Turbinenhalle auf Hochtouren läuft und den Saal soweit abkühlt, dass wir froh sein können, nicht verschwitzt zu sein. Die Metalheads, die sich bisher schon gut ausgetobt haben, können von Glück reden, wenn sie sich hier keine Erkältung einfangen werden.

Die doch eher frostige Umbauphase fällt bei Weitem viel zu lange aus, da Korpiklaani, die laut Running Order um 21:05 Uhr die Bühne entern sollten, eben diese erst um 21:30 Uhr betreten. Die anwesenden Metalheads sind darüber nicht sehr begeistert, schließlich hat man genügend Geld gezahlt, um bei der Extended Show der Paganfest-Tour vor allem auch Korpiklaani zu sehen. Dementsprechend braucht es ein paar Aufwärm-Songs mehr, bis das Publikum an die Stimmung des Auftritts von Equilibrium anknüpft. Die sechs Finnen machen mit ihrem Folk Metal gut Stimmung und besonders die „alkoholhaltigen“ Stücke (Tequila, Vodka) sorgen dafür, dass die Menge anfängt zu toben. Leider ist aber auch dieser Auftritt zeitlich stark begrenzt und endet fünf Minuten vor der angekündigten Endzeit im Running Order – schade, da Korpiklaani bereits wesentlich zu spät angefangen haben.

Und wer kann erraten, was nun folgt? Natürlich ist es die Umbaupause. 🙂 Eluveitie sind mit ihrem Auftritt „nur“ fünf Minuten zu spät dran, dafür geht es direkt so richtig los. Wider Erwarten wurden Ton- und Lichtmann ausgetauscht, sodass den Gästen eine geniale Sound- und Lichtshow geboten wird. Auch Eluveitie sind besser als erwartet und zeigen, dass sie zurecht einen guten Ruf in der Pagan Metal-Welt genießen. Die Sänger überzeugen durch gute Stimmen und auch bei den restlichen Musikern scheint jeder Ton immer richtig platziert zu sein. Das Publikum wärmt die Halle so sehr auf, dass selbst die Drehleier der Sängerin Anna Murphy zeitweilig ein wenig verstimmt ist und einer Nachjustierung bedarf. Dies tut der guten Stimmung aber keinen Abbruch, da Sänger Christian „Chrigel“ Glanzmann weiß, wie man die Meute bei Laune hält. Nach Stücken des aktuellen Albums (Eluveitie – Helvetios (Review des Monats) ) werden auch ältere Lieder wie Inis Mona und Thousandfold zum Besten gegeben. Leider endet auch dieser Auftritt, der ganz klar das Highlight des Abends darstellt, noch vor der angekündigten Endzeit. Ein Hoch auf unseren Premium-Parkplatz, der es uns ermöglicht, noch vor der großen Masse das Gelände der Turbinenhalle zu verlassen. Einzig eine Verkehrskontrolle der örtlichen Polizei, die nach alkoholisierten Fahrern Ausschau hält, hält uns noch ein kleines Bisschen auf (der Cola sei Dank!).

Fazit: Insgesamt lässt sich sagen, dass der Abend soundtechnisch ziemlich durchwachsen war und erst mit Eluveitie eine gute Ton- und Lichtshow geboten wurde. Zudem waren die Wartezeiten doch ein wenig zu lang und auch die dadurch verlorene Zeit wurde zum Leidwesen der Fans nicht nachgeholt. Doch die Bands, die auf dem Paganfest 2012 gespielt haben, haben allesamt eine gute Show geliefert, für die sich die doch teilweise längere Anfahrt durchaus gelohnt hat. Besonders zu erwähnen, ist die gute Stimmung, die an diesem Abend geherrscht hat – sowohl bei den Bands als auch beim Publikum.

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